29. Februar 2020 / 22:53 Uhr

Bayern-Fanszene reagiert mit Verbalattacke auf DFB und Dietmar Hopp: "Privatkrieg angezettelt"

Bayern-Fanszene reagiert mit Verbalattacke auf DFB und Dietmar Hopp: "Privatkrieg angezettelt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Fanszene des FC Bayern hat auf die Hassplakate in Sinsheim reagiert, die gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp (im Bild mit Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge) gerichtet waren.
Die Fanszene des FC Bayern hat auf die Hassplakate in Sinsheim reagiert, die gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp (im Bild mit Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge) gerichtet waren. © Getty Images/imago images/Avanti (Montage)
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Nach dem Skandalspiel zwischen der TSG Hoffenheim und dem FC Bayern meldet sich die Fanszene der Münchner zu Wort. Auf der Website "Südkurve München" äußern sie sich zu den Hassplakaten und Schmähungen gegen Mäzen Dietmar Hopp. Es ist auch ein weiterer Angriff auf den DFB.

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Die Fanszene des FC Bayern München hat sich für die Vorfälle bei der Partie in Sinsheim gerechtfertigt und keinerlei Einsicht gezeigt. Am Abend nach dem Skandalspiel zwischen der TSG Hoffenheim und dem FC Bayern (0:6) äußerten sie sich auf der Website "Südkurve München" zu den Hassplakaten gegen Mäzen Dietmar Hopp. In der Erklärung heißt es: "Wir haben heute in einem Spruchband das Wort 'Hurensohn' verwendet. Das ist normalerweise nicht unser Sprachgebrauch, wäre per se aber auch nicht erwähnenswert." Dabei verweisen sie auf ähnlich lautende Beleidigungen gegen Fans von Borussia Dortmund oder die FCB-Legenden Oliver Kahn und Uli Hoeneß.

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Schmähungen gegen Hopp: Hoffenheim und Bayern stellen das Fußballspielen ein

Das Fußballspiel zwischen der TSG Hoffenheim und dem FC Bayern geriet in den Hintergrund. Nach Schmähungen gegen Dietmar Hopp stellten die Mannschaften das Spielen komplett ein und demonstrierten Solidarität. Zur Galerie
Das Fußballspiel zwischen der TSG Hoffenheim und dem FC Bayern geriet in den Hintergrund. Nach Schmähungen gegen Dietmar Hopp stellten die Mannschaften das Spielen komplett ein und demonstrierten Solidarität. ©

Vorwurf von Bayern-Fanszene gegen Hopp

Die verbale Entgleisung bei der Kritik an Hopp, welche die Ultras "bisher immer auf eine andere Art und Weise artikuliert haben", erklärten sie mit einem direkten Vorwurf in Richtung des TSG-Förderers. In der Mittelung heißt es, der 79-Jährige habe "die Spirale selbst erheblich weitergedreht und einen Privatkrieg mit verschiedenen Fanszenen angezettelt". Die Münchner Anhänger führten aus, Hopp habe dies "unter anderem durch das Verwenden von Störgeräuschen, die bei einigen BVB-Anhängern Schmerzen hervorrufen", verursacht.

Mehr zum Hopp-Eklat

Diesen Vorfall nannte die Fan-Gruppierung des FCB als Grund dafür, dass die Fans von Borussia Dortmund ihre Aktivitäten gegen Hopp ausgeweitet hätten. Sie bestätigten auch, dass die kollektive Bestrafung der BVB-Fans den Konflikt ausgelöst hätten: "Dies führte über mehrere Eskalationsstufen dazu, dass das DFB-Sportgericht den Fans des BVB für zwei Spiele den Besuch der Auswärtsbegegnung bei Hoffenheim verbat. Damit hat der DFB sein Wort, zukünftig von Kollektivstrafen abzusehen gebrochen."

Red Bull, Dietmar Hopp, Lars Windhorst und Co.: Investoren im deutschen Profifußball

Dietmar Hopp bei der TSG Hoffenheim, Red Bull bei RB Leipzig und Lars Windhorst bei Hertha BSC - drei Beispiele für Investoren im deutschen Profifußball. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt in der Galerie noch weitere Geldgeber von der Bundesliga bis zur 3. Liga. Zur Galerie
Dietmar Hopp bei der TSG Hoffenheim, Red Bull bei RB Leipzig und Lars Windhorst bei Hertha BSC - drei Beispiele für Investoren im deutschen Profifußball. Der SPORTBUZZER zeigt in der Galerie noch weitere Geldgeber von der Bundesliga bis zur 3. Liga. ©

Auch wenn die Strafe gegen die Dortmunder die Bayern und ihre Anhänger "nicht betrifft", habe man "hierin einen Angriff auf Fanrechte im allgemeinen" wahrgenommen und "ein Affront, den wir nicht unbeantwortet lassen können." Die Unterbrechung der Partie zwischen Hoffenheim und Bayern sowie die folgende Reaktion der Spieler, die sich auf einen rund 13 Minuten langen Nichtangriffs-Pakt verständigt hatten, halten die Münchner Ultras für "überzogen und absurd".

Fans mit drastischem Verbalangriff gegen DFB

Die Mitteilung endet mit einer Ansage, die einem frontalen Verbalangriff in Richtung des DFB gleicht und die drastische Wortwahl der Banner in der Fankurve aufgreift: "Fußball bleibt dreckig – Fans bleiben rebellisch – Gegen Kollektivstrafen – Fick dich DFB!"