24. Mai 2018 / 14:53 Uhr

Holstein Kiel: Prominente Stimmen zur Saison 2017/18

Holstein Kiel: Prominente Stimmen zur Saison 2017/18

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wolfgang Schwenke und Daniel Günther - Empfang der der Fußballmannschaft von Holstein Kiel im Landeshaus.
Wolfgang Schwenke und Daniel Günther - Empfang der der Fußballmannschaft von Holstein Kiel im Landeshaus. © Frank Peter
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Der Oberbürgermeister der Stadt Kiel, Ulf Kämpfer, steht applaudierend auf der Tribüne.
Der Oberbürgermeister der Stadt Kiel, Ulf Kämpfer, steht applaudierend auf der Tribüne. © Frank Molter/dpa

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD)

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„Erster Spieltag in der 2. Bundesliga nach 36 Jahren. Im Stadion. Nach 30 Minuten steht es 2:0 für den Gegner. Zuhause! Gegen Sandhausen! Und ich dachte: Wenn das so weitergeht, wird die 2. Liga wohl nur ein kurzes Abenteuer. Aber dann der Kunstfreistoß von Marvin Duksch in der Nachspielzeit zum Ausgleich - für mich eine Schlüsselszene der ganzen Saison. Dann das furios verlorene Auswärtsspiel beim vermeintlichen Aufstiegsfavoriten Union Berlin. Ein Punkt nach zwei Spielen, Platz 11. Dennoch fühlte ich: Diese Mannschaft will und kann viel. Und richtig - wir durften mit der KSV Holstein eine Saison erleben, von der man noch Jahrzehnte später schwärmen wird. Gerader, offensiver Fußball, eine Mannschaft, die sich niemals aufgibt, tolle Stimmung in unserem kleinen, improvisierten und gerade deshalb sympathischen Holstein-Stadion. Nicht nur in Kiel und in Schleswig-Holstein haben “wir” viele neue Fans, in ganz Fußball-Deutschland freut man sich über den Aufsteiger aus dem hohen Norden, der sich anschickt, die Liga zu rocken!"

Der Schleswig-Holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (2.v.l., CDU) steht auf der Tribüne des Holstein-Stadions.
Der Schleswig-Holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (2.v.l., CDU) steht auf der Tribüne des Holstein-Stadions. © Frank Molter/dpa

Daniel Günther, Ministerpräsident

„Das ist ein kometenhafter Aufstieg, den Holstein Kiel da nach dem Aufstieg in die Zweite Bundesliga hingelegt hat. Ich bin von Natur aus ein stets optimistischer Mensch, aber dass diese Mannschaft es tatsächlich packt, in der ersten Saison auf Zweitliganiveau gleich um den Erstligaaufstieg mitzuspielen – einfach Klasse: Das ist eine kleine sportliche Sensation. Ich habe das Team mehrere Male bei Heimspielen erlebt, und ich finde, die Störche haben einen tollen Job gemacht, den ihr vermutlich auch nur wenige Experten zugetraut haben. Den Platz 3 am Saisonende hat sich die Mannschaft mehr als verdient. Die Elf von Trainer Markus Anfang war eines der stärksten Zweitliga-Teams und hat eine Reihe überzeugender Partien abgeliefert. Ich denke da nicht nur an das 6:2 gegen Eintracht Braunschweig zum Saisonabschluss. Die Spielfreude der Mannschaft, die Euphorie des Publikums – das war ansteckend und hat unser gesamtes Land stolz gemacht.“

Bei Bildungsministerin Karin Prien wuchs der Respekt und auch die Spannung von Spiel zu Spiel.
Bei Bildungsministerin Karin Prien wuchs der Respekt und auch die Spannung von Spiel zu Spiel. © Ulf Dahl

Karin Prien, Bildungsministerin

„Man muss kein eingefleischter Fußball-Fan sein, um zu sehen, dass in der ersten Saison der Kieler Störche in der 2. Liga Großartiges passiert ist. Glaubte man nach den ersten siegreichen Spielen vielleicht noch an Fortune und Zufall, vielleicht sogar an schlechte Tage der anderen, hat man schnell gemerkt: Da ist mehr. Ich habe ein geschlossenes Team erlebt , das richtig „heiß“ war. Ich habe Männer erlebt, die ein Ziel und erkennbar Freude an ihrer sportlichen Leistung auf dem Rasen hatten. Mein Respekt und auch die Spannung stiegen von Spiel zu Spiel. Was für eine Leistung von Newcomern in ihrer Liga! Die Mannschaft hat gezeigt, wozu man in der Lage ist, wenn man an sich glaubt und zusammenhält. Mentale Stärke und der Glaube daran, dass man es gemeinsam schaffen kann, auch wenn alle Welt eher Bedenken wälzt, über Trainer, Stadion und die Zukunft redet, hat die entscheidenden Siege gebracht. Bis zum Schluss! Die Störche haben Berge versetzt. Sie haben meinen großen Respekt und sind Vorbild nicht nur auf dem Platz.“

Rune Dahmke wurde zum Fußball-Fan.
Rune Dahmke wurde zum Fußball-Fan. © Sonja Paar

Rune Dahmke, Linksaußen THW Kiel

„Ich war in dieser Saison ein paar Mal im Stadion. Wie die Störche aufgetreten sind, muss man sich wirklich mal vor Augen führen, das hat es in Fußball-Deutschland noch nicht oft gegeben, das war unglaublich attraktiver Fußball. Fan von einer Fußball-Mannschaft bin ich nicht, freue mich aber, dass es jetzt hier bei uns einen Klub gibt, zu dessen Spielen man gehen kann. Besonders gut gefällt mir auch die Kombination aus attraktivem Fußball und Kieler Gemütlichkeit mit dem kleinen Stadion und unglaublich vielen bekannten Gesichtern, die man jedes Mal dort sieht. Dazu noch guter Fußball, dann macht es richtig Spaß!“

SPD Fraktionschef Ralf Stegner lobt die Jugendarbeit von Holstein Kiel.
SPD Fraktionschef Ralf Stegner lobt die Jugendarbeit von Holstein Kiel. © Ulf Dahl

Ralf Stegner, SPD-Landes- und Fraktionschef

„Holstein Kiel schreibt momentan eine Erfolgsgeschichte und das in Zeiten, in denen die vermeidlich kleinen Vereine es schwer haben. Umso erfreulicher ist die erfrischende Art und Weise von Holstein Kiel. Sie zeigt uns, dass Fußball nicht nur eine Sache des Geldes ist, sondern eine Sportart, die von Emotionen, Mentalität und Moral lebt – und das geht eben auch ohne das ganz große Geld. Besonders hervorheben möchte ich die Jugendarbeit von Holstein Kiel, die dort schon seit vielen Jahren betrieben wird. Das ist ein gutes Konzept und trägt Früchte! Holstein Kiel benötigt für die kommenden Schritte, wie den Stadionausbau, auch Unterstützung und Support. Es kann nicht angehen, dass der Verein und die Fans auf Heimspiele ihrer Mannschaft verzichten müssen. Ich erinnere mich noch sehr gut an meine Kindheit und meine ersten Besuche auf dem Betzenberg in der Pfalz – und auch im Stadion meines HSV wird mir immer wieder deutlich: Ein Heimspiel ist und bleibt einfach ein Heimspiel! Ob die Lösung in einem Stufenmodell liegt, wird man sehen müssen, aber klar ist, dass das Land hier Unterstützung anbieten muss. Ich bin auch selbst lange Zeit Fußballer und Schiedsrichter gewesen. Besonders als Schiedsrichter lernt man Furchtlosigkeit und Durchsetzungskraft. Davon kann ich heute noch zehren.“

IHK-Präsident Klaus-Hinrich Vater sieht in Holstein ein weiteres glänzendes Aushängeschild der Stadt Kiel.
IHK-Präsident Klaus-Hinrich Vater sieht in Holstein ein weiteres glänzendes Aushängeschild der Stadt Kiel. © Merle Schaack
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Der Saisonverlauf 2017/18 von Zweitligist Holstein Kiel

1. Spieltag: Holstein Kiel startet mit einem Remis gegen den SV Sandhausen in die Zweitliga-Spielzeit. Sukuta-Pasu (14.) und Klingmann (35.) bringen die Gäste zunächst in Führung, später schlagen die Störche durch Lewerenz (75.) und Ducksch (90+5.) zurück. Zur Galerie
1. Spieltag: Holstein Kiel startet mit einem Remis gegen den SV Sandhausen in die Zweitliga-Spielzeit. Sukuta-Pasu (14.) und Klingmann (35.) bringen die Gäste zunächst in Führung, später schlagen die Störche durch Lewerenz (75.) und Ducksch (90+5.) zurück. ©

Klaus-Hinrich Vater, IHK-Präsident

„Nach einer großartigen Saison 16/17 und dem verdienten Aufstieg in die Zweite Liga hat Holstein Kiel etwas geschafft, was kaum einer zum Saisonauftakt für möglich gehalten hat – Herbstmeisterschaft und Relegation um den Einzug in die Erste Liga. Willensstärke und mitreißende Spielfreude haben zu einer sportlichen Leistung geführt, die größten Respekt und Anerkennung verdient. Mannschaft und Umfeld haben Großes geleistet – herzlichen Glückwunsch! Im Handball und beim Segeln sind wir schon lange Nummer eins, wir haben klar für die Olympischen Spiele votiert, just die Special Olympics ausgetragen und haben mit Holstein ein weiteres glänzendes Aushängeschild. Kiel ist sportlich keine Provinz, sondern eine Hauptstadt! Im Wettbewerb um die Ansiedlung neuer Unternehmen ist dieser Aspekt neben unserer guten Infrastruktur und unseren exzellenten Hochschulen von enormer Bedeutung.“