21. September 2021 / 13:29 Uhr

Nach Werner-Rücktritt auch Kohfeldt im Gespräch: So läuft die Trainer-Suche bei Holstein Kiel

Nach Werner-Rücktritt auch Kohfeldt im Gespräch: So läuft die Trainer-Suche bei Holstein Kiel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach dem Rücktritt von Ole Werner bei Holstein Kiel ist auch Ex-Werder-Trainer Florian Kohfeldt ein Kandidat für den freien Posten. 
Nach dem Rücktritt von Ole Werner bei Holstein Kiel ist auch Ex-Werder-Trainer Florian Kohfeldt ein Kandidat für den freien Posten.  © IMAGO/Comsport
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Holstein Kiel wird bei der Suche nach einem Nachfolger für den zurückgetretenen Trainer Ole Werner keinen Schnellschuss abfeuern. Sportchef Uwe Stöver erklärt den Plan für die kommenden Tage. Erste Namen werden im Umfeld des Klubs bereits gehandelt - darunter auch der ehemalige Werder-Coach Florian Kohfeldt.

Nach dem überraschenden Rücktritt von Cheftrainer Ole Werner will sich Zweitligist Holstein Kiel bei der Suche nach einem Nachfolger Zeit lassen. "Wir haben uns keine Deadline gesetzt", sagte Sportchef Uwe Stöver am Dienstag beim ersten Training ohne Werner: "Es gibt noch keine Gespräche mit einem potenziellen Nachfolger." Laut Stöver wird der bisherige Co-Trainer Dirk Bremser am Samstag im Spiel beim Tabellenführer SC Paderborn "zu 99 Prozent" verantwortlich für die Mannschaft sein. Der 55-Jährige besitzt allerdings keine Fußballlehrer-Lizenz und kann nur eine begrenzte Zeit als Cheftrainer agieren. Die Kieler stehen nach sieben Spieltagen mit fünf Punkten nur an 15. Stelle.

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Als Werner-Nachfolger wurden am Dienstag bereits erste und zum Teil durchaus prominente Namen gehandelt. Nach Angaben der Kieler Nachrichten zählt unter anderem der ehemalige Werder-Trainer Florian Kohfeldt zum Kandidaten-Kreis. Zudem nannte die Zeitung Markus Kauczinski (vereinslos, zuletzt Dynamo Dresden), Uwe Koschinat (1. FC Saarbrücken), Dirk Schuster (vereinslos, zuletzt Erzgebirge Aue) und Guerino Capretti (SC Verl) als mögliche neue Holstein-Trainer.

Der Verein hatte am Montagabend den freiwilligen Abschied von Werner bekannt gegeben. "Die nach der turbulenten und anspruchsvollen letzten Saison vereinbarten neuen Reize haben leider bis zum heutigen Tag nicht den erhofften, nachhaltigen Effekt gehabt", war der 33-Jährige in der Mitteilung zitiert worden. Die Holstein-Führung und Stöver hatten noch vergeblich versucht, ihn umzustimmen. "Wir sind nicht seiner Meinung gewesen, dass die Mannschaft neue Impulse braucht", sagte der Sportchef. Der Klub wollte seit längerem mit Werner den zum Saisonende auslaufenden Vertrag verlängern.

Der in Preetz bei Kiel geborene Werner hatte vor etwas mehr als zwei Jahren die Mannschaft übernommen. In der vergangenen Saison hatte der jüngste Trainer im deutschen Profi-Fußball die Kieler in die Aufstiegs-Relegation geführt, in der sie am 1. FC Köln scheiterten. Zudem erreichten sie das DFB-Pokal-Halbfinale und hatten auf dem Weg dahin auch Rekordmeister Bayern München bezwungen.