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Holstein Kiel: KSV-Asse stechen international

Redaktion Sportbuzzer
Verteidiger abgehängt, Ball im Blick: Janni Serra konnte sich gegen Mexiko als Torschütze für die deutsche U21 auszeichnen. © imago/photoarena/Eisenhuth

Erfolgreiche Länderspielreise für vier Holstein-Profis.

Von der Förde in die Ferne: Gleich vier Störche weilen derzeit bei ihren Nationalmannschaften – mit großem Erfolg, der auch ein Ausweis der bei Holstein Kiel geleisteten Arbeit ist. Die KSV ist mittlerweile eine Adresse, die über die Landesgrenzen hinaus sichtbar ist. Provinziell war gestern. Holstein ist international. „In der Außenwirkung ist das natürlich erfreulich und ein Beleg für die individuelle Qualität des Kaders“, sagt Sportdirektor Fabian Wohlgemuth. Jae-Sung Lee, Janni Serra, Aaron Seydel und Mathias Honsak sind das internationale KSV-Quartett – und die Kieler Asse stechen.

Den Anfang machte am Freitagmittag Offensiv-Star Lee. Er traf gegen WM-Teilnehmer Costa Rica beim 2:0-Sieg, verwertete einen Pfosten-Abpraller nach Strafstoß von Heung-Min Son zur Führung (35.). Ein Hauch von Holstein vor 37000 Zuschauern in der Millionenstadt Goyang. Wenige Stunden später zog das DFB-Duo in Fürth nach: Deutschlands U21 empfing Mexiko und gewann souverän mit 3:0. Nach 22 Minuten traf Serra zum 1:0, der eingewechselte Seydel besorgte das 2:0 (49.). Störche-Power beim amtierenden Europameister. „Wir haben eine super Truppe, verstehen uns auf dem Platz und daneben. Es war für mich wichtig, mal einen Treffer zu erzielen“, sagt der bei der KSV noch torlose Serra. Und Seydel zum Zusammenspiel mit seinem Klub-Kollegen: „Wir verstehen uns gut. Dass wir beide immer von Anfang an spielen wollen, ist doch klar.“

Indes machte auch der vierte Holstein-Internationale auf sich aufmerksam: Mathias Honsak holte im EM-Qualifikationsspiel der österreichischen U21 gegen Armenien schon nach zwei Minuten einen Elfmeter heraus und brachte seine Elf damit auf Kurs.Heute treten alle vier noch einmal mit ihren Auswahlteams an, dann geht es zurück in den Liga-Alltag. Stichwort Liga: Ein Blick auf die Konkurrenz zeigt, wie gut Holstein im Nationalelf-Ranking steht. Der kommende (Auswärts-)Gegner Greuther Fürth (Sonnabend, 13 Uhr) stellt nur einen Profi, der sich aktuell auf Länderspielreise befindet: den US-Amerikaner Julian Green. Mehr Nationalspieler als Holstein Kiel beheimatet in Liga zwei nur der HSV. Die Hamburger verzichten derzeit auf Hee-Chan Hwang (Südkorea), Tatsuya Ito (Japan), Vasilije Janjicic (Schweiz U21), David Bates (Schottland U21) und Rick van Drongelen (Niederlande U21). Spitzenreiter 1. FC Köln stellt mit Jorge Meré (Spanien U21) und Louis Schaub (Österreich) lediglich zwei Spieler ab. Ansonsten finden sich in der Liga hier und da einzelne Auswahlspieler: der Isländer Rurik Gislason aus Sandhausen etwa, oder Färöer-Profi Joan Simun Edmundsson aus Bielefeld. „Das Abstellen von Nationalspielern ist sicher noch kein Alltag für uns“, sagt Wohlgemuth zur ungewohnten Situation und ergänzt: „Wir werden ein genaues Auge auf die Belastungen unserer Spieler haben, dennoch bleibt der Einsatz im Nationalteam etwas wirklich Besonderes.“ Für den Klub, für die Spieler. Und für die Nationalmannschaften, die derzeit von der Kieler Power profitieren.

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