21. September 2018 / 08:35 Uhr

Holstein Kiel: Störche streben gegen Bochum Wiedergutmachung an

Holstein Kiel: Störche streben gegen Bochum Wiedergutmachung an

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Enttäuschte Gesichter bei Benjamin Girth, Johannes van den Bergh und Jae-sung Lee nach der 1:4-Pleite in Fürth.
Enttäuschte Gesichter bei Benjamin Girth, Johannes van den Bergh und Jae-sung Lee nach der 1:4-Pleite in Fürth. © Armin Weigel/dpa
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Wenn es für die KSV Holstein am Sonnabend (13 Uhr) im Heimspiel gegen den VfL Bochum in die Mission Wiedergutmachung für die 1:4-Pleite in Fürth geht, können zwei Störche definitiv nicht mithelfen: U 21-Nationalspieler Aaron Seydel laboriert weiter an einer Fersenreizung und wird den Kielern ebenso fehlen wie Flügelflitzer Steven Lewerenz. Der 27-Jährige plagt sich seit Wochenstart mit Rückenproblemen.

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Personell ist die KSV dennoch gut aufgestellt. Innenverteidiger Dominik Schmidt ist nach Erkältung wieder im Vollbesitz seiner Kräfte, auch Masaya Okugawa trainierte am Donnerstag wieder, nachdem er am Dienstag im Duell mit Schmidt einen Schlag auf den Unterschenkel bekommen hatte und das Training abbrechen musste. Hinter dem Einsatz von Stürmer Benjamin Girth (muskuläre Probleme in der Wade) steht zwar noch ein Fragezeichen, Mittelfeldspieler Jonas Meffert meldete sich indes wie Mathias Honsak, der am Mittwoch pausierte, auf dem Trainingsplatz zurück und steht für die Aufgabe gegen einen starken VfL bereit, der im Gegensatz zu Holstein mit der Empfehlung eines klaren Erfolges (6:0 gegen den FC Ingolstadt) an die Förde reist.

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„Für mich spielt es keine Rolle, ob wir zuletzt gewonnen oder verloren haben“, sagte Meffert am Donnerstag. „Wir haben das aufgearbeitet, uns Szenen vom VfL angeguckt und wissen, was auf uns zukommt.“ Der defensive Mittelfeldspieler kündigte nach seiner zweitägigen Zwangspause an, er werde „wieder Gas geben“ und ist zuversichtlich für das im Heimbereich ausverkaufte Heimspiel gegen Bochum. „Wir wissen, dass wir gut spielen müssen. Der Trainer hat uns gut vorbereitet, und wir haben etwas wiedergutzumachen.

Stimmt ab! Wie schlagen sich die Störche gegen Bochum?


Chefcoach Tim Walter bemühte ausdrücklich das Phrasenschwein, sagte grinsend, „man kennt das ja, lieber einmal 1:4 als viermal 0:1“, und ergänzte: „Nein, im Ernst: Die Niederlage war nicht so deutlich wie das Ergebnis, wir haben den Gegner durch individuelle Fehler eingeladen. Aber im Ansatz, in der Spieleröffnung und dem Übergangsspiel haben wir uns weiterentwickelt.“ Die Forderungen für den Störche-Auftritt gegen den VfL sind dennoch klar: „Wichtig ist, dass wir Konsequenz an den Tag legen, mit jeder Faser wollen und dass das Zweikampfverhalten da ist“, erklärte Walter, der in dieser Trainingswoche auf dem Platz genau hier den Schwerpunkt setzte. „Ich will sehen, dass jeder den Ball haben will, dass die unbedingte Bereitschaft da ist. Herz, Leidenschaft und die Einstellung spielen die entscheidende Rolle.“

Dazu gehört auch, Fehler zu vermeiden oder im Fall des Falles zu korrigieren. „Wir versuchen immer, füreinander da zu sein, zu unterstützen und Dinge auszubügeln“, sagte Meffert. „Wenn jemand mal nicht gut ins Spiel reinkommt, müssen die anderen helfen. Aber all das hat gegen Fürth nicht gut geklappt.“ Vom VfL erwarten die Kieler Protagonisten ein etwas anderes Auftreten als von der Spielvereinigung am vergangenen Sonnabend. „Bochum wird versuchen mitzuspielen und uns mit extrem viel Tempo angreifen“, sagte Walter. „Sie haben große offensive Qualität, vor allem im letzten Drittel – aber sie sind auch hinten anfällig, wir werden unsere Räume bekommen.“

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Die Trainer-Laufbahn von Helmuth Johannsen begann 1950 beim damaligen Oberligisten Bremerhaven 93. Im Anschluss daran trainierte er Holstein Kiel von 1954 bis 1961. Dann verließ Johannsen die Störche und wechselte zum 1. FC Saarbrücken. Nachhaltig prägte Johannsen auch Eintracht Braunschweig (1963-1970), wo er mit der Deutschen Meisterschaft 1967 seinen größten Erfolg feiern konnte. Weitere Stationen seiner Karriere waren Tennis Borussia Berlin, der Grasshopper Club Zürich und der VfL Bochum. ©

Diese Räume könnte dann auch Jae-Sung Lee nutzen. Der Koreaner saß in Fürth nach seiner Länderspielreise zunächst auf der Bank, kam nach knapp einer Stunde für Steven Lewerenz und könnte nun dessen Platz in der Startelf einnehmen. Ausfälle, Fragezeichen, Rotationen spielen für KSV-Coach Tim Walter in der Endabrechnung aber nur eine untergeordnete Rolle. „Ich vertraue jedem meiner Spieler.“