21. Oktober 2019 / 07:32 Uhr

Holstein Kiel II: Doppeltorschütze Johann Berger und Elfmeterkiller Timon Weiner entzaubern VfL Wolfsburg II

Holstein Kiel II: Doppeltorschütze Johann Berger und Elfmeterkiller Timon Weiner entzaubern VfL Wolfsburg II

Jan-Philipp Wottge
Kieler Nachrichten
Holstein Kiels Doppelpacker Johann Berger (Mitte) lässt Wolfsburgs Keeper Jannes Tesche (re.) beim 4:1 keine Abwehrchance.
Holstein Kiels Doppelpacker Johann Berger (Mitte) lässt Wolfsburgs Keeper Jannes Tesche (re.) beim 4:1 keine Abwehrchance. © Wottge
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Diese Jungstörche sind einfach nicht zu fassen. Auch für Wolfs-Welpen nicht. Holstein Kiel II siegte im Spitzenspiel der Fußball-Regionalliga Nord gegen den amtierenden Meister VfL Wolfsburg II mit 4:1. Weil auch der Ligaprimus VfB Lübeck beim TSV Havelse mit 1:3 patzte, ist aus dem Spitzenduo aus Lübeck und Wolfsburg nun ein Quartett mit den Kielern auf Platz drei vor dem SC Weiche Flensburg 08 geworden.

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Früher Treffer für Holstein Kiel durch Tobias Fleckstein

Ramba-Zamba im Citti Fussball Park. Allerdings auf Kunstrasen. Die Wölfe waren not amused, sie hätten lieber auf Rasen gespielt, doch der war schon beim 0:0 gegen den TSV Havelse an seine Grenzen gestoßen. Also ging es mit Höllentempo und Nockenschuhen zur Sache. Wolfsburg, technisch exquisit, wurde kalt erwischt. KSV-Verteidiger Tobias Fleckstein netzte nach einem Eckball mit strammen Schuss von der Strafraumgrenze zum 1:0 (6.) ein. Verschnaufpausen gönnten sich beide Teams nicht. Die Wolfswelpen drängten, wollten die schnelle Antwort, doch VfL-Angreifer Mamoudo Karamoko scheiterte am Kieler Keeper Timon Weiner (11.).

Klickt euch durch die Fotos zum Regionalliga-Spitzenspiel zwischen Holstein Kiel II und dem VfL Wolfsburg II:

Jungstorch Philipp Sander (li.) lässt den Wolfsburger Kapitän Julian Klamt (re.) mit starkem Antritt stehen. Zur Galerie
Jungstorch Philipp Sander (li.) lässt den Wolfsburger Kapitän Julian Klamt (re.) mit starkem Antritt stehen. ©
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Ein Spitzenspiel, das seinen Namen verdient hatte

„Wir hatten einen Plan. Und den haben wir überragend umgesetzt. Dass es gegen einen Gegner mit dieser Qualität so klappt, ist nicht hoch genug zu bewerten“, erklärte Holstein-Coach Nicola Soranno. Der Plan: Aggressives Anlaufen der Wolfsburger und überfallartige Konter. Es war ein Spitzenspiel, das seinen Namen verdient hatte, geführt mit offenen Visier und extremer Intensität. Holsteins Torjäger Laurynas Kulikas bekam aus der Drehung nicht genug Druck hinter den Ball (16.), ein Pernot-Kopfball strich am Wolfsburger Kasten vorbei (18.). Es folgte die Zeit der Distanzschüsse. Einen Siedschlag-Hammer kratzte VfL-Keeper Jannes Tasche aus dem Winkel (27.). Sekunden später zischte ein Sander-Kracher knapp am VfL-Tor vorbei.

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Timon Weiner erneut überragend

Auf der Gegenseite wurde ein Möker-Schuss geblockt. Die Wölfe reklamierten auf Handspiel, während der überfallartige Konter der Kieler rollte. Julius Alt schloss diesen platziert ins lange Eck mit dem 2:0 (35.) ab. Lamento hier, Jubel da. Die Gäste wüteten, wollten noch vor der Pause den Anschluss. In den Blickpunkt rückte Weiner, der in höchster Not gegen Yannik Möker (37.) und Karamoko (42.) rettete. Halbzeit, durchatmen, Augen reiben. Diese Jungstörche waren einfach nicht zu fassen. Langeweile blieb ein Fremdwort im High-Speed-Kick. Möker prüfte Weiner (54.), Kulikas verpasste einen Sander-Querpass nur um Millimeter (59.). Der Schuss des Wolfsburger Ismail Azzaoui trudelte gegen den Pfosten, rollte dann parallel zur Torlinie, ehe er zur Ecke (65.) geklärt wurde. Die folgende Ecke endete mit einem Pfiff. Schiedsrichter Julian Lüddecke entschied nach Foul von Barne Pernot an Julian Klamt auf Elfmeter. Doch Weiner hielt den Strafstoß von Justvan (67.). „Ich habe die Ecke geahnt, weil wir die Schützen vorher im Video analysiert haben“, sagte Weiner.

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Joker Johann Berger sticht doppelt für Holstein Kiel II

Acht Minuten später jubelte Justvan dennoch über den 1:2-Anschlusstreffer (73.). Aber nur kurz. Joker Johann Berger (78./83.) sorgte mit einem Doppelpack in einem Finale furioso für den 4:1-Heimsieg. „Du kannst gegen solch einen Gegner nicht 90 Minuten alles verhindern. Das war heute ein ganz, ganz starker Auftritt dieser jungen Mannschaft“, lobte Soranno. Denn diese Jungstörche sind einfach nicht zu fassen. Sie sind ein Spitzenteam. Und nun Lübeck- und Wolfsburg-Jäger. Was sie am Sonntag (14 Uhr) beim Tabellenschlusslicht HSC Hannover wieder unter Beweis stellen müssen.

Die Holstein-Cheftrainer der vergangenen zehn Jahre:

Falko Götz: 10. Januar 2009 bis 18. September 2009. Zur Galerie
Falko Götz: 10. Januar 2009 bis 18. September 2009. ©
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