05. August 2019 / 06:23 Uhr

Holstein Kiel II: Schmerzhafte 0:6-Packung gegen Hamburger SV U23

Holstein Kiel II: Schmerzhafte 0:6-Packung gegen Hamburger SV U23

Jan-Philipp Wottge
Kieler Nachrichten
Aua: Auch dieses Kopfballduell zwischen dem Hamburger Vagnoman Josha (li.) und dem Kieler Coffie Marcus endete für den Kieler schmerzhaft.
Aua: Auch dieses Kopfballduell zwischen dem Hamburger Vagnoman Josha (li.) und dem Kieler Coffie Marcus endete für den Kieler schmerzhaft. © KBS-Picture
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Autsch! Das tat weh. Holstein Kiel II kassierte in der Fußball-Regionalliga Nord beim Hamburger SV II eine deftige 0:6-Klatsche. Vor 300 Zuschauern im Wolfgang-Mayer-Stadion lagen die Jungstörche bereits nach 23 Minuten mit 0:3 im Rückstand. Die Kieler rutschten durch die erste Saisonniederlage auf den elften Tabellenplatz ab.

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Die starke Anfangsphase der KSV, als die Werner-Elf viel Druck auf den Ballführenden ausüben konnte, entpuppte sich als Strohfeuer. Über ein frühes Führungstor der Gäste hätte sich niemand beschweren dürfen. Tim Siedschlag nahm eine Kulikas-Kopfballablage direkt ab, verfehlte aber knapp das HSV-Tor (2.). Laurynas Kulikas (6.) per Kopfball und Noah Awuku (7.) mit einem 14-Meter-Knaller ließen weitere Chancen aus.

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Es folgte die bittere Pille: Nach einer Ecke nickte der gebürtige Kieler und HSV-Oldie Henrik Giese am kurzen Pfosten zum 1:0 (9.) für die Rothosen ein. Fortan dominierten die Hamburger. „Wir waren der Hamburger Offensiv-Power nicht gewachsen“, konstatierte KSV-Coach Ole Werner nach dem Debakel. Und das nahm seinen Lauf. Der HSV-Sturm schaffte Fakten. Hamburgs Finne Tobias Fagerström lochte erst nach Querpass von Ogechika Heil (18.) zum 2:0 ein. Nur fünf Minuten später bejubelte der 19-jährige Torjäger seinen Doppelpack zum 3:0. Werner reagierte, verordnete seiner Elf, nicht weiter ins offene Messer zu laufen. „Man kann weiter munter mitspielen und untergehen oder die Niederlage in Grenzen halten. Wir wollten das zweite“, sagte Werner.

Mit Abstrichen gelang das auch. Die Hamburger Tempovorteile konnten die Kieler nicht wettmachen, doch immerhin wurde das Hamburger Offensiv-Feuerwerk kontrolliert. So schlug es nur noch einmal im KSV-Tor ein, als HSV-Profileihgabe Josha Vagnoman am Flügel durchbrach, platziert flankte und Heil am langen Pfosten nur noch zum 4:0 (40.) einschieben musste. Die U23-Rothosen ließen auch nach dem Seitenwechsel nicht nach. Vagnoman zirkelte den Ball zum 5:0 aus 20 Metern in den Winkel (54.). Den 6:0-Schlusspunkt setzte schließlich HSV-Joker Khaled Mohssen, als er nach einem Thiesen-Luftloch im zweiten Versuch traf (90.).

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„Wir haben auf diesem Niveau schon deutlich besser verteidigt. Die Art und Weise der Tore war zu einfach. Die hohe Qualität des Gegners tat das übrige. Nur optimal vorbereitet haben wir gegen diese Teams eine Chance“, sagte Werner, fügte aber mit Optimismus hinzu: „In 110 Minuten, die wir zuvor in dieser Saison gespielt haben, haben wir aufgezeigt, was wir können. Heute war das eine herbe Niederlage, die wir verarbeiten müssen. Letztlich ist es dennoch nur eines von 34 Saisonspielen.“ Die Chance, die Scharte auszumerzen, haben die Jungstörche bereits am Mittwoch (18.45 Uhr), wenn der VfB Oldenburg zum Wiederholungsspiel nach Projensdorf kommt.

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