07. September 2019 / 19:18 Uhr

Holstein Women verpassen den Pokalcoup gegen Köln

Holstein Women verpassen den Pokalcoup gegen Köln

Michael Felke
Kieler Nachrichten
Alina-Sophie Steiner (hier in einem Ligaspiel gegen die TSG 07 Burg Gretesch) brachte die Holstein Women im DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Köln mit 1:0 in Führung.
Alina-Sophie Steiner (hier in einem Ligaspiel gegen die TSG 07 Burg Gretesch) brachte die Holstein Women im DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Köln mit 1:0 in Führung. © Jan-Phillip Wottge
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Eine Sensation lag in der Luft. Im DFB-Pokalspiel zwischen den Holstein Women und dem 1. FC Köln durften die Kielerinnen 70. Minuten lang vom Einzug in die dritte Runde träumen. Am Ende aber setzte sich der Bundesligist aus Köln gegen den leidenschaftlich kämpfenden Regionalligisten mit 3:1 durch.

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„Ich muss der ganzen Mannschaft ein Kompliment machen. Wir haben aus einer kompakten Grundordnung Köln nur wenig erlaubt. Die klareren Chancen hatten sogar wir. Der Knackpunkt war dann aber die Gelb-Rote Karte“, erklärte KSV-Trainer Bernd Begunk, dessen Team nach dem Feldverweis für die starke Jule Ziegler (73.) nur noch zu zehnt spielte. Bis dahin hielten die Kielerinnen vor 260 Zuschauern, die immer wieder Szenenapplaus spendeten, nicht nur mit, sondern waren auch vor dem Tor gefährlicher. Sandra Krohn (4.), Lina Staben (9.), Luiza Zimmermann (15.) und abermals Staben, deren Schuss Kölns Torfrau Paulina Nelles eine Glanzparade abnötigte (25.), hätten Holstein die nicht unverdiente Führung bescheren können. Den Torschrei auf den Lippen hatten die begeisterten Fans in der 33. Minute. Eine scharfe Hereingabe von Sandra Krohn versuchte Kölns Sabrina Horvat zu klären, bugsierte den Ball aber an den Pfosten. Den Ball, der auf der Linie trudelte, rettete Nelles reaktionsschnell (33.). Die routinierten Kölnerinnen, die zwar viel Ballbesitz hatten, kamen nur selten zu Gelegenheiten, die zudem kaum Gefahr herauf beschworen (11., 28., 39.).

Direkt nach dem Wiederanpfiff grenzenloser Jubel bei den Kielerinnen. Nach einem 40-Meter-Traumpass von Sarah Begunk und genauer Flanke von Lina Staben wuchtete Alina Steiner den Ball per Kopf zum 1:0 in den Torwinkel (46.). Der Jubel war kaum verhallt, kam die kalte Dusche. Die bärenstarke Innenverteidigung mit Jule Ziegler und Luiza Zimmermann war noch nicht wieder positioniert und die abgebrühten Kölnerinnen glichen durch Amber Barrett aus (47.). Die Women blieben unbeeindruckt, waren weiter ebenbürtig, auch wenn Madita Thien nach Eckstoß auf der Linie retten musste (61.). Nach dem Feldverweis für Jule Ziegler bekamen die Gäste allerdings ein deutliches Übergewicht. Sonja Giraud wurde zwei Mal mustergültig frei gespielt (76., 90.+1) und tütete den schmeichelhaften 3:1-Sieg für den Bundesligisten ein.

Holstein: Bendt – Meyer, Ziegler, Zimmermann, Lycke – Begunk, Thien, Carone, Krohn, Staben – Brahimi (19. Steiner, 70. Hein).
Schiedsrichter: Weigelt (RB Leipzig) – Tore: 1:0 Steiner (46.), 1:1 Barrett (47.), Giraud (76., 90.+1) – Gelb-Rote:Karte: Ziegler (73.) wiederholtes Foulspiel – Zuschauer: 260.

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