08. Februar 2020 / 19:10 Uhr

Der HSC lebt! 2:0 gegen den HSV II im ersten Regionalliga-Duell 2020

Der HSC lebt! 2:0 gegen den HSV II im ersten Regionalliga-Duell 2020

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Der 2:0-Hammer von Gürkan Öney.
Der 2:0-Hammer von Gürkan Öney. © Florian Petrow
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Der HSC Hannover hat mit dem 2:0 im ersten Regionalliga-Spiel des Jahres gegen den Hamburger SV II ein fettes Lebenszeichen von sich gegeben, das als Kampfansage an die Konkurrenz zu verstehen ist. Nach dem Motto: Wir leben noch, wir zerreißen uns für den Klassenerhalt.

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Niklas Kiene rannte, als wenn es um sein Leben ginge. 95 Minuten lang. Und mit ihm die gesamte Mannschaft. Der HSC Hannover hat mit dem 2:0 (2:0) im ersten Regionalliga-Spiel des Jahres gegen den Hamburger SV II ein riesiges Lebenszeichen von sich gegeben, das als Kampfansage an die Konkurrenz zu verstehen ist.

Noch zwei Punkte auf den Relegationsplatz

Im siebten Vergleich mit einer Bundesliga-Reserve fuhr die Mannschaft von Trainer Martin Polomka ihren ersten Sieg ein. Sie blieb zum dritten Mal in dieser Saison ohne Gegentor, und, viel wichtiger, sie hat den Rückstand auf den Relegationsplatz mit ihrem zweiten Saisonsieg auf zwei Zähler verkürzt. So kann, darf und muss es weitergehen.

Kiene ging vor der Abwehr zusammen mit Björn Limbach vorweg, im Angriff sorgte Martin Wiederholt für Unruhe, auf den Außenbahnen Gürkan Öney, Neuzugang Ilyas Bircan, Maurice Kleinert und Yannick Bahls. Von der ersten Minute an ging der HSC vorne drauf, Polomka hatte versprochen, dass seine Mannschaft eine unangenehme sein würde. Und das war sie. 95 Minuten lang.

Starker Start in die Partie

In der 6. Minute gab es vor 256 Zuschauern bereits den dritten Eckball für den Gastgeber. „Deniz Tayar hat gesagt, ich soll mal gucken, was der Torwart macht“, sagte Kiene zu seinem Husarenstück. „Ich hab mir gesagt, komm zieh das Ding mal scharf aufs Tor, und ja, es hat geklappt.“ Der Ball senkte sich über HSV-Keeper Kevin Harr ins lange Eck - 1:0.

Bilder vom Spiel der Regionalliga Nord zwischen dem HSC Hannover und Hamburger SV II

Ist der HSC gerettet? Wenn es nach den Regionalligisten geht, ist diese Frage mit JA! zu beantworten. Zur Galerie
Ist der HSC gerettet? Wenn es nach den Regionalligisten geht, ist diese Frage mit JA! zu beantworten. ©

Gefährliche Standards

Kienes Standards sorgten auch in der Folge immer wieder für Gefahr. Die Gäste kamen indes nur einmal gefährlich vor das Tor. In der 17. Minute vertändelte Xavier Amaechi nach einem Konter das leere Tor vor sich den Ball, Tayar drängte ihn anschließend nach Außen ab. HSC-Keeper Pascal Geerts bekam erst in der 32. Minute einen Ball zu halten - einen harmlosen Kopfball nach einem Freistoß. Als Moritz Broni Kwarteng weit in der Nachspielzeit aus 17 Metern den Außenpfosten traf, war das Spiel längst entschieden.

Neuzugang Okoronwko mit Assist

Mit Solomon Okoronwko machte in der 41. Minute auch der zweite Winterneuzugang auf sich aufmerksam. Seine Flanke flog über Wiederholt und den HSV-Keeper hinweg, Öney stand am zweiten Pfosten goldrichtig und hämmerte den Ball zum 2:0 in die Maschen.

HSC Hannover - HSV II: Die Stimmen der Trainer zum 2:0
Nach dem Spiele versammelte sich die Mannschaft nochmal im Mittelkreis, um den Sieg zu feiern

HSC ließ auch in der zweiten Hälfte nicht nach, auch wenn das Dritte nicht fallen wolte

Der HSC blieb auch nach dem Seitenwechsel die griffigere, galligere Mannschaft. Die Gäste drückten zwar, ohne aber wirklich gefährlich zu werden. Ganz anders der HSC: Nach einem Konter flankte Öney den Ball nach einem Sprint über das halbe Feld in die Mitte, Okoronkwo verstolperte die Hereingabe, der Schuss von Kleinert wurde geblockt (75.). Einen Öney-Volleyschuss parierte Harr - genau wie den Tayar-Kopfball nach der folgenden Ecke.

Kiene: „In dieser Form können wir jeden Gegner schlagen“

Erleichterung spüre, sagte Kiene, ohne groß außer Atem zu sein. „In dieser Form können wir jeden Gegner schlagen. In der Hinrunde haben wir oft irgendwann einen Knacks bekommen, jetzt fühle ich mich persönlich so, dass ich auch 110, 120 Minuten gehen könnte.“ Es dürfte auf jeden Fall noch genug Luft gewesen sein für den folgenden Mannschaftsessen mit Kegeln in der Gaststätte Zur Eiche. „Die Jungs sollen heute die Sau rauslassen, das haben sie sich absolut verdient“, sagte Polomka.

Die Aufstellung des HSC Hannover: Geerts - Kleinert, Tayar, Vilches-Bermudez, Bahls - Öney (90. Hezo), Lambach, Kiene, Bircan - Wiederholt (83. Schultz), Okoronkwo (75. Batbay)