03. Dezember 2021 / 13:35 Uhr

Letzter Weltmeister von 1954 tot: Deutscher Fußball trauert um Horst Eckel

Letzter Weltmeister von 1954 tot: Deutscher Fußball trauert um Horst Eckel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ex-Nationalspieler Horst Eckel ist im Alter von 89 Jahren verstorben.
Ex-Nationalspieler Horst Eckel ist im Alter von 89 Jahren verstorben. © dpa
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Die Fußballwelt trauert um Horst Eckel. Der Weltmeister von 1954 ist am Freitag im Alter von 89 Jahren verstorben. Das teilte der DFB am frühen Nachmittag mit.

Der Fußball trauert um Horst Eckel. Der Weltmeister von 1954 starb am Freitag im Alter von 89 Jahren. Das teilte der DFB mit. Eckel bestritt bei der WM vor rund 67 Jahre als einziger Spieler aus dem deutschen Kader neben Fritz Walter alle sechs Spiele. Im Finale gegen Ungarn (3:2) war der er jüngste deutsche Akteur. Mit Eckel ist der letzte Weltmeister von 1954 gestorben.

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Neben seiner Karriere in der Nationalmannschaft, für die er 32-mal auflief, wurde Eckel beim 1. FC Kaiserslautern zur Legende. In 213 Spielen erzielte er 64 Tore. 1951 und 1953 wurde er mit den Pfälzern deutscher Meister, 1954 und 1955 reichte es zur Vizemeisterschaft. Nach seinem Karriereende engagierte sich Eckel ehrenamtlich in sozialen Bereichen und den Stiftungen von Fritz Walter und Sepp Herberger. 2017 gründete er gemeinsam mit seiner Tochter Dagmar eine eigene Stiftung, die sportbezogene Bildungsprojekte fördert und Sportangebote für ältere Menschen unterstützt.

"Ich habe Horst Eckel als einen wunderbaren Menschen kennengelernt und erlebt, der sich aus tiefster Überzeugung heraus stets auf die Seite der Schwächeren geschlagen hat und ihnen ein echtes Vorbild war. Menschen in vermeintlich aussichtslosen Situationen wusste er den Weg ans Licht zu zeigen, und der Held von Bern verband dies immer mit seinem ganz persönlichen Fußballmärchen", sagte der 1. DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch: "Willenskraft und Ehrgeiz, Zielstrebigkeit und Demut haben sein Leben geprägt und ihn zu einer Persönlichkeit gemacht, die wir alle schmerzlich vermissen. Nicht nur für mich geht mit seinem Tod eine Persönlichkeit verloren, auch uns im DFB mit unseren sozialen Einrichtungen, für die er unermüdlich unterwegs war, wird Horst Eckel fehlen."


Peter Peters, wie Koch 1. Vizepräsident des Verbandes erklärte: "Die Nachricht vom Tode Horst Eckels hat mich tief getroffen. Ich habe Horst Eckel nicht nur als einen unserer Fußballhelden verehrt, sondern ihn auch persönlich über alle Maßen geschätzt. Er hat mir 1991 nach meinem Einstieg in den Fußball beim 1. FC Kaiserslautern sehr geholfen, diesen Verein und seine Menschen kennenzulernen. Denn sie alle haben ihn geliebt. Weil er ein herausragender Fußballer war, vor allem aber wegen seines so positiven und einnehmenden Wesens, wegen seines großartigen Charakters. Er hat jedem Wertschätzung und Respekt entgegengebracht, er hat Ehrlichkeit und Bodenständigkeit ausgestrahlt. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich Horst Eckel kennenlernen durfte. Er war ein großartiger Weggefährte. Er wird uns allen sehr fehlen."