25. November 2019 / 08:06 Uhr

Holstein Kiel II: Gegen Hamburger SV II platzt der Knoten

Holstein Kiel II: Gegen Hamburger SV II platzt der Knoten

Jan-Philipp Wottge
Kieler Nachrichten
Holstein Kiels Justin Njinmah (links, gegen HSV-Kapitän Sebastian Haut) sorgte bei seiner Startelf-Premiere für viel Tempo über den Flügel.
Holstein Kiels Justin Njinmah (links, gegen HSV-Kapitän Sebastian Haut) sorgte bei seiner Startelf-Premiere für viel Tempo über den Flügel. © Wottge
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Drei Spiele in Folge blieben die Jungstörche in der Fußball-Regionalliga Nord zuletzt ohne Sieg. Gegen den Hamburger SV II platzte der Knoten: Laurynas Kulikas bescherte Holstein Kiel II vor lediglich 132 Zuschauern in Projensdorf mit einem verwandelten Handelfmeter den 1:0-Heimsieg.

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Mannschaftsabend gerettet

„Wir wollten unbedingt wieder punkten. Die letzten Ergebnisse haben uns gewurmt“, bekannte Leitstorch Tim Siedschlag und schob schmunzelnd hinterher: „Ein weiteres siegloses Spiel hätte dem geplanten Mannschaftsabend auch einen gehörigen Dämpfer verpasst.“ Doch die Kieler durften feiern. Auf dem Platz und später auch in der Kieler Innenstadt. Warum? Weil sich die KSV zu einem richtigen Spielverderber entwickelte. Sie arbeitete extrem gut gegen den Ball, gestattete den Rothosen erst in der Schlussminute die erste echte Torchance und verdiente sich somit den zehnten Saisonsieg, der Holstein II bei zwei noch ausstehenden Nachholspielen wieder auf den sechsten Tabellenplatz klettern ließ.

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Philipp Sander, Daniel Hanslik, Justin Njinmah und Kai Griese in der Startelf

Mit Felix Niebergall (Muskelfaserriss) und Julius Alt (Fußprellung) standen zwei Stammkräfte kurzfristig nicht zur Verfügung. KSV-Coach Nicola Soranno war zum Umbau seiner Startelf gezwungen. Doch mit den Profis Philipp Sander und Daniel Hanslik konnte Soranno die Ausfälle problemlos kompensieren. Zudem rutschten auf den Flügeln die Youngster Justin Njinmah (Startelfdebüt) und Kai Griese in die Anfangself.

Nachswuchskräfte zeigten gutes Spiel

„Griese, Njinmah und auch Mats Melahn, der schon gegen Oldenburg begann, helfen uns jetzt weiter. Das zeigt, dass unsere Arbeit, Spieler an dieses Niveau heranzuführen, fruchtet“, stellte Soranno seinen Nachwuchskräften ein gutes Zeugnis aus. Den Erfolgsplan gegen die Hamburger umriss Routinier Siedschlag kurz und knackig: „Wir wollten eklig sein, keinen Kinderfußball sondern Männerfußball spielen.“ Der Plan ging auf. Intensiv ging es zur Sache. Torchancen blieben vorerst Mangelware. Langsam tastete sich Holstein an die HSV-Box heran. Im letzten Drittel fehlte jedoch zunächst die Passgenauigkeit. Nach Hanslik-Steilpass prüfte Siedschlag per Direktabnahme HSV-Profikeeper Julian Pollersbeck (17.).

Klickt euch durch die Fotos zum Regionalliga-Spitzenspiel zwischen Holstein Kiel II und dem VfL Wolfsburg II:

Jungstorch Philipp Sander (li.) lässt den Wolfsburger Kapitän Julian Klamt (re.) mit starkem Antritt stehen. Zur Galerie
Jungstorch Philipp Sander (li.) lässt den Wolfsburger Kapitän Julian Klamt (re.) mit starkem Antritt stehen. ©
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Zehntes Saisontor für Laurynas Kulikas

Der zweite zielstrebige KSV-Angriff war dann von Erfolg gekrönt. Nach einem Sander-Querpass kam Njinmah zum Abschluss, doch dessen Schuss touchierte den Arm des zweiten HSV-Profis Jonas David. Schiedsrichter Christian Meermann zögerte kurz und entschied auf Handelfmeter. Holsteins Torjäger Kulikas knallte den Strafstoß humorlos in die Mitte des Hamburger Tores – 1:0 (29.), Saisontor Nummer zehn! Kurz vor der Pause stoppte Pollersbeck mit gutem Stellungsspiel den heranstürmenden Griese (41.).Nach der Halbzeit wurden die Hamburger mutiger. Doch mehr als Distanzschüsse des Ex-Kielers Kusi Kwame (47.), von Lukas Pinckert (74.) und Joker Julian Ulbricht (80.) sprangen nicht heraus.

„Dass wir zu Null gespielt haben, war heute sehr wichtig“ – Nocola Sorrano

Die Kieler hätten ihrerseits für die Vorentscheidung sorgen können, doch ein Sander-Freistoß klatschte nur an den Pfosten (85.) und ein Hanslik-Kopfball landete an der Latte (88.), ehe die Kieler hinten doch noch einmal unaufmerksam waren: Nach einem Einwurf bugsierte Hamburgs Gentrit Limani den Ball per Absatzkick zu Ulbricht, der den Ball jedoch weit über das Tor in den dunklen Kieler Himmel jagte. „Wir haben fast nichts zugelassen, standen sehr kompakt. Dass wir zu Null gespielt haben, war heute sehr wichtig“, sagte Soranno und erinnerte an die 0:6-Hinspielklatsche bei den Hamburgern.

Die Vertragslaufzeiten der Spieler von Fußball-Zweitligist Holstein Kiel (Kader der Saison 2019/20).

Dominik Reimann, Torwart, geb. 18.06.1997, Vertrag bis zum 30.06.2021. Zur Galerie
Dominik Reimann, Torwart, geb. 18.06.1997, Vertrag bis zum 30.06.2021. ©
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