26. Februar 2019 / 09:09 Uhr

Holsteins A-Junioren fertigen Eintracht Braunschweig mit 6:0 ab

Holsteins A-Junioren fertigen Eintracht Braunschweig mit 6:0 ab

Jürgen Schinke
Kieler Nachrichten
Dennis Johann Tiessen (Mitte) überrascht die Braunschweiger Elias Siemer (von rechts) und Noah Moreno Silva mit seinem Kopfball zum 2:0 für die Holstein-A-Junioren.
Dennis Johann Tiessen (Mitte) überrascht die Braunschweiger Elias Siemer (von rechts) und Noah Moreno Silva mit seinem Kopfball zum 2:0 für die Holstein-A-Junioren. © Uwe Paesler
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Während Holsteins U17-Bundesliga-Kicker beim FC St. Pauli ein 0:3 aufholten und am Ende doch verloren, deklassierten die Kieler A-Junioren die Eintracht aus Braunschweig mit 6:0.

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B-Jugend: FC St. Pauli - KSV Holstein 4:3 (3:0)

„Es war ein sehr intensives Match. Die Leistung stimmte, das Ergebnis zum wiederholten Mal nicht“, brachte Trainer Michael Schwennicke das Geschehen Worten auf den Punkt.St. Pauli generierte mehr Ballbesitz, operierte jedoch mit einfachen Mitteln – oft wurde im Zentrum der Zielspieler Igor Matanovic gesucht. Holstein empfing die Hanseaten mit moderatem Pressing im 3-5-2 System, versuchte sein Heil über Aktionen auf den Außenpositionen. Nach der ersten Hamburger Chance (7.) köpfte Sadjad Reza die Kugel im Gegenzug eine Minute später an den Pfosten.

Ins Hintertreffen gerieten die Jungstörche durch Defizite im Defensivverhalten. Nach einem Einwurf kamen die Hansestädter in Ballbesitz, die Hereingabe setzte Aristene Meye trocken in die Maschen (18.). Überflüssig das 0:2, nach Rückpass zum eigenen Keeper geriet Can-Luca Lohman in ein Eins-gegen-eins-Duell, verlor den Ball nach einem Pressschlag und Meye schob cool ein (30.). In der Nachspielzeit führte eine weitere Unaufmerksamkeit zum 0:3, Richard Wenzel reagierte nach Eckball am schnellsten.

In Halbzeit zwei attackierte die KSV den Gegner höher und fand so ins Spiel zurück. Richard Arndt traf aus 20 Metern zum 1:3 (54.), Faris Moumouni stand nach Eckball goldrichtig (70.) und wieder Arndt drückte die Kugel zum 3:3 über die Linie (75.). Bitter: Durch die zwölfte Pleite gerät das rettende Ufer noch mehr außer Reichweite, auf neun Zähler wuchs der Rückstand an.

„Das war wieder ein Schlag ins Genick“, sagte Trainer Michael Schwennicke, „tabellarisch haben wir jetzt ein dickes Brett zu bohren. Aber die Mannschaft vermittelt überhaupt nicht den Eindruck, dass sie sich aufgeben wird.“

KSV: Lohmann (41. Hartlep) – Iatskevitch (67. Schilling), Neubert, Kiewald, Lippegaus – Rezai, Yildirimer, Arndt, Richter (63. Carta) – Alkas (41. Moumouni), Lipkow. Schiedsrichter: Hippel (Blumenthal) – Tore: 1:0 Meye (18.), 2:0 Meye (30.), 3:0 Wenzel (40./+3), 3:1 Arndt (54.), 3:2 Moumouni (70.), 3:3 Arndt (75.), 4:3 Voelcke (79.) – Zuschauer: 99.

A-Jugend: KSV Holstein - Eintr. Braunschweig 6:0 (3:0)

Mit fulminantem Paukenschlag eröffnete der Primus der Regionalliga Nord die Rückrunde, ohne den zur U23 abkommandierten Kapitän Jan Matti Seidel und den verletzten Toptorjäger Leon Gino Schmidt schenkten Holsteins A-Junioren dem Tabellenvierten ein halbes Dutzend ein. Von Beginn an präsentierte sich das Heimteam fokussiert, Tom Schmidtke eröffnete den Torreigen in Minute zehn. Dennis Tiessen (22.) und Lucas Wolf (35.) klärten die Fronten. Deutlich überforderte Braunschweiger bekamen kein Bein auf den Boden. Nach sehenswertem Solo markierte Marcus Borgmann das 4:0 (59.), Justin Njinmah per Strafstoß (64.) und final Tom Schmidtke (73.) erzielten die weiteren Treffer zum 6:0-Kantersieg.

„Im Spiel mit Ball fuhren die Jungs schöne Angriffe. Zudem agierte das Team im Gegenpressing sehr aggressiv – das hat Braunschweig im Laufe der Partie zermürbt“, analysierte U19-Trainer Dominik Glawogger zufrieden.

Mehr zu Holstein Kiel

Diese Spieler haben Holstein Kiel in der Vergangenheit geprägt:

Zur Saison 2015/16 wechselte Dominik Schmidt von Preußen Münster zu Holstein Kiel. Bei den „Störchen“ war Schmidt in der Innenverteidigung bis November 2019 unter wechselnden Cheftrainern Stammkraft. 2017 stieg er mit der Mannschaft in die 2. Bundesliga auf, ein Jahr später scheiterte man in der Aufstiegsrelegation am VfL Wolfsburg. Bis zu seinem Vertragsende im Sommer 2020 stand der Berliner in 154 Pflichtspielen für Kiel auf dem Platz und war zeitweise auch stellvertretender Mannschaftskapitän. Zur Saison 2020/21 wechselte er zum Drittligisten MSV Duisburg. Zur Galerie
Zur Saison 2015/16 wechselte Dominik Schmidt von Preußen Münster zu Holstein Kiel. Bei den „Störchen“ war Schmidt in der Innenverteidigung bis November 2019 unter wechselnden Cheftrainern Stammkraft. 2017 stieg er mit der Mannschaft in die 2. Bundesliga auf, ein Jahr später scheiterte man in der Aufstiegsrelegation am VfL Wolfsburg. Bis zu seinem Vertragsende im Sommer 2020 stand der Berliner in 154 Pflichtspielen für Kiel auf dem Platz und war zeitweise auch stellvertretender Mannschaftskapitän. Zur Saison 2020/21 wechselte er zum Drittligisten MSV Duisburg. ©

KSV: Rau – Cissé, Melahn Tiessen (Weickert), Paulsen – Wansiedler, Schmidtke,Wolf (46. Jungehülsing), Borgmann (79. Tiedemann) – Voigt, Njinmah. Schiedsrichter: Stach (Tarp-Oeversee) – Tore: 1:0 Schmidtke (10,),2:0 Tiessen (22.), 3:0 Wolf (35.), 4:0 Borgmann (59.), 5:0 Njinmah (64.,FE), 6:0 Schmidtke (73.) – Zuschauer: 100.