12. August 2019 / 08:30 Uhr

Holstein Kiel II: Tom Baller schießt Traumtor bei 5:2-Heimsieg gegen SV Werder Bremen II

Holstein Kiel II: Tom Baller schießt Traumtor bei 5:2-Heimsieg gegen SV Werder Bremen II

Jan-Philipp Wottge
Kieler Nachrichten
Raus mit der Freude: Tom Baller (li.) und Tim Siedschlag bejuben Ballers Traumtor.
Raus mit der Freude: Tom Baller (li.) und Tim Siedschlag bejuben Ballers Traumtor. © Wottge
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Die Tendenz geht steil nach oben: Holstein Kiel II beendete die Englische Woche in der Fußball-Regionalliga Nord mit einem glanzvollen 5:2-Heimsieg vor 176 Zuschauern gegen den SV Werder Bremen II. Die 0:6-Klatsche beim Hamburger SV II nur sieben Tag zuvor gehört nun endgültig in die Mottenkiste. Die Jungstörche kletterten auf Rang sieben im Regionalliga-Formbarometer.

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Da war von der ersten Minute an Musik drin in der Regionalliga-Begegnung zwischen Holstein Kiel II und dem SV Werder Bremen II. Gute Aggressivität, schnelle Kombinationen. Die Kieler machten ordentlich Ramba-Zamba in der Anfangsphase. Flanke Felix Niebergall, Kopfballablage Laurynas Kulikas, Kopfballbogenlampe Tim Siedschlag – drin das Ding, 1:0 – nach nur vier Minuten führten die Jungstörche. Keine Spur von den Strapazen beim 1:1 am Mittwochabend gegen den VfB Oldenburg. „Zum zweiten Mal mussten wir am Sonntag gegen einen Gegner ran, der unter der Woche spielfrei war. Dafür haben wir das hervorragend gelöst“, lobte später KSV-Coach Ole Werner, der gegen die Bremer Doppelspitze zunächst auf einer eine defensive Dreierkette setzte. Davor postierte er zwei Sechser und ein offensives Mittelfeldquartett. „Wir hatten eine Idee gegen deren Ordnung“, verriet Werner.

Klickt euch durch die Bilder zur Regionalliga-Begegnung zwischen Holstein Kiel II und dem SV Werder Bremen II:

Holsteins Tim Siedschlag bejubelt sein Kopfballtor zum 1:0. Zur Galerie
Holsteins Tim Siedschlag bejubelt sein Kopfballtor zum 1:0. ©
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Und der Plan ging auf. Immer wieder verschafften sich die Kieler Räume über die Flügel. Rechts Tom Baller, links Niebergall. Dazwischen die rotierenden Siedschlag und Julius Alt. Werder bekam keinen Zugriff auf das präzise KSV-Spiel. Chipball Johann Berger, Direktabnahme Barne Pernot – drin das Ding, 2:0 (17.). Es war Spielfreude pur, die die Jungstörche versprühten. Doch die erhielt einen Dämpfer. Nur drei Minuten nach dem 2:0 wurde ein Ballverlust von Tobias Fleckstein durch die Bremer eiskalt bestraft. Kebba Badjie spielte den Kurzzeit-Stimmungskiller und verkürzte auf 1:2 (20.). Stimmungskiller? Die aufkommende Bremer Euphorie wurde ebenso schnell im Keim erstickt. Alt-Flanke aus dem Halbfeld, Niebergall aus spitzem Winkel (23.) – 3:1! Und dann wurde es wunderschön: Baller schüttelte zwei Bremer ab, schlenzte mit dem Außenrist ins lange Eck (41.) – 4:1! Auf Siedschlags Frage beim Torjubel, wie er den denn gemacht hat, antwortete Baller: „Keine Ahnung!“

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Doch 30 Sekunden später durften auch die Bremer jubeln. Badjie zog ab, KSV-Keeper Timon Weiner ließ abprallen, und Badjie staubte zum 2:4 ab (41.). Stimmungskiller? Nein. Weil die Jungstörche auch taktisch die richtigen Antworten hatten. Als Werder-Coach Konrad Fünfstück auf eine Spitze und ein breiteres Mittelfeld umstellte, konterte KSV-Coach Ole Werner mit der defensiven Viererkette. „Wir haben fast nichts zugelassen. Nur ein, zwei Kopfbälle nach Standardsituationen“, sagte Werner. Daran änderte sich auch nichts, als die Jungstörche nach einer Gelb-Roten Karte für Kapitän Tjorve Mohr (70.) in Unterzahl zu Ende spielen mussten. Das Sahnehäubchen setzte Julius Alt dem starken KSV-Auftritt auf. Der 21-Jährige traf in der Schlussminute von der Mittellinie ins verwaiste Werder-Tor zum 5:2. Fünf Stück gegen Werder-Coach Konrad Fünfstück. Tim Siedschlag brachte es nach dem Abpfiff freudestrahlend auf den Punkt: „Es hat heute Spaß gemacht.“

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