14. Dezember 2018 / 10:42 Uhr

Holstein Kiel: Kohlmanns Wiedersehen mit dem Förderer

Holstein Kiel: Kohlmanns Wiedersehen mit dem Förderer

Marco Nehmer
Kieler Nachrichten
Trainer Uwe Neuhaus (li.) mit Patrick Kohlmann im Jahr 2010 bei Union Berlin.
Trainer Uwe Neuhaus (li.) mit Patrick Kohlmann im Jahr 2010 bei Union Berlin. © imago sportfotodienst
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Zeit für Herzlichkeiten? Die hat Patrick Kohlmann erst hinterher. „Nach dem Spiel gegen uns wünsche ich Uwe Neuhaus natürlich alles Gute“, sagt Holstein Kiels Co-Trainer und meint damit unausgesprochen: Zum Hinrunden-Ausklang (heute, 18.30 Uhr) sind keine Antrittsgeschenke für den designierten Trainer von Arminia Bielefeld zu erwarten. Kohlmann und Neuhaus verbindet eine gemeinsame sportliche Vergangenheit. „Kohle“ als Spieler, Neuhaus an der Seitenlinie.

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„Ich freue mich jedes Mal riesig, wenn ich ihn wiedersehe. Das letzte Mal war das beim Abschiedsspiel von Torsten Mattuschka in Berlin“, sagt Kohlmann. Erst bei Borussia Dortmund II, dann ab 2008 beim FC Union gingen sie gemeinsame Wege. 2014 war für Neuhaus in der Hauptstadt Schluss, Verteidiger Kohlmann zog es im selben Jahr zur KSV, er wurde Stammspieler, dann unter Markus Anfang und nun Tim Walter Teil des Trainerteams. Sein Fachgebiet: Gegneranalyse. Also: Was zeichnet den Neuhaus-Fußball aus? Und was kann der 59-Jährige, zu Saisonbeginn bei Dynamo Dresden entlassen, innerhalb weniger Tage bei der Arminia überhaupt ändern?

„Er lässt gerne gepflegten Ballbesitzfußball spielen. Im vergangenen Jahr war Dresden eine der wenigen Mannschaften in der Liga, die versucht haben, von hinten heraus Fußball zu spielen – ähnlich wie wir“, sagt Kohlmann. Neuhaus wolle „über ehrliche Arbeit zum schönen Fußball finden“. Doch was wird davon heute schon zu sehen sein? Kohlmann vermutet: wenig. „Bielefeld ist eine Mannschaft, die über ihre Wucht kommt. Das wird Uwe Neuhaus zunächst versuchen, beizubehalten. Um dann in der Winterpause Dinge zu verändern.“

Jeweils 180 Minuten haben die Störche und der DSC bis dahin noch zu gehen, die ersten 90 davon im direkten Duell. Holstein: mit der Serie im Rücken obenauf. Bielefeld: seit September sieglos. Doch Kohlmann warnt: „Die Arminia war nicht desolat, sie haben die letzten beiden Spiele unentschieden gespielt, in Paderborn (2:2 am 15. Spieltag, d. Red.) unglücklich den späten Ausgleich bekommen. Es sind Kleinigkeiten, die letztlich eine Entscheidung wie die Trainerentlassung beeinflussen.“

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Der geschasste Jeff Saibene hat seinem Nachfolger also eine intakte Mannschaft übergeben. Und dann der ominöse „Trainer-Effekt“ – eine Konstellation, die die KSV fordern wird. „Es wird einen Effekt haben – aber es liegt an uns, dass es den am Freitag noch nicht gibt“, sagt Kohlmann. Lassen die Störche diesen verpuffen, kann die Walter-Elf weiter klettern – vielleicht sogar auf den Relegationsrang drei. Ist das Träumen erlaubt?

„Wenn man gewinnt, guckt man immer gerne auf die Tabelle. Wir wollen uns oben festsetzen und den Abstand nach unten so groß wie möglich halten“, sagt Kohlmann. Und bringt damit einen bei aller Euphorie gerne übersehenen Umstand zur Sprache: 16 Punkte hat Holstein in den Erfolgswochen zwischen sich und der Abstiegszone angehäuft. „Man sollte im Fußball immer vorsichtig sein“, mahnt Kohlmann. Aber: „Wenn wir vor Weihnachten die 30-Punkte-Marke erreichen, sollte man das Selbstvertrauen haben, sagen zu können: Wir haben mit den unteren Tabellenregionen nichts mehr zu tun.“

Das Potenzial dafür ist zweifellos vorhanden. In Duisburg geglänzt, in Dresden überzeugt – und nun geht es noch zweimal vor heimischer Kulisse um Punkte. „Die Mannschaft zieht voll mit, der Trainer hat eine eigene Idee, die mittlerweile sehr gut umgesetzt wird“, sagt Kohlmann. „Wir hoffen, das Spiel gegen Bielefeld positiv zu gestalten, um dann ein absolut geiles Highlight gegen den HSV zum Jahresende zu haben.“

Ein kleines persönliches Highlight wird schon heute das Wiedersehen mit Uwe Neuhaus. Zwei, die sich kennen. Aber an der Seitenlinie nichts schenken werden.

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