12. Februar 2019 / 18:02 Uhr

Holsteins Asse und Weltmeister messen sich in Neumünster

Holsteins Asse und Weltmeister messen sich in Neumünster

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Zumindest Mitfavorit in den Neumünsteraner Holstenhallen: Riders-Tour-Sieger Christian Ahlmann (hier mit „Caribis Z“ beim Großen Preis in Leipzig im Januar) triumphierte 2016 bei den VR Classics mit „Codex One“.
Zumindest Mitfavorit in den Neumünsteraner Holstenhallen: Riders-Tour-Sieger Christian Ahlmann (hier mit „Caribis Z“ beim Großen Preis in Leipzig im Januar) triumphierte 2016 bei den VR Classics mit „Codex One“. © imago/Stefan Lafrentz
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VR Classics gehen ab Donnerstag in die Vollen: Riders-Tour-Champion Christian Ahlmann sattelt zum Drei-Sterne-Springen, Rekordsiegerin Isabelle Werth zum Dressur-Weltcup

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Großes Hallo in den Holstenhallen: Zu den VR Classics reiten Teilnehmer aus über 20 Nationen ein. Von Donnerstag bis Sonntag misst sich die internationale Elite mit Top-Reitern aus dem Pferdeland Schleswig-Holstein. Die Leistungsschau in Neumünster lockt alljährlich gut 38 000 überwiegend fachkundige und begeisterungsfähige Besucher an. Der Gesamtetat liegt bei 950 000 Euro, als Preisgeld werden 270 000 Euro ausgeschüttet – davon allein am Sonntag je 50 000 bei der Vier-Sterne-Kür im Dressur-Weltcup und dem Drei-Sterne-Springen um den Großen Preis . . .

Drei Disziplinen unter einem Dach

Auch in der 69. Turnier-Auflage bieten Veranstalter Paul Schockemöhle und Gattin Bettina (Mühlen) drei Disziplinen unter einem Dach: Indoor-Vielseitigkeit, Dressur und Springen. Inzwischen hält das Paar seit zehn Jahren die Veranstaltungszügel in der Hand. „Es ist ein Wettkampf von ausländischen Reitern gegen Holstein“, sagt Paul Schockemöhle. Der ehemalige Springreiter, der vor 47 Jahren in den Holstenhallen selbst einmal den Großen Preis gewann, ist mit dem Starterfeld sehr zufrieden. Dazu lockern Elemente wie die Schauwettbewerbe der Reit- und Fahrvereine oder der Holsteiner Masters Jugend-Team-Cup das Turnier wieder auf.

Rüders Vater lag schon unterm Oxer

Aber Neumünster ist kein einfaches Pflaster. „Mein Vater hat hier auch schon ’mal unterm Oxer gelegen“, berichtet etwa der Fehmaraner Vielseitigkeitsreiter Kai Rüder. Der 47-jährige Olympia- und WM-Starter schätzt als Mitglied der Neumünsteraner TRSG aber auch den familiären Charakter: „Die Holstenhallen sind für viele wie eine Wohnstube.“ Rüder könnte „Priceless“ oder „Cross Keys“ zum Hattrick in der Indoor-Vielseitigkeit satteln.

Inga Czwalina und „Cezanne“ auf Großer Tour

Für die Große Tour im Springreiten hat sich Inga Czwalina (Fehmarnscher RRV) mit „Cezanne“ als einzige Amazone aus der LN-Region qualifiziert. Mit dem aktuellen „Rider of the year“ Christian Ahlmann (Marl) und der im Ranking der Riders Tour 2018 zweitplatzierten Janne Friederike Meyer-Zimmermann (Pinneberg) warten allerdings nicht nur zwei große nationale Kontrahenten. Denn dazu gesellen sich noch ausländische Cracks wie die schwedischen Olympia-Silbermedaillengewinner Peder Fredricson oder Rolf-Göran Bengtsson. Und auch Mitstreiter aus Luxemburg und Großbritannien sowie nicht zuletzt die starken Niederländer haben den VR Classics schon den Stempel aufgedrückt. „Exoten“ aus Japan, Neuseeland und Polen besitzen nur Außenseiterchancen.

Vier Springen um Weltranglistenpunkte

Auf die gut 50 Springreiter wartet ein anspruchsvolles Programm. In vier Springen werden wichtige Weltranglistenpunkte verteilt. Das Highlight ist einmal mehr der Große Preis der Volksbanken und Raiffeisenbanken, den 2018 überraschend Christoph Kläsener (Bad Essen) gewann. Auf dem Weg dahin wartet eine schwere Qualifikation am Samstagnachmittag.

Weltmeisterinnen im Dressur-Viereck

Doch das Turnier ist weit mehr als „nur“ Springen. Die morgendlichen Dressur-Blöcke locken Kenner bereits vor 8 Uhr ans Viereck. Seit 1987 ist Neumünster eine Weltcup-Station, in diesem Jahr die neunte vor dem Finale. „Wir haben zehn der besten 21 Reiter dabei“, frohlockt Bettina Schockemöhle. Im Vorjahr nutzte Helen Langehanenberg (Billerbeck) – trotz Schwangerschaft – die Chance und feierte ihren vierten Erfolg in Neumünster.

Feinschliff für das Weltcup-Finale

Doch diesmal ist mit der Rheinbergerin Isabell Werth die aktuelle Weltmeisterin – und mit acht Siegen Rekord-Championesse bei den VR Classics – nach einjähriger Abstinenz wieder mit von der Partie. Und mit ihr will sich vor allem Dorothee Schneider (Framersheim) mit „Sammy Davis jr.“ in den Holstenhallen als Gesamtführende auf den letzten Weltcup-Stopp in ’s-Hertogenbosch (14.-17.3) vor dem Finale in Göteborg (3.-7.4.) einstimmen. Beide Amazonen gehörten zur deutschen Equipe, die 2018 in Tryon WM-Gold schürfte.

Jörg Lühn

Do., 14. Februar

15.30: 26. Neumünsteraner Schauwettbewerb der Reitvereine

18.05: 16. Indoor Vielseitigkeit: 2-Phasen-Springen Kl. M*  

Freitag, 15. Februar

9.35: Grand Prix de Dressage – National

15.30: Internationales Eröffnungsspringen nach Strafpunkten und Zeit (1,45 m)

21.25: Internationales Weltranglisten-Springpen nach Strafpunkten und Zeit (1,50 m)

Sa., 16. Februar
9.00: FEI Dressage World Cup Grand Prix - Kl. S** - Qualifikation für Weltcup-Kür

14.05: Internationales Weltranglisten-Springen mit Siegerrunde (1,50 m, Quali Gr. Preis)

21.15: Internationales Weltranglisten-Springen m. Stechen (1,50 m)

So., 17. Februar

10.00: FEI Dressage World Cup - Grand Prix Kür mit Musik, Kl. S**

13.25: Internationales Weltranglisten-Springen m. Stechen (1,55 m), Großer Preis der Volks- und Raiffeisenbanken

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