03. Dezember 2017 / 10:58 Uhr

Holstein Kiel: 10 Millionen: Schneekloth schiebt Anfang-Wechsel Riegel vor

Holstein Kiel: 10 Millionen: Schneekloth schiebt Anfang-Wechsel Riegel vor

Andreas Geidel
Holstein Kiel 001
Gibt klar den Ton an: KSV Holstein-Präsident Steffen Schneekloth. © Paesler
Anzeige

Der Coach von Holstein Kiel ist heißer Kandidat in Köln. Ralf Becker sagt: "An mich ist niemand herangetreten."

Die Spekulationen rund um den Fußball-Zweitliga-Spitzenreiter Holstein Kiel halten an. Im Mittelpunkt der Gerüchte beim neun Spiele in Folge ungeschlagenen Aufsteiger: Markus Anfang. Wie der Kölner „Express“ berichtete, soll Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Köln über Vizepräsident Toni Schumacher und Geschäftsführer Alexander Wehrle bereits Kontakt zum Cheftrainer der Störche als Nachfolger für den 51-jährigen Peter Stöger aufgenommen haben. Geplant sei der Trainer-Transfer für die Winterpause. Erste Meldungen, Stöger habe nach dem 2:2 „auf Schalke“ am Sonnabendabend in der Kabine seinen Abschied verkündet, dementierte der Österreicher gegenüber dem „Kicker“.

Anzeige

Laut übereinstimmenden Medienberichten sollen die Kölner bei einem Stöger-Aus mit Nachwuchscoach Stefan Ruthenbeck (Zweitligaerfahrung in Aalen und Fürth) planen, ehe der gebürtige Kölner Anfang, dessen Frau und zwei Töchter in der Domstadt leben, nach der Winterpause den Neu-Start einleitet. Für den ausgeschiedenen Jörg Schmadtke ist Ex-HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer im Gespräch.

Stöger-Nachfolge: Diese Trainer könnten den 1. FC Köln übernehmen

Peter Stöger verabschiedet sich nach dem Spiel gegen Schalke von den Kölner Fans. Seit über 1600 Tagen war der Österreicher beim 1. FC Köln im Amt. Wer wird sein Nachfolger? Der <b>SPORT</b>BUZZER listet mögliche Kandidaten auf. Zur Galerie
Peter Stöger verabschiedet sich nach dem Spiel gegen Schalke von den Kölner Fans. Seit über 1600 Tagen war der Österreicher beim 1. FC Köln im Amt. Wer wird sein Nachfolger? Der SPORTBUZZER listet mögliche Kandidaten auf. ©

Der 43-jährige Anfang reagierte am Sonnabendnachmittag nach dem 2:2 im Zweitliga-Gipfel gegen Fortuna Düsseldorf gereizt auf die Gerüchte. Nicht er stehe im Vordergrund, sondern der Verein und die Mannschaft. Er müsse nicht auf Spekulationen reagieren. Ein unzweifelhaftes Dementi seinerseits indes blieb aus. Anfangs Vertrag bei den Störchen ist bis zum 30. Juni 2019 datiert.

Anzeige

Becker: "An mich ist niemand herangetreten"

Ralf Becker, als Geschäftsführer Sport bei der KSV Holstein bis zum Freitag sogar selbst auf der Gerüchteliste in Köln, beließ es auf Anfrage bei der in Kiel gängigen Verbal-Praxis: „Mit solchen Spekulationen muss man leben, wenn man eine gute Saison spielt. Aber was für die Spieler oder mich selbst gilt, gilt auch für den Trainer: Dazu sagen wir prinzipiell gar nichts.“ In der Sky-Sendung "Wontorra" konkretisierte er am Sonntag auf Nachfrage: "An mich ist niemand herangetreten." Und "Wir sind bemüht, die Arbeit mit dem Trainer noch lange fortzusetzen."

Das sind die nächsten Gegner für Holstein Kiel:

6. Mai, 15.30 Uhr: bei Fortuna Düsseldorf Zur Galerie
6. Mai, 15.30 Uhr: bei Fortuna Düsseldorf ©

Markus Anfang hat Vertrag bis 2019

Deutlichere Worte fand derweil Holstein-Präsident Steffen Schneekloth: „Wir sind froh, dass Markus Anfang unser Trainer ist. Er leistet hervorragende Arbeit und hat hier einen laufenden Vertrag bis 30. Juni 2019. Ich gehe fest davon aus, dass er sich trotz aller Störfeuer auf seine Aufgabe bei Holstein konzentrieren wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er in der jetzigen Situation den von ihm begonnenen Weg mit dieser Mannschaft während der laufenden Saison nicht fortsetzen wird.

Und wenn ein Verantwortlicher irgendeines anderen Vereins meint, unseren Trainer Markus Anfang aus seinem bestehenden Vertragsverhältnis vorzeitig auslösen zu wollen, dann wird das nicht für kleines Geld möglich sein. Bei der derzeitigen Marktlage werden wir unseren Trainer unter zehn Millionen Euro nicht abgeben. Ich habe zudem nicht gehört, dass bisher ein anderer Klub Kontakt zur KSV Holstein aufgenommen hat, auch Markus Anfang ist nicht auf uns zugekommen. Zudem gehe ich als Jurist immer davon aus, dass Verträge Bestand haben und erfüllt werden.“