18. September 2020 / 13:56 Uhr

Holsteins U19 will gleich ein erstes Signal setzen

Holsteins U19 will gleich ein erstes Signal setzen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Teamfoto von Holstein Kiels U19 der Saison 2020/2021.
Teamfoto von Holstein Kiels U19 der Saison 2020/2021. © Nawe/Holstein Kiel
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Alles zurück auf null! Ein jähes Ende fand die Serie 2019/20 für Holstein Kiels U19-Ensemble. Auf dem Weg zum Auswärtsspiel bei Dynamo Dresden erreichte den KSV-Tross am 13. März unweit des Elbtunnels die Nachricht: Spielabsage!

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Ansteigende Infektionszahlen sahen die Politik in der eskalierenden Corona-Krise gefordert, der verordnete Shutdown legte den Sportbetrieb bundesweit von einem auf den anderen Tag lahm. Bis dato segelte der Aufsteiger unter Trainer Dominik Glawogger entschlossen Kurs Klassenerhalt in der A-Junioren Bundesliga. Noch im Match zuvor nahmen die KSV-Fußballer mit dem 3:0-Heimtriumph über RasenBallsport Leipzig einen kräftigen Schluck aus der Pulle Richtung Ligaverbleib. Am 19. September legen die Jungstörche in unruhigen Zeiten bei zuletzt rund 2000 Covid19-Neuinizierten pro Tag wieder los. Im Heimkick gegen den Chemnitzer FC will Holstein eine gelungene Saisonpremiere feiern. Anstoß ist Sonnabend um 11 Uhr in Projensdorf.

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Personell tritt das KSV-Team mit dem üblichen Facelifting in der neuen Spielzeit an. Ex-Profi Elard Ostermann folgte dem Österreicher Glawogger, den es ins portugiesische Guimares zog, auf der Kommandobrücke. Der letztjährige U17-Chefcoach geht ehrgeizig an die Aufgabe im A-Junioren-Oberhaus heran, ihm zur Seite stehen zwei junge Assistenten auf der Co-Trainer-Position. Und auch im Kader sind bei den Übungseinheiten etliche neue Gesichter emsig bei der Sache, darunter sieben Neuzugänge von externen Klubs.

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„Wir sind schnell zu einer Einheit verschmolzen, Stimmung und Atmosphäre sind derzeit sehr gut", frohlockt Ostermann. Hinter die Vorbereitungsphase machte der 51 Jahre alte Coach zufrieden einen Haken. Leidglich die schwere Meniskusverletzung von Torwart Ole Oberbeck, der dadurch bis in den Winter hinein fehlen wird, geriet zum Wermutstropfen.

Es schälte sich bereits eine Startelf heraus, der Konkurrenzkampf um die Plätze tobt aber weiterhin. „Jedem ist bewusst, dass die Leistungsdichte sehr eng ist. Es ruht sich keiner aus", beobachte Ostermann hungrige und hochmotivierte KSV-Youngster.

Gegen Chemnitz will Holstein gleich ein erstes Signal setzen, die Jungs von der Förde streben sowieso selbstbewusst einen gesicherten Platz in der Staffel Nord/Nordost an.

Dennoch dürften erhöhter Puls und das berühmte Kribbeln beim ersehnten Neubeginn programmiert sein. Anspannung und Nervosität sollen jedoch schnell mit den ersten mutigen Aktionen verfliegen. „Nach so langer Vorbereitungszeit sind wir heiß auf den Start. Wir hoffen, dass wir mit den Abstiegsrängen nichts zu tun bekommen", gibt sich der Kieler Cheftrainer vor den ersten 90 Minuten aber auch mit Blick auf den Saisonverlauf ausgesprochen zuversichtlich. (bms)

Holstein Kiel U19

Externe Zugänge: Tevin Freudenberg (Hamburger SV U17), Hagen Blohm (Alemannia Aachen), Ferdaus Ghafury (TuS Koblenz U19), Paul Witt (Hallescher FC U19), Oke Paulsen (Borussia Mönchengladbach U19), Ajani Quaas (Fortuna Magdeburg U19), Nico Carrera (FC Dallas)

Tor: Noah Oberbeck, Jarmain Ozuzu, Tevin Freudenberg

Abwehr: Ajani Quaas, Hagen Blohm, Luca Reimers, Nico Carrera, Rodrigo Teixeira, Tom Marquardt, Torben Marten

Mittelfeld: Ferdaus Ghafury, Jan Lippegaus, Paul Witt, Rasmus Wolff, Richard Arndt, Serkan Yildirimer, Terje Braunschweig, Thies Richter, Youri von der Mehden

Angriff: Noe Lipkow, Oke Paulsen, Ben Luca Nohns, Faris Moumouni, Jannic Ehlers

Trainer: Elard Ostermann (neu)

Co-Trainer: Finn Spitzer, Alexander Verdieck (beide neu)