20. Dezember 2018 / 11:19 Uhr

Holstein Kiel: „Zeigen, dass hier nichts zu holen ist“, Alexander Mühling über den HSV

Holstein Kiel: „Zeigen, dass hier nichts zu holen ist“, Alexander Mühling über den HSV

Marco Nehmer
Augen zu und durch: Alexander Mühling (Mitte) beim Zweitliga-Auftakt beim Hamburger SV. Das 3:0 war eine Sensation. Gibt es am Sonntag die Wiederholung
Augen zu und durch: Alexander Mühling (Mitte) beim Zweitliga-Auftakt beim Hamburger SV. Das 3:0 war eine Sensation. Gibt es am Sonntag die Wiederholung © imago/MIS
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Zweite Liga : Alexander Mühling, Teil der Unverzichtbaren bei den Störchen, will den HSV-Coup wiederholen

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Sieben Treffer und vier Vorlagen in Liga und Pokal nach einer halben Saison klingen nach der Ausbeute eines Angreifers. Doch Alexander Mühlings Revier ist das zentrale Mittelfeld. Wer hat denn da Zielwasser in die Förde gekippt? „So genau kann ich es mir gar nicht erklären“, sagt Mühling lachend. „Ich komme nicht häufiger vors Tor, komme pro Spiel zu maximal ein, zwei Chancen – und nun ist häufiger mal einer drin.“ Mühling trifft ins Schwarze.

Auf der Erfolgswelle reiten

Und mit ihm die KSV: Holstein Kiels Hinrunde war ein Erfolg. „Gerade mit der Serie im Rücken haben wir noch einmal einen richtigen Schritt gemacht“, sagt Mühling über die erst gegen Arminia Bielefeld (1:2) gebrochene Welle des Erfolgs, die die KSV bis auf Platz fünf der Zweiten Liga gespült hat. Ein mehr als vorzeigbares Halbjahres-Zeugnis. Und Mühling ist so etwas wie der Musterschüler. Der gebürtige Oberhausener, seit 2016 im Storchennest, hat alle 17 Spiele über die volle Distanz absolviert. Neben Kenneth Kronholm und Hauke Wahl ist Mühling der Holstein-Dauerläufer, war jede Minute dabei. Laufstark, passsicher, ideenreich.

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Und in einer Rolle, in der er sich wohl fühlt. „Wir sind mit einer anderen Formation in die Saison gestartet. Jetzt ist meine Position optimal für mich“, sagt Mühling und beschreibt die Vorzüge seines Arbeitsplatzes: „Ich kann mich im Zentrum zeigen, auf den Flügel ausweichen. Ich bin defensiv und offensiv eingebunden. Ich glaube, das liegt mir. Ich bin breit aufgestellt.“ Mühling, der Unverzichtbare. Ein wichtiges Teil im strategischen Puzzle seines Trainers Tim Walter, dessen Handschrift mittlerweile gut lesbar ist. In Form von Ergebnissen, von teils spektakulären Auftritten.

In Erinnerungen schwelgen

Zu den Höhepunkten der Hinserie zählt dabei das ultimative Frühwerk: der 3:0-Sieg in Hamburg. Vor dem Auftakt der Rückserie gegen den HSV (So., 13.30 Uhr) blickt Alexander Mühling zurück auf ein denkwürdiges Spiel: „Nicht nur wir Spieler waren ein bisschen überrascht, dass es so gut gelaufen ist. Es ist nicht so, dass wir keinen Mut, keine Überzeugung gehabt hätten. Aber dass wir so überzeugen, damit hatte keiner gerechnet.“ Die Erinnerungen ans Fest im Volkspark stimmen Mühling optimistisch. Aber: „Die Situation ist eine andere.“

Die Zweitligepartie von Holstein Kiel gegen Arminia Bielefeld in Bildern:

Kingsley Schindler und Julian Börner im Kopfballduell. Zur Galerie
Kingsley Schindler und Julian Börner im Kopfballduell. ©
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Neue Situation, neue Maßnahmen

Die Hamburger kommen als Spitzenreiter ins Holstein-Stadion, haben sich und ihre Spielweise stabilisiert. Nicht immer spektakulär, aber meistens erfolgreich. „Der HSV hat sich angepasst, seine Favoritenrolle erfüllt. Sie kommen mit viel Selbstvertrauen, das wird ein schwieriges Spiel. Wir müssen von Anfang an in die Zweikämpfe kommen, zeigen, dass hier nichts zu holen ist“, sagt Mühling. Gegen die Arminia hat die KSV genau diese Mentalität vermissen lassen. Ist das Spiel aufgearbeitet? „Wir wissen, woran es gegen Bielefeld gelegen hat. Wir haben gegen den Ball zu wenig gearbeitet, das wollen wir gegen den HSV besser machen.“

Um es sich zu beweisen. Und das phänomenale Erfolgsjahr 2018 gebührend zu Ende zu bringen. „Es ist immer schöner, sich mit einem Sieg oder zumindest einem guten Spiel zu verabschieden. Für die Fans wäre es besonders, wenn wir das Spiel gewinnen würden“, sagt Mühling, der danach mit seiner Mannschaft in den Weihnachtsurlaub geht. Durchatmen, innehalten. Und dann: wieder Vollgas geben. Denn auch 2019 hat Holstein etwas vor. „Wir wollen uns als Mannschaft weiter festigen, möglichst viele Spiele gewinnen“, sagt Mühling. „Wo wir dann landen, wird man sehen – je weiter oben, desto schöner.“ Ein Sieg gegen den HSV wäre die perfekte Starthilfe. Vielleicht sogar mit einem Mühling-Tor? Er weiß, dass er es kann.

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