30. Juli 2018 / 19:14 Uhr

Holstein Kiel verbietet Hobby-Mannschaft "Holstein Kielos" den Namen

Holstein Kiel verbietet Hobby-Mannschaft "Holstein Kielos" den Namen

Karina Dreyer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Holstein Kielos dürfen nicht mehr so ähnlich wie der Bundesliga-Zweitligist heißen.
Die "Holstein Kielos" dürfen nicht mehr so ähnlich wie der Bundesliga-Zweitligist heißen. © Karina Dreyer
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Streit um eine Hobby-Mannschaft in Kiel: Das neugegründete Team, in dem nur Adipöse mitmachen dürfen, wollte sich "Holstein Kielos" nennen - doch der fast gleichnamige Profi-Klub aus der zweiten Liga hat etwas dagegen.

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Die Projektidee ist ein Riesenerfolg, die Namensidee war ebenfalls wunderbar. Doch Holstein Kiel spielt nicht mit. Die frisch gegründete Fußballgruppe im Kieler Stadtteil Hammer, in der nur Adipöse mitmachen dürfen, darf sich nicht „Holstein Kielos“ nennen. Der Verein Holstein Kiel hat eine entsprechende Anfrage abgelehnt. „Die Namensähnlichkeit ist schon grundsätzlich zu groß, zudem haben wir eine Traditionsmannschaft, die möglicherweise mit „Holstein Kielos“ in Verbindung gebracht werden könnte“, begründet Pressesprecher Wolf Paarmann das Nein.

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Oliver Kraus hat Anfang Juli die Fußballgruppe als „Holstein Kielos“ gegründet, um gemeinsam mit anderen Übergewichtigen mit Spaß am Spiel abzunehmen. Kaum hatte der 1,88 Meter große und 150 Kilo schwere Mann die Gruppe ins Leben gerufen, meldeten sich gleich zwölf Gleichgesinnte an, um zwei Mal die Woche den Pfunden spielerisch den Kampf anzusagen.

Kiel-Pressesprecher: Warum nicht "Hammer Kielos"?

Einen dauerhaften Platz fand die Gruppe beim SV Hammer, der „uns super unterstützt und uns nun auch die Leibchen besorgt“, freut sich Kraus.

Um sicher zu gehen, dass der Name „Holstein Kielos“ wegen der Ähnlichkeit zum Verein Holstein Kiel keine rechtlichen Probleme bereitet, wurde der Verein gefragt. Doch statt Unterstützung für die Idee gab es die Antwort, dass eine solche Namensgebung nicht im Sinne des Vereins sei.

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„Außerdem betreuen wir in Kooperation mit der Uni seit einigen Jahren tatsächlich Übergewichtige, die sich auch nach Abschluss des Lehrgangs zum Kicken treffen. Auch für dieses Fanprojekt könnten so schnell Unklarheiten entstehen“, schrieb Paarmann. „Deshalb möchte ich Sie im Namen der KSV Holstein bitten, einen anderen Namen zu wählen.“ Auch einen konkreten eigenen Vorschlag schickte Paarmann gleich mit. „Warum nicht ,Hammer Kielos'?“

"Hätten uns lieber unterstützen sollen"

Damit traf er nicht ganz den Geschmack der neuen Sportgruppe, die sich inzwischen auf den Namen „Kielo Kickers“ als Alternative verständigt hat. Die ablehnende Reaktion von Holstein hatte Oliver Kraus zwar erwartet. Dennoch bedauern er und die anderen Freizeitsportler diese Entscheidung.

„Der Name Holstein Kielos hat mich erst bewegt, hier mitzumachen“, sagt beispielsweise Björn Boddé, der gleich von der Idee begeistert gewesen war, mit Leuten, die „ein gleich schweres Handicap haben, ein Team zu bilden“. Dass sie nun den Namen ändern mussten, ärgert ihn. „Als renommierter Verein hätten die uns lieber unterstützen sollen, als uns in den Hintern zu treten“, findet er.


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