20. Juli 2020 / 17:35 Uhr

Hoppegarten: Die Leipziger Hoffnung „Miami“ verheddert sich in der Startmaschine

Hoppegarten: Die Leipziger Hoffnung „Miami“ verheddert sich in der Startmaschine

Jens Sorge
Leipziger Volkszeitung
Hoffnungsträgerin „Miami“ gehört dem Schauspieler Florian Martens und der Leipzigerin Steffi Schröder. 
Hoffnungsträgerin „Miami“ gehört dem Schauspieler Florian Martens und der Leipzigerin Steffi Schröder.  © galoppfoto
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Auf Fuchsstute „Miami“ ruhen große Hoffnungen. Die Schwester des momentan pausierenden „Mockingjay“ sollte am Sonntag in Hoppegarten erstmals ein Rennen bestreiten. Sie erschrak sich allerdings in der Startbox. Aber am 31. Juli in Magdeburg soll’s besser laufen...

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Hoppegarten. An diesen Sonntagnachmittag wird Trainer Marco Angermann nicht so gern zurück denken. Denn von seinen fünf Startern auf der erstmals seit der Corona-Pandemie mit 750 Zuschauern veranstaltenden Rennbahn Hoppegarten konnte sich keiner ganz vorn platzieren. Dazu dann noch Pech mit Miami. Die erstmals für ein Rennen vorgesehene Schwester des besten Leipziger Pferdes Mockingjay erschrak sich plötzlich in der Startbox, klemmte unter der Tür, konnte zum Glück schnell befreit werden. Zwar hatte sie sich nicht verletzt, nahm aber nicht am Rennen teil. „Wir wollen jetzt die Ursache finden. So ein Missgeschick kommt immer mal vor, aber wir haben uns schon gewundert. Denn im Training ist sie problemlos in die Startmaschine gegangen. Aber Training und Rennen sind halt verschiedene Dinge“, erzählt Marco Angermann. Am 31. Juli in Magdeburg soll mit Miami der nächste Debüt-Versuch gestartet werden.

Mockingjay mit Fissur im Fesselbein

Auf der Fuchsstute Miami ruhen große Hoffnungen. Das Pferd gehört dem Schauspieler Florian Martens („Ein starkes Team“) und Steffi Schröder. Die einstige Rennreiterin hatte bisher viel Freude an Miamis Bruder Mockingjay – das beste in Leipzig von Marco Angermann trainierte Rennpferd. Sensationell seine Bilanz von 2019: Sechs Starts, sechs Siege. In diesem Jahr wurde das Galopp-Ass vom Scheibenholz beim ersten Start Dritter, unverändert in der höchsten Handicapklasse zu Hause. Doch jetzt ist eine Pause angesagt. „Er hat eine Fissur im Fesselbein,“ sagt der Trainer: „Den Gipsverband soll er einige Zeit tragen. Ansonsten geht es ihm gut.“

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So muss Mockis kleine Schwester Miami die Familienehre hochhalten. Die vom irischen Gruppe-I-Sieger Zoffany stammende Pferdedame ist im Herbst 2019 von Hannover ins Scheibenholz umgezogen. Sie stammt ebenso wie der Bruder aus dem Gestüt Brümmerhof (Niedersachsen) von Julia und Gregor Baum. „Herr Baum hatte erfahren, dass ich Interesse an der Stute habe,“ erklärt Steffi Schröder, und fügt hinzu: „und hat sie mir zum Kauf angeboten. Miami hat nur ein Auge, sie wurde als Fohlen versehentlich von der Mutter getreten.“

Schimmel Quian siegte vor Ida Alata

Ansonsten ist Mockis Besitzerin von ihrer Neuerwerbung sehr angetan: „Sie sieht toll aus, ist groß und gut beieinander. Nach dem letzten Renntag in Hannover am 27. Oktober 2019 vergrößerte sie unser Gepäck, ging einwandfrei auf den Transporter, war ganz lieb und hat auch sofort gut gefressen. Wir haben ihr entsprechend Zeit zur Entwicklung gelassen“ Im Frühjahr 2020 holte Steffi Schröder dann noch den Berliner Florian Martens mit ins Boot.

Im Hauptereignis des elf Rennen umfassenden Nachmittages in Hoppegarten bestimmten die beiden am stärksten empfohlenden Pferde das Finale. Da zeigte sich der Schimmel Quian mit Lukas Delozier im Sattel erneut von seiner besten Seite. Zeitig stellte er im Hoppegartener Steherpreis über 2800 Meter die Weichen auf Sieg und gewann locker gegen die Favoritin Ida Alata, deren Reiter Andrasch Starke nichts unversucht ließ, um das Blatt zu wenden.

Jens Sorge, Uwe Köster