03. Juli 2018 / 11:40 Uhr

Holstein Kiel: TSV Büsum entschuldigt sich nach den rassistischen Rufen

Holstein Kiel: TSV Büsum entschuldigt sich nach den rassistischen Rufen

Redaktion Sportbuzzer
Kingsley Schindler wurde beim Tstspiel gegen den TSV Büsum von einem Zuschauer als „Affe“ bezeichnet.
Kingsley Schindler wurde beim Tstspiel gegen den TSV Büsum von einem Zuschauer als „Affe“ bezeichnet. © Uwe Paesler
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Nach einer rassistischen Beleidigung gegen Holsteins Rechtsaußen Kingsley Schindler während des Testpiels bei Verbandsligist TSV Büsum (10:0) teilten die Gastgeber nun öffentlich ihr Bedauern mit.

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Stellungnahme des TSV Büsum

In der vergangenen Woche war die Bundesligamannschaft von Holstein Kiel im Rahmen eines viertägigen Trainingslagers zu Gast in Büsum. Die Profis fanden dabei erstklassige Bedingungen im Nordseeheilbad vor: Der TSV Büsum sorgte für ideale Trainingsbedingungen in seinem Stadion am Rosengrund und das Hotel Küstenperle für exzellente Unterbringung und Service. Den Abschluss des Trainingslagers und damit Höhepunkt der Woche bildete dann das Testspiel der Störche gegen den TSV Büsum vor großertiger Kulisse von rund 1500 Zuschauern – ein tolles Fußballfest für unsere Fans und Gäste!

Leider kam es im Verlauf des Fußballspiels zu einem bedauerlichen Vorfall, als der Kieler Spieler Kingsley Schindler nach einem Elfmeter von einem Zuschauer aus dem Büsumer Fanblock als „Affe“ bezeichnet wurde. Der TSV Büsum distanziert sich in aller Form von dieser schwerwiegenden Beleidigung, weil sie nicht nur gegen die Werte des Vereins verstößt, sondern sich auch gegen Respekt, Toleranz und Vielfalt im Sport richtet. Jede Art von Diskriminierung, die auch nur in die Nähe von Rassismus führt, wird von uns als Verein auf das Schärfste verurteilt und sanktioniert.

Noch in der Halbzeitpause suchten daher unsere Spieler, Verantwortliche des TSV und Fans Kingsley Schindler auf und entschuldigten sich bei ihm und den Offiziellen von Holstein Kiel. Direkt nach dem Schlusspfiff haben wir uns nochmals in aller Form bei den Störchen entschuldigt und Kingsley Schindler die Hand gereicht. Beim anschließenden gemeinsamen Abendessen der beiden Mannschaften bestätigte Kingsley Schindler uns gegenüber nochmals, dass die Entschuldigung angenommen habe und die Sache für ihn damit erledigt sei.

Bereits am Abend nach dem Spiel hat sich der betreffende Fußballfan bei den Verantwortlichen des TSV Büsum gemeldet und sich in aller Form für sein Fehlverhalten entschuldigt. Er bedauert seine Äußerung zutiefst und es ist ihm ein wichtiges Anliegen, sich mit einem persönlichen Brief direkt an Kingsley Schindler zu wenden und ihn darin um Verzeihung zu bitten. Unabhängig davon wird der Vorstand des TSV Büsum noch über weitere vereinsinterne Konsequenzen entscheiden.

Bei aller Enttäuschung über den Vorfall im Stadion ist es uns dennoch wichtig, zu betonen, dass die Freundschaft und Partnerschaft zwischen dem TSV Büsum und Holstein Kiel in keiner Weise beeinträchtigt ist. Im Gegenteil: Die Störche zeigten sich hochzufrieden über die perfekte Organisation, die hervorragenden Rahmenbedingungen beim Trainingslager und das große Fußballfest, das der TSV Büsum seinen Gästen aus Kiel bot. So war Wolfgang Schwenke, Kaufmännischer Geschäftsführer der KSV Holstein, nach Beendigung des Trainingslagers voll des Lobes gegenüber dem Gastgeber : „Das Hotel war wirklich eine Perle, das ganze Drumherum einfach toll – das ruft alles nach Wiederholung“.

Reinhard Müller 1. Vorsitzender TSV Büsum

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