07. März 2020 / 16:20 Uhr

Gegentor in der 90. Minute: HSC Hannover verliert denkbar knapp beim Tabellenführer 

Gegentor in der 90. Minute: HSC Hannover verliert denkbar knapp beim Tabellenführer 

Moritz Speer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Lübecks Sven Mende und Hannovers Niklas Kiene kämpfen um den Ball. 
Lübecks Sven Mende und Hannovers Niklas Kiene kämpfen um den Ball.  © imago images/Nordphoto
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In der 87. Minute war die Welt beim HSC Hannover noch in Ordnung. Ferhat Bikmaz traf beim Tabellenführer VfB Lübeck zum umjubelten 1:1. Alles sah danach aus, als könnte das Team von Martin Polomka tatsächlich einen Punkt beim Regionalliga-Primus entführen. Doch in der 90. Minute fing sich der HSC doch noch das 1:2...

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Die Führung: Patrick Hobsch jubelt nach seinem Tor zum 1:0. ©

Ist das bitter für den HSC! Das Team von Martin Polomka hielt beim VfB Lübeck lange gut mit – zu einem Punktgewinn reichte es trotzdem nicht. Durch ein Tor in der 90. Minute verlor das Schlusslicht vor 2795 Zuschauern mit 1:2 (0:0). „Natürlich tut das richtig weh“, sagte Polomka.

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Das Pech eines Tabellenletzten

Zur Pause stand es in einem kampfbetonten Spiel auf schlechtem Rasen noch 0:0. Zwischen den Pfosten gab Sascha Algermissen sein Debüt. Die Gäste machten die Räume eng, verteidigten laufstark und gallig, ließen kaum Torchancen zu. Beinahe wäre der Tabellenletzte sogar in Führung gegangen, doch Hauke Bartels scheiterte an der Latte (11. Minute). „Wenn du unten stehst, hast du oft dieses Quäntchen Pech“, sagte Polomka. „Wir haben taktisch ein bisschen anders gespielt und das hat gut geklappt. Wir haben Lübeck zu vielen langen Bällen gezwungen.“

Doch in Durchgang zwei erhöhte der VfB die Schlagzahl. In der 68. Minute wurde der Tabellenführer für seine Bemühungen belohnt: Der HSC ließ eine Flanke von Elsamed Ramaj, VfB-Leihgabe von Hansa Rostock, zu – in der Mitte vollendete Patrick Hobsch in klassischer Stürmer-Manier.

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In der Folgezeit boten sich weitere gute Torchancen für den Tabellenführer, doch sowohl Hobsch (71.) als auch Ahmet Arslan (73.) vergaben. Polomka setzte mit den Einwechslungen von Christopher Schultz und Ferhat Bikmaz alles auf eine Karte. In der 87. Minute sorgte HSC-Kapitän Bikmaz für Ruhe in der Lohmühle, als er einen Freistoß per Kopf in die Maschen setzte. Es sah alles nach einem Punktgewinn aus, doch Lübeck demonstrierte eindrucksvoll, warum sie ganz oben in der Tabelle stehen.

In der 90. Minute klärte Algermissen eine Flanke vor die Füße von Sven Mende, der nicht lange fackelte und den Ball zum 2:1 ins Tor hämmerte. In die Emotionen nach dem späten Siegtreffer hinein sah Hannovers Co-Trainer Christopher Boyn noch die Rote Karte. „Wir haben ein Riesenspiel geliefert“, sagte Polomka, „fahren mit Riesenselbstvertrauen nach Hause und freuen uns aufs Derby gegen 96 II.“

Moritz Speer und Christoph Hage