29. April 2019 / 16:29 Uhr

Holtby-Berater kritisiert den HSV: "Den gewählten Weg finde ich schade"

Holtby-Berater kritisiert den HSV: "Den gewählten Weg finde ich schade"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lewis Holtby: Unter Bernd Hollerbach und Markus Gisdol spielte Lewis Holtby keine Rolle mehr. Unter Christian Titz, der früher sein Individualtrainer war, ist er plötzlich gesetzt. Dafür bedankte er sich mit dem Abstaubertor zum 1:0. Überhaupt war er in der ersten Halbzeit sehr aktiv, baute in der zweiten Hälfte jedoch ab. Note 3
Sorgt für Gesprächsstoff: Lewis Holtby © imago
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Die Suspendierung von Lewis Holtby sorgte für Gesprächsstoff rund um den Hamburger SV. Weil der Mittelfeldspieler nicht mit dem Mannschaftsbus nach Berlin fahren wollte, wurde er öffentlichkeitswirksam aus der Mannschaft gestrichen. Sein Berater kritisiert den Vorgang des HSV nun.

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Die Suspendierung von Lewis Holtby sorgt weiterhin für Gesprächsstoff rund um den Hamburger SV. Der Mittelfeldspieler wurde am Sonntag nach der bitteren Pleite des HSV bei Union Berlin von den Verantwortlichen suspendiert. Der 28-Jährige soll bei den strauchelnden Hanseaten in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen, nachdem er vor dem 0:2 beim 1. FC Union Berlin zeitweise gebeten hatte, nicht mit in die Hauptstadt zu reisen. Doch das Thema ist damit noch nicht beendet, nun schaltet sich sein Berater ein.

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Vor allem die Art und Weise, wie der HSV dies kommunizierte, stört Holtbys Berter Marcus Noack. Dem Hamburger Abendblatt sagte er: "Mein Wunsch wäre gewesen, man hätte das Ganze ohne oder mit weniger medialer Begleitung gelöst. Den gewählten Weg finde ich schade."

Holtby macht kein Spiel mehr für den HSV

Der HSV hatte die Suspendierung von Holtby kurz nach der Niederlage in Berlin bekanntgegeben und somit zum Teil von dem schwachen Auftritt abgelenkt. In den sozialen Medien wurde vor allem über Holtby diskutiert. Nach Angaben von HSV-Sportvorstand Ralf Becker wird Holtby nicht mehr am Training des Profiteams teilnehmen und zum Einsatz kommen. "Für uns ist klar, und das wird auch bis zum Ende der Saison so bleiben, dass es keinen Sinn mehr macht", sagte Becker in Berlin.

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Holtby selbst entschuldigte sich für sein Verhalten via Instagram. "Die Reaktion war emotional, geschah im Affekt und war absolut nicht in Ordnung - das habe ich nach einer kalten Dusche wenige Minuten nach dem Training eingesehen und umgehend die Entscheidung gegenüber dem Trainer revidiert", schrieb Holtby am späten Sonntagabend in sozialen Netzwerken. "Leider wurde mir die Tür nicht mehr aufgemacht, was ich mir aber unbedingt gewünscht hätte. Ich werde die Entscheidung des Vereins akzeptieren müssen."

Holtby entschuldigt sich

Holtby habe kurz nach seiner Aussage gewusst, dass dies ein Fehler gewesen sei, sagte Noack. "Die letzten Wochen waren sehr emotional und Lewis hat eine falsche Reaktion gezeigt. Diese hat er aber wenige Minuten danach eingesehen und gerade gerückt", so der Spieleberater. Vor allem die Tatsache, dass Holtbys Vertrag zum Saisonende ausläuft, scheint auch den Berater nicht kalt zu lassen. "Er hat in einer schwierigen Situation Flagge gezeigt und hatte eine Vision, die ihn dazu bewegt hat zu bleiben, trotz durchaus interessanter Möglichkeiten, die sich im vergangenen Sommer aufgetan haben", sagte Noack über Holtby.

Der Hamburger SV ist derweil nach der sechsten Partie ohne Sieg in Serie aus den Aufstiegsrängen gerutscht und liegt drei Spieltage vor Schluss nur noch auf Platz vier.