12. September 2021 / 19:41 Uhr

Holstein Kiel II erobert nach 3:1 gegen den HSV II die Tabellenspitze

Holstein Kiel II erobert nach 3:1 gegen den HSV II die Tabellenspitze

Jan-Phillip Wottge
Kieler Nachrichten
Holsteins Manuel Schwenk (li.) setzt HSV-Kapitän Maxwell Gyamfi (re.) unter Stress.
Holsteins Manuel Schwenk (li.) setzt HSV-Kapitän Maxwell Gyamfi (re.) unter Stress. © Jan-Phillip Wottge
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Holstein Kiel II klettert nach dem 3:1-Sieg gegen den Hamburger SV in der Regionalliga Nord an die Tabellenspitze. Dominique Ndure, Eric Gueye und Niko Koulis treffen für die Jungstörche.

Der Höhenflug der Jungstörche geht unvermindert weiter. Mit dem 3:1-Heimsieg gegen den Hamburger SV II löste Holstein Kiel II den SC Weiche Flensburg 08 als Spitzenreiter der Regionalliga Nord ab. Für die Gunkel-Elf war es bereits der vierte Dreier in Folge.

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„Wir haben einfach einen Lauf“, stellte KSV-Coach Sebastian Gunkel ohne Überschwang fest. Dabei lieferten seine Schützlinge zuvor ein Zeugnis eines rasend schnellen Reifeprozesses ab. Noch zu Saisonbeginn ließen sich die Jungstörche von kleinen Rückschlägen beeindrucken. Gegen die U 23-Rothosen schüttelte Holstein II den zwischenzeitlichen Ausgleich wie eine lästige Fliege ab.

Impressionen von der Regionalliga-Partie zwischen Holstein Kiel II und dem Hamburger SV II

Holsteins Eric Gueye (Mitte) nimmt Maß und trifft zum 2:1. Hamburgs Maximilian Goßer (re.) kommt zu spät. Zur Galerie
Holsteins Eric Gueye (Mitte) nimmt Maß und trifft zum 2:1. Hamburgs Maximilian Goßer (re.) kommt zu spät. ©

Zehn Sekunden waren gespielt, als Manuel Schwenk den ersten Schuss in Richtung HSV-Tor absetzte. Die Hamburger verspürten Stress. „Wir konnten nie in Ruhe aufbauen. Holstein war unglaublich stark in der ersten Halbzeit“, bekannte HSV-Coach Pit Reimers. Einzig der Ertrag ließ bis zur 28. Minute auf sich warten: Nach Gueye-Flanke kam Dominique Ndure am zweiten Pfosten an den Ball, guckte HSV-Keeper Leo Oppermann aus und netzte zum 1:0 ein.

Die Hamburger kamen nur einmal gefährlich in die Kieler Box. HSV-Kapitän Maxwell Gyamfi konnte eine Unsicherheit von KSV-Torwart Timon Weiner nicht mit dem Ausgleich bestrafen (37.). Auf der Gegenseite fischte Oppermann einen Kulikas-Kracher noch mit zwei Fäusten aus dem Torwinkel (39.).

Die kalte Dusche erwischte Holstein 50 Sekunden nach der Halbzeitpause, als Robin Velasco aus dem Gewühl zum überraschenden Ausgleich traf. „Das Spiel hätte durch eine Unachtsamkeit kippen können, aber wir waren gleich wieder voll da. In Heide sah das noch anders aus“, sagte KSV-Torjäger Laurynas Kulikas. Die Gunkel-Elf blieb cool, spielte weiter ihre Geschwindigkeit über die Flügel aus.

Eric Gueye erkämpfte sich den Ball im Halbfeld, schlug einen Haken nach innen und zog trocken von der Strafraumgrenze ab. 2:1 – ein waschechter Sonntagsschuss (69.). Einziger Makel: Wie schon in den Vorwochen ließen die Kieler beste Konterchancen ungenutzt. Und beinahe hätte es sich gerächt, als KSV-Kapitän Niko Koulis ausrutschte und Hamburgs Pingdwinde Beleme erst durch eine spektakuläre Grätsche von Nico Carrera gestoppt werden konnte.


„Das macht uns so stark. Macht der Eine einen Fehler, ist der Andere da. Wir sind eine coole Truppe“, jubelte Koulis, der in der Nachspielzeit für den 3:1-Endstand sorgte, als er nach Gueye-Querpass den Hamburger Torhüter aussteigen ließ. Mitten in den Torjubel pfiff Schiedsrichter Timon Schulz ab. Die Jungstörche reisen am Sonntag um 14 Uhr als Spitzenreiter zum FC St. Pauli II.