06. August 2020 / 20:01 Uhr

Köln-Manager Horst Heldt schimpft über Karl Lauterbach: "Politiker oder Showmaster"

Köln-Manager Horst Heldt schimpft über Karl Lauterbach: "Politiker oder Showmaster"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kölns Manager Horst Heldt (l.) hat SPD-Politiker Karl Lauterbach kritisiert. 
Kölns Manager Horst Heldt (l.) hat SPD-Politiker Karl Lauterbach kritisiert.  © imago images/Reiner Zensen/Montage
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Die Aussagen von SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zur möglichen Rückkehr der Fans in die Bundesliga-Stadien stoßen Kölns Manager Horst Heldt sauer auf. Lauterbach hatte zuvor das von der DFL erstellte Konzept für eine Wiederkehr der Anhänger infrage gestellt. 

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Horst Heldt hat harte Kritik am SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach geübt. "Ist der noch Politiker oder schon Showmaster", sagte der Manager des 1. FC Köln nach Angaben des kicker in einer Medienrunde am Donnerstag. Auslöser: Der Politiker hatte zuvor erhebliche Zweifel am von der DFL verabschiedeten Konzept für eine mögliche Zuschauer-Rückkehr in die Bundesliga-Stadien geübt. Der Vorstoß sei "überhaupt nicht angemessen", sagte Lauterbach in der ARD-Sendung "Maischberger – Die Woche". Das Konzept sei nicht sicher, weil niemand eine sichere An- und Abreise der Fans garantieren könne.

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Lauterbach mahnte, dass sich Deutschland am Anfang einer zweiten Welle befinde. "Die Kinder müssen mit Masken unterrichtet werden und da macht man sich Gedanken, vor 25.000 Leuten Fußball zu spielen", erklärte er weiter. Es gebe zudem keinen Anlass, zusätzliche Fälle durch Fußball-Fans zu riskieren, schrieb er im Vorfeld der Sendung am Mittwochabend auf Twitter: "Wir können uns nur begrenzt Hotspots leisten."

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Heldt antwortete: "Es ist wichtig, die Gefahren zu thematisieren und auf die Risiken hinzuweisen." Allerdings sei es keine Unterstützung, zu hören, "was nicht geht, statt Lösungsansätze zu suchen und zu liefern." Die DFL-Mitgliederversammlung hatte am Dienstag mehrheitlich, aber nicht einstimmig für den Fall der Fan-Rückkehr ein Alkoholverbot sowie die Streichung der Stehplätze bis zum 31. Oktober beschlossen. Bis zum Jahresende sollen zudem keine Gäste-Tickets verteilt und Maßnahmen getroffen werden, die eine Nachverfolgung von Infektionsketten möglich macht.