15. August 2022 / 20:12 Uhr

Homophobe Äußerung: Schweizer Liga eröffnet Disziplinarverfahren gegen deutschen Keeper Marius Müller

Homophobe Äußerung: Schweizer Liga eröffnet Disziplinarverfahren gegen deutschen Keeper Marius Müller

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gegen Torhüter Marius Müller wurde wegen einer homophoben Äußerung ein Disziplinarverfahren eröffnet.
Gegen Torhüter Marius Müller wurde wegen einer homophoben Äußerung ein Disziplinarverfahren eröffnet. © IMAGO/Pius Koller
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Gegen den deutschen Torhüter Marius Müller vom FC Luzern ist ein Disziplinarverfahren eröffnet worden. Das bestätigte die Schweizer Liga am Montag. Der Schlussmann hatte sich am Samstag nach dem Spiel seines Klubs im Interview homophob geäußert.

Die Schweizer Fußballliga Swiss Football League (SFL) hat ein Disziplinarverfahren gegen den deutschen Torhüter Marius Müller eröffnet. Hintergrund ist eine homophobe Äußerung von Müller nach der Niederlage seines Vereins, des FC Luzern, gegen den FC St. Gallen am vergangenen Samstag. Müller hatte sich anschließend in einem Fernsehinterview abfällig über die Verteidiger seiner Mannschaft geäußert, die sich wegdrehten statt in den Ball zu gehen. Dabei benutzte er das Wort "schwul" abfällig. Die Sätze hatten in sozialen Medien Empörung ausgelöst.

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"Der Disziplinarrichter im Spielbetriebswesen der Swiss Football League eröffnet aufgrund der Aussagen in einem TV-Interview am letzten Samstag nach Niederlage gegen den FC St. Gallen (4:1) ein Verfahren gegen den Torhüter des FC Luzern, Marius Müller", teilte die Liga am Montag mit. "Bis zur Veröffentlichung eines allfälligen Urteils werden keine weiteren Informationen bekanntgegeben."

Der FC Luzern entschuldigte sich auf Twitter für das Verhalten seines Torwarts. Seine Aussage entspreche weder den gelebten Werten des Vereins noch seiner Fans, teilte er mit. Müller selbst schloss sich auf Instagram der Entschuldigung seines Vereins an. Die Aussage sei dumm und komplett deplatziert gewesen.

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In Deutschland hatte Müller für den 1. FC Kaiserslautern und RB Leipzig gespielt. 2019 folgte der Wechsel in die Schweiz.