05. November 2018 / 11:59 Uhr

Holstein Kiel II setzt zum Höhenflug an

Holstein Kiel II setzt zum Höhenflug an

Jan-Philipp Wottge
Kieler Nachrichten
Doppelpack: Laurynas Kulikas ist dem Bremer Malte Karbstein (li.) enteilt und stellt mit seinem zweiten Treffer auf 3:1.
Doppelpack: Laurynas Kulikas ist dem Bremer Malte Karbstein (li.) enteilt und stellt mit seinem zweiten Treffer auf 3:1. © Uwe Paesler
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Fußball-Regionalliga: Beim 4:2 gegen Drittliga-Absteiger Werder II treffen Kulikas und Alt doppelt

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Wo soll das noch hinführen? Holstein Kiel II wirbelt weiter durch die Fußball-Regionalliga. Vor 222 Zuschauern im Citti Fussball Park brannten die Jungstörche beim 4:1 (2:0)-Sieg gegen den SV Werder Bremen II zeitweise ein Offensivfeuerwerk ab. Die Werner-Elf erwischte somit einen perfekten Start in den Heimspiel-Dreierpack mit den folgenden Duellen gegen den VfL Oldenburg und den VfB Lübeck. „Holsteins Sieg ist auch in der Höhe hochverdient. Wir haben es in der ersten Halbzeit an allem vermissen lassen. Obwohl wir Holstein mehrfach im Video gesehen haben, wusste wohl nicht jeder, was auf uns zukommt“, konstatierte SVW-Coach Sven Hübscher.

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Seine Elf tappte nach zehn Abtastminuten immer wieder in die KSV-Falle. Die Kieler, die auf Leitstorch Tim Siedschlag wegen einer Kniereizung verzichten mussten, unterbanden das Spiel in die Tiefe, Werder spielte quer. „Wir wollten unbequem gegen den Ball sein“, erläuterte KSV-Coach Ole Werner die Marschroute. Holstein schaltete bei Ballbesitz blitzschnell um und suchte die Räume hinter der Bremer Viererkette. Einen Alt-Freistoß verlängerte Noah Awuku per Kopf auf Laurynas Kulikas, der aus fünf Metern an SVW-Torwart Dos Santos Haesler scheiterte (12.). Keine sechs Zeigerumdrehungen später kam Haesler jedoch einen Schritt zu spät und erwischte Julius Alt mit der Hand am Fuß – Strafstoß! Kulikas behielt die Nerven und verwandelte humorlos zum 1:0 (18.).

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Kulikas stoppte die Bremer Euphorie

Die KSV erspielte sich Chance um Chance. Kulikas blieb indes mit einem Lupfer (30.) und nach Querpass von Alt (39.) erfolglos. Erst Alt selbst sorgte für das 2:0, als er eine flache Sander-Flanke von der Strafraumgrenze mit Übersicht ins Netz drückte (41.). Kurz ins Wackeln geriet die Kieler Führung dennoch. SVW-Kapitän Fridolin Wagner sah nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte (56.). Mit zehn Mann war der Gast präsenter als zuvor. Profileihgabe Joshua Sargent markierte aus der Drehung das Bremer Anschlusstor (71.), weil KSV-Verteidiger Vinnie Born das Leder nicht rechtzeitig aus der Gefahrenzone befördern konnte. Gerade als der Drittliga-Absteiger seinen Fuß ins Spiel bekam, schlug Laurynas Kulikas eiskalt zurück.

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Andreas Köpke ist zweifelsohne der bekannteste Jugendspieler von Holstein Kiel. Insgesamt 16 Jahre schnürte er seine Fußballschuhe für die Störche. Nach seiner Zeit in Kiel spielte er für den SC Charlottenburg, Hertha BSC, den 1.FC Nürnberg, Eintracht Frankfurt und Olympique Marseille.Seine größten Erfolge als Spieler waren die Titel bei der EM 1996 (als Stammtorhüter) und bei der WM 1990 (als dritter Torhüter). Als Torwarttrainer gewann er die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. ©

Nach Alt-Steilpass schob „Kuli“ im Laufduell mit Julian Rieckmann zum 3:1 (83.) ein. Alt zauberte nach feinem Wackler gar das 4:1 (88.) in die Bremer Maschen. „In der Phase nach der Gelb-Roten Karte waren wir zu passiv. Ansonsten war das ein starkes Spiel von uns“, sagte Werner. Die Jungstörche zogen durch den sechsten Heimsieg mit Meister SC Weiche Flensburg 08 auf dem vierten Platz nach Punkten gleich, haben aber noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Der Höhenflug des Aufsteigers geht auch im Heimspiel-November weiter – Landung vorerst nicht vorgesehen.