06. August 2019 / 21:07 Uhr

Holstein Kiel: Wann kreist das Kieler Kader-Karussell?

Holstein Kiel: Wann kreist das Kieler Kader-Karussell?

Marco Nehmer
Kieler Nachrichten
Wer kommt noch? - wer geht noch bei Holstein Kiel?
Wer kommt noch? - wer geht noch bei Holstein Kiel? © Paesler /Repro Haase
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Bei Zu- und Abgängen könnte sich in den nächsten Tagen etwas tun – Gerüchte um Vize-Kapitän Schmidt

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Es muss etwas passieren. Und es wird etwas passieren bei Holstein Kiel. Der Fußball-Zweitligist steht nach gerade einmal 180 absolvierten Pflichtspiel-Minuten schon unter Druck, muss sich nach der 0:2-Niederlage bei Darmstadt 98 auf allen Ebenen verbessern. Eine Spielidee ist nur schemenhaft zu erkennen. Und auch personell gibt es noch Optimierungsbedarf. Es ist kein Geheimnis, dass die KSV noch zwei bis drei Spieler holen will.

Am Wochenende bekamen die Spekulationen um Neuzugänge wieder Nahrung – allerdings ohne echten Nährwert. Die „Bild“ berichtete von einer Anfrage der Störche bei Eintracht Frankfurt wegen Marc Stendera. Nach Informationen unserer Zeitung hat die KSV den Mittelfeldspieler in der Tat im Training beobachten lassen, wegen dessen Verletzungsanfälligkeit aber vorerst Abstand von einer Verpflichtung genommen. Stendera, 23 Jahre alt, zweifellos talentiert, aber enorm vom Verletzungspech verfolgt, kam in den vergangenen drei Jahren nur auf 609 Einsatzminuten in der Bundesliga. Spielpraxis sieht anders aus.

Trotzdem könnte zeitnah noch etwas im zentralen Mittelfeld passieren, auch im gegen Darmstadt völlig harmlosen Sturmzentrum. Und: Die Nachverpflichtung eines Innenverteidigers soll bei den Störchen diskutiert werden. Zu anfällig wirkte das Defensivzentrum gegen die Lilien. Vor allem Vize-Kapitän Dominik Schmidt machte mehrmals keine gute Figur. Nicht auszuschließen, dass er schon bald auf der Bank landet – oder sogar noch wechselt. Das Portal „liga.zwei.de“ berichtet vom angeblichen Interesse des Nordrivalen FC St. Pauli am 32 Jahre alten Routinier. Die Hamburger haben in der Innenverteidigung dringenden Handlungsbedarf, nachdem sich Abwehrchef Christopher Avevor schwer verletzt hat.

Fakt ist, dass Schmidt nur noch Vertrag bis zum Saisonende hat. Nicht auszuschließen, dass Sportdirektor Fabian Wohlgemuth bei einem angemessenen Angebot ins Grübeln kommt. Auf Nachfrage sagte Wohlgemuth gestern lediglich: „Uns ist zu diesem Thema nichts bekannt. Deshalb werden wir das nicht kommentieren.“

Anders sieht es da bei einem möglichen Abgang von Jae-Sung Lee aus, der Anfang der Woche von belgischen Medien mit Standard Lüttich in Verbindung gebracht worden war. Tenor hier von Vereinsseite: keine Chance für den Europa-League-Teilnehmer. Nur eine höhere Ablöse im Millionenbereich dürfte Holstein wohl am Ende umstimmen.

Aber auch ohne weitere Millioneneinnahmen wäre noch Geld da, um selbst nachzulegen. Klar ist, dass sich durch die Transferbewegungen der letzten Tage einige Möglichkeiten ergeben haben, die vorher noch nicht absehbar schienen. Ein Beispiel: Durch den Transfer von Dodi Lukebakio zu Hertha BSC sind dort Pascal Köpke und Alexander Esswein endgültig ohne Perspektive – sie wären interessante Optionen für die Sturmreihe, werden derzeit aber beide auch mit Dynamo Dresden in Verbindung gebracht.

Seit Dienstag kursiert zudem der Name Roy Beerens im Zusammenhang mit den Störchen. Beerens spielte zwischen 2014 und 2016 bei der Hertha und läuft seit Januar 2018 in seiner Heimat Niederlande für Vitesse Arnheim auf. Ein Transfer des 31-Jährigen Flügelspielers dürfte aber unwahrscheinlich sein, da Holstein auf dessen Position weniger Bedarf hat. Der Schuh drückt woanders. Und er drückt ziemlich. Nicht nur, aber auch beim Kader.

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