20. September 2019 / 17:05 Uhr

HSC, Limmer und Bemerode: Mit diesen Problemen haben Hannovers Oberliga-Teams noch zu kämpfen

HSC, Limmer und Bemerode: Mit diesen Problemen haben Hannovers Oberliga-Teams noch zu kämpfen

Sarah Seitz
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Mit dem HSC Hannover, dem TSV Limmer und dem TSV Bemerode mischen diese Saison zwei Hannoversche Teams mehr in der Oberliga mit.
Mit dem HSC Hannover, dem TSV Limmer und dem TSV Bemerode mischen diese Saison zwei Hannoversche Teams mehr in der Oberliga mit. © Helge Schneemann/Sarah Seitz/Photoshop
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Aus eins mach drei: In der aktuellen Saison spielen mit dem Aufsteiger HSC Hannover, dem Absteiger TSV Limmer und dem TSV Bemerode gleich drei Hannoversche Teams in der Oberliga. Während der HSC und Limmer mit Verletzungssorgen zu kämpfen haben und noch nicht richtig in den Tritt gekommen sind, schlagen sich die jungen Bemeroderinnen gut. 

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Der TSV Bemerode ist der alte Hase unter den Teams in der Oberliga. Zumindest aus Hannoverscher Sicht: Während Absteiger TSV Limmer und Aufsteiger HSC Hannover neu in die Liga stoßen, ist es für die Mannschaft von Trainerin Cordula Anderson bereits das dritte Jahr nach dem Aufstieg. Nach Platz 9 und 10 soll es nicht noch einen Platz nach unten gehen - der würde nämlich den Abstieg bedeuten.

"Wir haben eine Jugend-forscht-Truppe"

Der Start ist den Bemeroderinnen mit fünf Punkten aus vier Spielen geglückt. Platz fünf würde Anderson am Ende der Saison gern unterschreiben. "Wir haben aber keine Platzierung als Ziel gesetzt. Natürlich wollen wir am liebsten so früh wie möglich den Klassenerhalt klar machen." Aber: "Wir haben eine Jugend-forscht-Truppe. Ich glaube, wir stellen das jüngste Team der gesamten Oberliga. Da muss man mit einer gewissen Fehlerquote einfach rechnen."

An Konstanz mangele es naturgemäß noch, in personeller Hinsicht jedoch nicht: "Die Spielerinnen sind sehr vereinstreu." Aus dem eigenen Nachwuchs rücke immer reichlich Qualität nach. Der junge Kader habe Vor- und Nachteile: Die Spielerinnen haben technische Qualitäten, sind fit, an Erfahrung mangelt es aber natürlich noch. "Wir versuchen das Körperliche, das Zweikampfverhalten, immer wettkampfnah zu trainieren", so Anderson, damit ihre "Leichtgewichte furchtlos in die Partien gehen".

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Im Oberliga-Duell zwischen dem 1.FC Germania Egestorf/Langreder und dem TB Uphusen hatte der Gast seine Trikots vergessen.  Zur Galerie
Im Oberliga-Duell zwischen dem 1.FC Germania Egestorf/Langreder und dem TB Uphusen hatte der Gast seine Trikots vergessen.  ©
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"13 Tore in 3 Spielen ist recht heftig"

Nach zwei Jahren in der niedrigeren Spielklasse ist die Mannschaft des HSC zurück in der Oberliga - mit einem ebenfalls sehr jungen Kader. "Das ist eindeutig etwas Positives. Wir haben riesiges, doch ausbaufähiges Potenzial auf dem Platz", erklärt Trainer Manuel Stübler. Problematisch sei jedoch der verletzungsbedingte Ausfall von acht Spielerinnen. Die drei bisher bestrittenen Ligaspiele, welche allesamt verloren wurden, entschuldige dies jedoch nicht. "13 Tore in 3 Spielen ist recht heftig. Aber wir hatten auch keine Entlastung der Defensive, da fehlt uns noch die Balance", so Stübler. Das Problem seien vor allem Flüchtigkeitsfehler und die fehlende Schnelligkeit im Kopf. "Wir kamen recht erfolgsverwöhnt aus der Landesliga. Da müssen wir uns erstmal umstellen."

Limmer und das ewige Verletzungsproblem

Ebenfalls umstellen musste sich Absteiger TSV Limmer. "Während wir es in der Regionalliga eher mit offensiven Gegnern zu tun hatten, die wirklich Fußball spielen wollten, sind wir in der Oberliga nun selbst gefragt, das Zepter in die Hand zu nehmen und das Spiel zu machen. Daran müssen wir uns erstmal gewöhnen", erklärt TSV-Trainer Tobias Lehmann. Für den Start hatte er sich eigentlich mehr als vier Punkte aus vier Spielen erhofft. Doch der TSV scheint mittlerweile chronisch unter Verletzungspech zu leiden. Zwar kehrte die verletzte Levke Hölzer zurück, doch muss sie sich nach eineinhalb Jahren Pause erst wieder zu alter Stärke zurückfinden. Darüber hinaus fehlen Lehmann mit Katharina Haar, Vanessa Jünger und Cara Stein wichtige Spielerinnen der Offensive, "die nicht zu ersetzen sind".

Dennoch gibt Lehmann zu, dass sein Team nicht ganz unschuldig am durchwachsenen Start ist: "Wir haben auch nicht die Leistung erbracht, die wir erbringen wollten. Wir müssen individuelle Fehler und die schlechte Chancenverwertung vermeiden."

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Ausgeglichenes Feld hinter Barmke und Braunschweig

Einig sind sich alle Trainer, dass es hinter Eintracht Braunschweig und dem TSV Barmke eng wird. "In der Liga kann jeder jeden schlagen", findet HSC-Coach Stübler. Deshalb gehe Bemerodes Trainerin Anderson davon aus, dass viele Teams "nach unten gucken müssen. Da wird es viele Unentschieden geben."

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