15. Juli 2020 / 20:00 Uhr

Holstein Kiels Coach Ole Werner: „Das Gerüst steht bereits“

Holstein Kiels Coach Ole Werner: „Das Gerüst steht bereits“

Andreas Geidel
Kiels Trainer Ole Werner stand dem KN-Sportbuzzer Rede und Antwort.
Kiels Trainer Ole Werner stand dem KN-Sportbuzzer Rede und Antwort. © Daniel Bockwoldt/dpa
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Interview mit dem 32-jährigen Cheftrainer der Kieler Störche

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Ab Montag ist für Ole Werner die stressfreie Fußball-Zeit beendet. Dann beginnen für den Chefcoach des Zweitligisten Holstein Kiel die Abschlussprüfungen im Rahmen seines Lehrgangs zur Fußballlehrer-Lizenz in Hennef. Doch der 32-Jährige blickt im Interview mit dem KN-Sportbuzzer darüber hinaus bereits auf die kommende Saison.

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KN-Sportbuzzer: Wie verbringt der Cheftrainer der KSV Holstein seinen ersten Urlaub nach der Hüft-OP 2019 und dem Beginn des Trainer-Lehrgangs 2019?

Ole Werner: Die letzten zwei Jahre kannte ich so etwas wie eine Sommerpause tatsächlich nicht. Zur Überraschung meiner Freundin wusste ich aber trotzdem noch auf Anhieb, wo die Badehose liegt. Ich nutze die Pause jetzt, um mit denjenigen Zeit zu verbringen, für die während der Saison leider oft zu wenig Zeit bleibt. Familie, Freundin, Freunde. Das ist für mich die beste Erholung. Das alles am Wasser, ein Glas Wein und ein paar gute Geschichten, mehr brauchts's nicht.

Ab welchem Datum beginnen die Abschlussprüfungen Ihres Fußballlehrer-Lehrgangs? Gibt es Präsenzpflichten in Hennef oder läuft das meiste online bzw. per Videokonferenz?

Die Abschlussprüfungen finden in den letzten beiden Juli-Wochen an jeweils drei Tagen in Hennef statt. Ich freue mich einerseits, die Lehrgangskollegen mal wieder zu sehen, bin andererseits aber auch sehr froh, dass die intensive Zeit und das Leben auf der A1 dann für mich ein Ende hat.

Diese Spieler haben Holstein Kiel in der Vergangenheit geprägt:

Dmitrijus Guscinas spielte zwar auch in Paderborn, Osnabrück, Koblenz und an der Seite von Mario Gomez bei VfB Stuttgart II, aber den nachhaltigsten Eindruck hat der Stürmer bei Holstein Kiel hinterlassen. Während seiner zwei Aufenthalte in Kiel (1999-2003 und 2007-2010) erzielte Guscinas 85 Tore in 210 Spielen. Zur Galerie
Dmitrijus Guscinas spielte zwar auch in Paderborn, Osnabrück, Koblenz und an der Seite von Mario Gomez bei VfB Stuttgart II, aber den nachhaltigsten Eindruck hat der Stürmer bei Holstein Kiel hinterlassen. Während seiner zwei Aufenthalte in Kiel (1999-2003 und 2007-2010) erzielte Guscinas 85 Tore in 210 Spielen. ©

Sind Sie mit dem derzeitigen Personalstand zufrieden? Wo sehen Sie noch etwaige Baustellen im Holstein-Aufgebot?

Für den frühen Zeitpunkt bin ich zufrieden, weil bereits ein Gerüst steht. Dennoch müssen wir die Gesamtqualität im Kader weiter erhöhen, um den nächsten Schritt in unserer Entwicklung zu machen. Das wird eine große Herausforderung. Es geht darum, Spieler zu halten und dazu zu gewinnen, die nicht nur die nötige Qualität mitbringen, sondern auch genau zu unserer Spielidee und in unsere Kabine passen. Mit allen Neuzugängen (bislang Ahmet Arslan, Thomas Dähne, Simon Lorenz, Niklas Hauptmann und Marco Komenda/die Red.) haben wir uns lange beschäftigt und sind überzeugt, dass das bei ihnen so ist. Klar ist auch, dass noch weitere folgen müssen. Dabei haben wir klare Vorstellungen, die Dinge sind auf den Weg gebracht, aber der Markt kommt gerade erst in Bewegung.

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Das Transferfenster ist seit dem 15. Juli geöffnet und schließt am 5. Oktober. Haben Sie mit Sportchef Uwe Stöver eine interne Deadline verabredet, bis zu der generell – von extremen Ausnahmen abgesehen – der Kader stehen muss?

Natürlich wünscht du dir als Trainer, dass dir am ersten Trainingstag (6. August/die Red.) der komplette Kader zur Verfügung steht. Die Realität auf dem Transfermarkt ist für Holstein Kiel eine andere. Daher gibt es auch keine Deadline. Wir sind darauf eingestellt, auch noch spät reagieren zu können, wenn es erforderlich wird oder sich eine Chance auftut. Am Ende ist es entscheidend, die Spieler zu bekommen, die uns wirklich qualitativ weiterbringen und die zu uns passen. Da können Geduld und Beharrlichkeit gefragt sein.

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