17. September 2019 / 13:23 Uhr

Holsteins U19 zieht sich gegen Hertha BSC gut aus der Affäre

Holsteins U19 zieht sich gegen Hertha BSC gut aus der Affäre

Jürgen Schinke
Kieler Nachrichten
Lucas Mika Wolf, hier in Begleitung der Berliner Sunny Ziemer (li.) und Jonas Michael Dirkner, traf zur frühen KSV-Führung.
Lucas Mika Wolf, hier in Begleitung der Berliner Sunny Ziemer (li.) und Jonas Michael Dirkner, traf zur frühen KSV-Führung. © Uwe Paesler
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Die gute Nachricht: Holstein Kiels A-Junioren zeigten sich vom absoluten Tiefpunkt erholt, im Duell mit dem hoch eingeschätzten Nachwuchs von Hertha BSC zog sich der Aufsteiger bei der 1:3 (1:1)-Niederlage respektvoll aus der Affäre, schnupperte dank einer engagierten Vorstellung sogar an einem engeren Resultat. Dass nach 90 Minuten die Elf von Ex-Profi Michael Hartmann an der Förde die Punkte einkassierte, war dennoch am Ende verdient.

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Immerhin rangieren die Kieler nach dem fünften Spieltag in der Staffel Nord/Nordost weiterhin über dem Strich. Wichtiger noch für die kommenden Aufgaben scheint, dass die deprimierende Lehrstunde beim 1. FC Union Berlin (0:13) vor drei Wochen offenbar keine größeren Blockaden in den Köpfen der Jungstörche verursachte.

„Wir haben Hertha in Halbzeit eins stark gefordert, hielten die Partie über weite Strecken offen. Damit können wir zufrieden sein, mit dem Ergebnis natürlich nicht“, befand U19-Chefcoach Dominik Glawogger nach ordentlicher Vorstellung seiner Schützlinge. Zur Einordnung: Für Holsteins U19-Talente zählt der Nachwuchs von Hertha BSC mit Sicherheit zu den unangenehmsten Gegnern in der A-Junioren-Bundesliga. Lediglich einen Dreier und ein Remis konnten die Jungstörche in 22 Duellen seit 2004 verbuchen, ansonsten behielt 20 mal der Angstgegner von der Spree die Oberhand. Und das zum Teil mehr als deutlich.

An die jüngste Kraftprobe gingen die Gastgeber mit großem Elan heran. Lucas Wolf, Holsteins Mittelfeldmotor, glückte nach guter Vorarbeit von Tom Schmidtke gar das frühe 1:0 (4.). Mit forschem Anlaufen, bissiger Zweikampfführung und nimmermüdem Einsatz vermochte die KSV, den an individueller Qualität überlegenen Kontrahenten durchaus zu kontrollieren.

Die Jungstörche schalteten den Vorwärtsgang ein, gestalteten das Geschehen auf dem Platz. Eine elfmeterwürdige Aktion von Wolf zog aus Kieler Sicht leider keinen Pfiff des Unparteiischen nach sich (25). So traf letztlich Hertha-Stürmer Ruwen Werthmüller noch vor der Halbzeitpause zum Ausgleich (36.). Lazar Samardzic erhöhte für die mit viel Dampf aus der Kabine gekommenen Bundeshauptstädter in der 49. Minute auf 2:1 und setzte zudem nach einer Stunde und zuvor lehrbuchartiger Berliner Umschaltaktion den finalen Stich (59.).

Die Jungstörche bewiesen intakte Moral, erhöhten in den letzten 30 Minuten nochmals die Intensität – brachten Hertha bei guten Gelegenheiten durch Männilaan und Jungehülsing jedoch nicht mehr ernsthaft in Bedrängnis.

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