21. Mai 2019 / 14:56 Uhr

Holsteins U19 lässt gegen den JFV Calenberger Land unnötig zwei Punkte liegen

Holsteins U19 lässt gegen den JFV Calenberger Land unnötig zwei Punkte liegen

Jürgen Schinke
Kieler Nachrichten
Hängende Kieler Köpfe nach dem Last-Minute-Gegentreffer zum 1:1 gegen die JFV Calenberger Land.
Hängende Kieler Köpfe nach dem Last-Minute-Gegentreffer zum 1:1 gegen die JFV Calenberger Land. © Reinhard Gusner
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Wieder ein kleiner Kratzer im fast makellosen Lack: Zum vierten Mal in dieser Saison ließen Holsteins unbesiegte A-Junioren zwei Punkte liegen. Das couragierte Ensemble vom JFV Calenberger Land trotzte dem neuen Regionalliga-Meister ein 1:1-Remis ab und belohnte sich per Last-Minute-Treffer für eine engagierte Schlussoffensive.

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Damit verpasste die KSV den 21. Saisonerfolg, vergrößerte den Vorsprung auf Rang zwei dennoch um einen Zähler, weil der bisherige Zweite JFV Nordwest überraschend mit 2:3 gegen den VfB Lübeck verlor und dadurch den siegreichen Rivalen im Kampf um den Relegationsplatz aus Hamburg-Eimsbüttel (4:1 in Sasel) vorbeiziehen lassen musste.

Trainer Dominik Glawogger sah in Kiel ein Match mit „zwei unterschiedlichen Halbzeiten“, in dem die Hausherren auf einen taktisch clever agierenden, selbstbewussten Tabellensechsten trafen. Zwar gab die KSV von Beginn den Ton an, aber die kompakt verteidigenden Gäste stellten meist geschickt die Räume zu und verhinderten so zwingende Aktionen. Bei der allerersten gefährlichen Gelegenheit klingelte es aber. Einen 20-Meter-Schuss von Leon Gino Schmidt klatschte JFV-Torwart Deeke nur unzureichend ab, Hilkiah Voigt staubte trocken zum 1:0 ab (36.). Holstein wurde in erster Linie über Standards auffällig, veredelte die daraus resultierenden Möglichkeiten aber nicht konsequent.

In Halbzeit zwei versäumte der Klassenprimus die Entscheidung, zweimal brachte Torjäger Schmidt die Kugel nach Zuspielen von Lipkow und Wolf nicht im Kasten unter. „Wir haben uns vier, fünf riesengroße Torchancen herausgespielt. Aber nach dieser Phase kippte das Spiel, Calenberg riskierte mehr und bereitete uns Probleme. Keeper Koch vereitelte mit guten Paraden den Ausgleich“, beschrieb Coach Glawogger temperamentvolle, aufregende Minuten, in denen das Match auf des Messers Schneide stand. In Minute 75 verwehrte Schiedsrichter Stach dem Gast fälschlicherweise einen Foulelfmeter – doch die JFV ließ sich auch dadurch nicht vom Kurs abbringen.

Holsteins Souveränität kam in der Calenberger Drangperiode abhanden, oftmals wussten sich die KSV-Youngster nur mit Fouls zu helfen und verursachten so gefährliche Freistoßsituationen. Am Ende dann das Happy End für die Gäste: Beim letzten Eckball verteidigte die KSV-Defensive zu schlampig – Dawyn-Paul Donner stocherte den Ball im Getümmel zum umjubelten 1:1-Ausgleich über die Linie (90.+3). „Wir hatten es nicht verdient, diese Partie zu gewinnen. Unsere Chancen haben wir nicht richtig genutzt und hinten heraus den Gegner aufgebaut“, ärgerte sich Glawogger.

KSV: Koch – Paulsen, Schmidtke (72. Lipkow), Cissé, Njinmah (46. Jungehülsing) – Wolf – Borgmann (62. Reimers), Tiedemann – Schmidt – Voigt, Möller.

Schiedsrichter: Stach (Tarp-Oeversee) – Tore: 1:0 Voigt (36.), 1:1 Donner (90.+3) – Zuschauer: 100.

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