15. Oktober 2020 / 09:02 Uhr

Holstein-Neuzugang Mees: „Ich traue mir zu, der Mannschaft sofort zu helfen“

Holstein-Neuzugang Mees: „Ich traue mir zu, der Mannschaft sofort zu helfen“

Andreas Geidel
Joshua Mees
Joshua Mees
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Er wurde mit der TSG Hoffenheim deutscher A-Jugendmeister 2014 und ein Jahr später mit dem Status „U19-Bundesliga-Top-Torjäger“ Vizemeister. Er hat 16 Erstliga- und 43 Zweitligaspiele für Union Berlin bestritten. Seit dem 5. Oktober steht der offensive Flügelspieler Joshua Mees beim Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel für vier Jahre unter Vertrag. Der 24-Jährige könnte am Sonntag (13.30 Uhr) in Würzburg seine Pflichtspielpremiere im KSV-Trikot feiern. Im Interview mit dem KN-Sportbuzzer schildert der gebürtige Saarländer seine ersten Eindrücke an neuer Wirkungsstätte.

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KN-Sportbuzzer: Hotel, Wohnung, vielleicht WG mit ihren alten und neuen Kollegen Simon Lorenz oder Jannik Dehm – haben Sie sich in der Kürze der Zeit schon einigermaßen eingelebt in Kiel?

Joshua Mees: Momentan wohne ich noch im Hotel, habe Simon aber schon ein paar Mal besucht. Ansonsten kann ich bis jetzt sagen, dass mich die Truppe gut aufgenommen hat und ich ja auch schon ein paar Spieler kannte.

Wann und wie ist der Kontakt zu Holstein Kiel zustande gekommen? Haben Sie vor Ihrer Entscheidung pro Kiel Kontakt zu Jannik Dehm oder Simon Lorenz gesucht, mit denen Sie ja schon in Hoffenheims Regionalliga-Team zusammen gespielt haben?

Ich habe zuvor zwei- bis dreimal mit Simon Lorenz telefoniert, um auch noch Eindrücke aus dem direkten Mannschaftskreis zu bekommen. Wenn man schon jemanden aus der Mannschaft kennt, fällt einem der Einstieg natürlich immer leichter.

Holstein Kiel Kader Saison 2020/21

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Thomas Dähne ©

Von der Metropole Berlin und dem Kult-Klub Union in die Fußball-„Idylle“ Kiel. Ein Kulturschock? Warum ausgerechnet Holstein?

Ich hatte sehr gute Gespräche mit den Verantwortlichen wie dem Trainer oder dem Sportdirektor und war ziemlich schnell überzeugt von der Idee und dem Plan, wie hier bei Holstein Fußball gespielt wird. Natürlich ist Kiel keine Großstadt wie Berlin, aber ich bin eh nicht so der Großstadttyp, da ich ursprünglich aus einer eher ländlichen Gegend stamme.

Hat der erfolgreiche Saisoneinstieg der Störche mit der Tabellenführung eine Rolle bei Ihrer Entscheidungsfindung gespielt?

Das ist jetzt erst einmal eine Momentaufnahme, da erst drei Spiele absolviert wurden. Natürlich ist es schön, zu einer Mannschaft zu kommen, die einen guten Start hatte. Aber maßgeblich entscheidend war die Tatsache, wie Kiel auch schon in den letzten Jahren in der Zweiten Liga aufgetreten ist.

Beschreiben Sie bitte Ihre ersten Eindrücke im hohen Norden?

Von der Stadt habe ich noch nicht viel gesehen, aber ich gehe davon aus, dass ich mich hier sehr wohl fühlen werde. Wir haben eine junge Truppe, in der ein sehr gutes Mannschaftsklima herrscht. Alle ziehen an einem Strang. Auch die Trainingsbedingungen sind sehr gut.

Sie haben während der Länderspielpause im Test gegen St. Pauli die ersten 45 Minuten im neuen Team bestritten. Trauen Sie sich zu, im Spiel beim Aufsteiger Würzburg als Soforthilfe für den angeschlagenen Fin Bartels einspringen zu können?

Für mich war es wichtig, einen schnellen Einstieg zu finden. Da kam das Testspiel gegen St. Pauli natürlich sehr gelegen. Ich traue mit zu, der Mannschaft sofort zu helfen. Ob es soweit kommt, wird man am Sonntag sehen.

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