04. August 2019 / 17:27 Uhr

Holstein Kiel: Störche enttäuschen beim 0:2 in Darmstadt in fast allen Belangen

Holstein Kiel: Störche enttäuschen beim 0:2 in Darmstadt in fast allen Belangen

Andrè Haase
Kieler Nachrichten
Darmstadts Tim Skarke (li.) und Kiels Darko Todorovic kämpfen um den Ball.
Darmstadts Tim Skarke (li.) und Kiels Darko Todorovic kämpfen um den Ball. © Uwe Anspach/dpa
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Holstein Kiels Auswärts-Fluch hält an

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Knapp 400 Schlachtenbummler des Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel machten sich am Sonntag frustriert auf den Heimweg. Mit 0:2 (0:1) hatten ihre enttäuschenden Störche bei Darmstadt 98 trotz deutlichen optischen Übergewichts bei hochsommerlichen Temperaturen am Ende verdient verloren. Der Sorgen bereitende Auswärts-Fluch der Störche hält somit saisonübergreifend an. Der letzte Dreier in der Fremde gelang am 23. Februar beim 3:1 in Bochum.

Voller Inbrunst begannen die Gastgeber das Duell. Zwei Ecken binnen der ersten 100 Sekunden glichen einem Signal mit Wechselwirkung. Denn die Zuschauer machten auf der Baustelle Böllenfalltor Lärm im XXL-Format. Den „Presslufthammer“ gab vor der neuen Stehtribüne in der Anfangsphase 98-Neuzugang Tim Skarke. Der Ex-Heidenheimer übte sich als Phantom, sprintete mehrfach in den Rücken der Kieler Deckung – mehrfach unbeaufsichtigt von Holstein-Rechtsverteidiger Darko Todorovic. Skarkes 20-m-Schuss (7.) entschärfte Dominik Reimann im Nachfassen.

Vier Minuten später indes war auch der KSV-Keeper geschlagen. Erneut düpierte Skarke seinen Kontrahenten Todorovic im 16-m-Raum der Störche – diesmal entscheidend - und schob die Kugel zur 1:0-Halbzeitführung der Südhessen ein.

Fortan frönten die Lilien ihrer Lieblingsbeschäftigung: dem Konterspiel im eigenen Stadion. Bei deutlich über 30 Grad auf dem Rasen wahrlich nicht die schlechteste Strategie. Mit 66:34 Prozent dominierten die Nordlichter somit zur Pause die Ballbesitzstatistik. Doch außer einem 20-m-Schlenzer von Jae-Sung Lee, prächtig pariert von 98-Ersatztorwart Florian Stritzel (Stammkraft Marcel Schuhen fehlte wegen eines am Freitag erlittenen Armbruchs), brachten die Offensivbemühungen der Kieler nichts Produktives.

Es fehlte an Kieler Bewegungsfreude, an den energischen Läufen in die Tiefe, an Kreativität, an Finesse, an Gier. Und spielten sich die Störche mit ihren Klein-klein-Kombinationen gegen den dichten Darmstädter Abwehrverbund doch einmal in die Nähe der gefährlichen Zone, missriet der letzte Pass, die finale Flanke. Auch Fernschüsse glichen einer Rarität.

KSV-Cheftrainer Andre Schubert verharrte ungeachtet der Mängelliste seiner Profis äußerlich nur selten aufgebracht auf seiner Bank. Fabian Holland (23.) und Serdar Dursun (30.) kamen derweil bei schnellen Gegenstößen zu gefährlichen Abschlüssen.

Nach dem Seitenwechsel löste Phil Neumann den indisponierten bosnischen Nationalspieler Todorovic ab. Und der Ex-Ingolstädter führte sich gleich mit einem üblen Fehlpass im Spielaufbau ein, den 98-Routinier Marcel Heller (51.) nach Konter allerdings nicht bestrafte. Auf der Gegenseite setzte Holstein-Kapitän Hauke Wahl (47.) einen Kopfball aufs, aber eben nicht ins Netz.

Und als sich Dominik Schmidt einen Blackout im eigenen Hoheitsbereich geleistet hatte, musste Aleksandar Ignjovski 98-Sturmtank Dursun in höchster Not unfair vom Ball trennten. Den Strafstoß verwandelte der Gefoulte selbst zur 2:0-Vorentscheidung (62.).

Immer drückender wurde in der Folge die optische Überlegenheit der Kieler. Doch „Jojo“ van den Bergh (74.) vergab auch die beste Chance der Störche an diesem missratenen Nachmittag. 14:4 Ecken – lediglich in dieser Wertung lagen die Kieler am Ende vorne.

Darmstadt 98: Stritzel – Herrmann, Dumic, Höhn, Holland – Palsson, Stark – Heller (77. Egbo), Mehlem (82. Wittek), Skarke (62. Honsak) – Dursun.

Holstein Kiel: Reimann – Todorovic (46. Neumann), Schmidt (70. Atanga), Wahl, van den Bergh – Ignjovski – Mühling, Meffert – Lee – Iyoha, Serra (70. Baku).

Schiedsrichter: Arne Aarnink (Nordhorn) – Tore: 1:0 Skarke (11.), 2:0 Dursun (64./Foulelfmeter) – Zuschauer: 13.065 – Gelbe Karten: -/Neumann.

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Dominik Reimann: Note 3 – Kaum geprüft, dann bis auf eine kleine Ausnahme sicher. ©
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