16. April 2019 / 08:18 Uhr

Holstein Kiels Coach Tim Walter verzichtete aus Leistungsgründen auf Kingsley Schindler

Holstein Kiels Coach Tim Walter verzichtete aus Leistungsgründen auf Kingsley Schindler

Marco Nehmer
Kieler Nachrichten
Kingsley Schindler im wahrsten Sinne des Wortes am Boden?
Kingsley Schindler im wahrsten Sinne des Wortes am Boden? © Paesler
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Wiedergenesener Flügelspieler fehlte in Ingolstadt im Störche-Kader – Wird er noch einmal das KSV-Trikot tragen?

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Der Blick auf den Aufstellungsbogen im Ingolstädter Audi-Sportpark sorgte eine Stunde vor Anpfiff für irritierte Gesichter. Nicht nur, weil Dominik Reimann für den in der Startelf erwarteten Kenneth Kronholm spielte. Und auch nicht nur, weil Arne Sicker hinten links zu seiner Startelf-Premiere in dieser Saison kam. Sondern vor allem, weil sich Kingsley Schindler nicht einmal im Kader befand.

Der Flügelspieler hatte sich nach seinem auskurierten Bänderriss im Knöchel seit zwei Wochen wieder im Training befunden und wurde unter der Woche für spielbereit erklärt. Mit der Einschränkung, dass er noch etwas Zeit brauche, um zu seiner Idealform zu gelangen. Nach dem Spiel präsentierte Trainer Tim Walter dann aber eine andere Erklärung für die Abwesenheit des 25-Jährigen.

„Es gibt immer Trainingseindrücke, die man sammelt. Es ist entscheidend, dass man im Training Gas gibt“, sagte Walter und schob nach: „Er war nicht im Kader, weil die anderen es besser gemacht haben.“ Mangelnde Trainingsleistungen also. Ob Walter mit dieser Maßnahme Schindler noch einmal zusätzlich anstacheln will, damit dieser rechtzeitig zum Saisonfinale wieder auf sein höchstes Level kommt?

Sportdirektor Fabian Wohlgemuth jedenfalls sprang seinem Trainer am Folgetag zur Seite, sagte: „Es sollte in den vergangenen Monaten deutlich geworden sein, dass Tim Walter wirklich alles dem sportlichen Erfolg unterordnet. Und ganz sicher lässt er sich auf keine Kompromisse ein, wenn es um Punkte und ums gewinnen geht.“

Es gehe darum, wer dem Team am meisten helfen kann. Das kann Kingsley Schindler der Einschätzung der sportlichen Führung zufolge derzeit offenbar nicht. Dabei dürfte der Spieler selbst das anders sehen, wenn man den Worten Wohlgemuths folgt. „Geduld in einer solchen Situation aufzubringen, ist sicher für jeden Spieler eine Herausforderung“, sagte Wohlgemuth. „Ich bin aber sicher, dass Kingsley sich selbst die nötige Zeit gibt und damit professionell umgeht.“

Zeit ist gleichwohl relativ – besonders in Schindlers Fall, der den Verein im Sommer in Richtung 1. FC Köln verlassen wird. Für nur noch fünf Spiele ist der Angreifer Profi von Holstein Kiel. Ob und wie oft er das KSV-Trikot aber tatsächlich noch tragen wird, ist offen.

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