11. April 2019 / 17:02 Uhr

Holstein Kiel: Zahlt Kinsombi selbst für HSV-Wechsel?

Holstein Kiel: Zahlt Kinsombi selbst für HSV-Wechsel?

Niklas Schomburg
Kieler Nachrichten
Hat sich David Kinsombi falsch verhalten?
Hat sich David Kinsombi falsch verhalten? © KN
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Zweite Liga: 300000 Euro stehen im Raum - ist das Verfahren illegal?

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Bezahlt Holsteins Kapitän David Kinsombi selbst 300000 Euro, um im Sommer zum Hamburger SV wechseln zu können? Der „Kicker“ berichtet, der 23-Jährige übernehme zehn Prozent der Ablösesumme an seinem eigenen Transfer und zudem auf Gehalt verzichten, um ab Juli für den HSV aufzulaufen.

Dem Magazin zufolge habe sich Kinsombi zudem bereits im Januar für den HSV entschieden, als dessen Trainer Hannes Wolf den wegen seines Schienbeinbruchs frisch operierten Mittelfeldspieler im Krankenhaus besuchte, um ihn von einem Wechsel zu überzeugen. Ein solches Gespräch verstieße gegen Paragraph 5 der „Lizenzordnung Spieler“ der DFL, nach dem Vereine den Klub eines Spielers, der noch länger als sechs Monate gebunden ist, schriftlich informieren müssen, bevor sie mit ihm Gespräche über einen Vereinswechsel aufnehmen – eine Regel, die im Geschäft Profifußball allerdings häufig gedehnt bis umgangen wird. Laut „Kicker“ soll Kinsombi danach alle anderen Angebote, auch deutlich lukrativere, abgelehnt haben. Medienberichten zufolge hatten unter anderem Red Bull Salzburg und der 1. FC Köln Interesse.

"Wir werden keinen Kommentar abgeben"

Kinsombi selbst wollte sich dazu nicht äußern. Holsteins Sportchef Fabian Wohlgemuth erklärte: „Mein Zuständigkeitsbereich erstreckt sich auf die KSV. Wir werden deshalb zu angeblichen Verfahrensweisen bei der Realisierung von Transfers in anderen Vereinen keinen Kommentar abgeben.“ Laut Wohlgemuth erfuhr die KSV aus der Presse von der angeblichen Beteiligung Kinsombis an der Ablösesumme. Grundsätzlich gelte: „Wir haben Stillschweigen zur vertraglichen Regelung dieses Transfers vereinbart, und daran halten wir uns auch.“

Dass sich Spieler finanziell an ihrem Wechsel beteiligen, ist dabei nicht neu. Prominentester Fall ist Neymars Rekordtransfer nach Paris. Der Brasilianer soll die fälligen 222 Millionen Euro selbst an den FC Barcelona gezahlt haben – nachdem er einen Deal mit Katar abgeschlossen hatte, der ihm als WM-Botschafter 300 Millionen Euro einbringt. Es erscheint unwahrscheinlich, dass David Kinsombi tatsächlich 300000 Euro bezahlt. Denkbar ist eine rein bilanzielle Beteiligung, die durch Gehalts- oder andere Zahlungen ausgeglichen wird. Sicher ist wohl nur eins: Die Verkündung des Transfers war nicht das letzte Kapitel dieser Geschichte.

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