17. September 2020 / 16:31 Uhr

David gegen Goliath? HSC reist zum Titelkandidaten nach Wolfsburg

David gegen Goliath? HSC reist zum Titelkandidaten nach Wolfsburg

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
„Die Ergebnisse sind blöd, aber deswegen ist auch nicht alles schlecht. Noch ist alles möglich, sagt HSC-Coach Martin Polomka.
„Die Ergebnisse sind blöd, aber deswegen ist auch nicht alles schlecht. Noch ist alles möglich", sagt HSC-Coach Martin Polomka. © Florian Petrow
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Bei den Mitteln, die der Verein aus der List zur Verfügung habe, sei jedes Duell ein Spiel David gegen Goliath, sagt HSC-Trainer Martin Polomka. Das dürfte vor allem für die Regionalliga-Partie am Freitag (19 Uhr) beim VfL Wolfsburg II gelten.

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Noch hält sich Martin Polomka mit Kritik zurück, redet sein Team stattdessen stark. Die Tabelle in der Vorrundengruppe Süd der Regionalliga Nord interessiert den Trainer des HSC Hannover nur am Rande. Doch das kann sich schnell ändern, umso länger Polomkas Elf im Keller feststeckt.

Dass der HSC heute (19 Uhr) im AOK-Stadion des VfL Wolfsburg II seine ersten Punkte einfährt, ist unwahrscheinlich – und für den Coach kein „Muss“.

Bilder vom Spiel der Regionalliga Nord zwischen dem HSC Hannover und SSV Jeddeloh

Zaungast beim HSC: Andre Breitenreiter. Zur Galerie
Zaungast beim HSC: Andre Breitenreiter. ©

Er sei ganz entspannt, sagt Polomka nach den Auftaktniederlagen in Oldenburg (0:1) und gegen Jeddeloh. „Die Ergebnisse sind blöd, aber deswegen ist auch nicht alles schlecht. Noch ist alles möglich.“

Das klingt nach Phrasen, nach Durchhalteparolen, doch der HSC-Trainer verweist auf die Statistikdatenbank der 4. Liga. Sein Team habe mit 20 Torchancen die meisten aller elf Teams – vor 96 II (18) sowie Hildesheim und Oldenburg (je 15).

Jeddeloh macht aus zehn Chancen sechs Tore

„Schlusslicht ist Jeddeloh, das aus zehn Chancen sechs Tore macht“, sagt Polomka. „Und drei Tore in einem Spiel haben wir in dieser Liga auch noch nicht gemacht.“

Von der Spielanlage, von der Fitness und der Arbeit gegen den Ball sei seine Mannschaft „deutlich besser als im vergangenen Jahr. Aber wer solche individuellen Fehler macht, der kann kein Spiel gewinnen.“

"Erstmals nicht mehr Ballbesitz"

Bei den Mitteln, die der Verein aus der List zur Verfügung habe, sei jedes Duell ein Spiel David gegen Goliath. Was vor allem für die heutige Partie gelten dürfte. „Das wird das erste Spiel, in dem wir nicht mehr Ballbesitz haben“, sagt Polomka.

Angreifer Marvin Ibekwe hat seine Rotsperre abgesessen, dafür fehlen in Wolfsburg Francis Adomah und Ilyas Bircan (beide leichte Zerrung).

Mehr aus der Regionalliga Nord

Die Reserve der Wölfe startete vor einer Woche mit einem 3:0-Sieg in Hildesheim in die neue Saison, dürfte erneut zu den ganz heißen Titelkandidaten in der 4. Liga zählen.

"Das macht mich zuversichtlich"

Gerade zu Hause wollen wir in der gleichen Art und Weise auftreten, genauso bissig und fokussiert agieren", sagt VfL-Trainer Henning Bürger. "Dann haben wir gute Chancen, erneut erfolgreich zu sein. In Hildesheim hatten wir eine harte Nuss zu knacken, haben das aber sehr gut gelöst. Das macht mich auch für die kommenden Aufgaben sehr zuversichtlich.“