21. Juli 2021 / 11:20 Uhr

Die Ziele der HSC-Reserve: Junge Spieler und eine Spielphilosophie weiterentwickeln

Die Ziele der HSC-Reserve: Junge Spieler und eine Spielphilosophie weiterentwickeln

Jannik Meyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
HSC-Coach Jens Winkel würde zur Aufstiegsrunde nicht nein sagen, setzt aber einen anderen Schwerpunkt.
HSC-Coach Jens Winkel würde zur Aufstiegsrunde nicht nein sagen, setzt aber einen anderen Schwerpunkt. © Debbie Jayne Kinsey
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Mit einer klaren Prämisse geht der HSC Hannover II in die neue Bezirksliga-Saison: junge Spieler weiterentwickeln. Die erste Hälfte der Spielzeit will das Trainerduo Jens Winkel/Kai Glombik vorrangig zum Einspielen nutzen, "um dann in der Abstiegsrunde voll da zu sein". Der Altersdurchschnitt liegt bei 22 Jahren.

Auch in der kommenden Bezirksliga-Spielzeit wird bei der Reserve des HSC der Fokus eindeutig auf die Weiterentwicklung junger Spieler gelegt. „Wir wollen uns ständig weiterentwickeln. Die Priorität ist klar“, sagt Trainer Jens Winkel. „Natürlich würden wir zur Aufstiegsrunde nicht nein sagen. Aber wir denken, dass wir die Vorrunde zum Einspielen unserer Spielphilosophie nutzen, um dann in der Abstiegsrunde voll da zu sein“, erläutert der Coach.

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Winkel geht in sein zweites Jahr beim HSC, erneut wird er das Team mit seinem jungen Trainerkollegen Kai Glombik führen. Der Altersdurchschnitt in der Mannschaft liegt bei 22 Jahren. Das liegt auch daran, dass mit Dominik Renz, Adu Kwabena sowie Lian Mugaragu drei Spieler aus der U19 aufgerückt sind.

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Darüber hinaus verstärken Aytugcan Kaya und Emre Baki Bozbas (beide JFV Calenberger Land U18), Pascal Jarzyna (Koldinger SV) und Neel-Arne Schönleiter (SC Hemmingen-Westerfeld) die U23 des HSC.

Den Klub verlassen haben Noil Goitom, Paul Rödger und Abou Haous Abu (berufliche Gründe) sowie Niclas Spilner und Kristiani Gjetaj (Ziel unbekannt). Damit gehören 26 Spieler vom Kader von Winkel und Glombik. „In der Breite sind wir in dieser Saison besser aufgestellt als in der vergangenen. Das liegt auch daran, dass wir sehr talentierte junge Spieler aus dem Raum Hannover hinzubekommen haben“, freut sich Winkel.

Empfindliche Niederlage in Kleefeld

Sechs Wochen lang bereitet das Trainerduo seine Mannschaft auf die neue Runde vor. Nach zwei Testspielsiegen setzte es zuletzt eine 0:5-Niederlage bei Kreisligist TuS Kleefeld. „In den ersten Spielen sind die Ergebnisse völlig zweitrangig. Teilweise konnten schnell Erkenntnisse gezogen werden, was es mit den Jungs macht, sieben Monate kein Fußball zu spielen“, sagt Winkel.

Im weiteren Verlauf der Vorbereitung trifft die Mannschaft von der Constantinstraße unter anderem noch auf den SC Drispenstedt und den Landesligisten SC Hemmingen-Westerfeld. „Wir haben uns bei den Testspielgegnern für eine gesunde Mischung entschieden, um auch zu sehen, was stärkere Mannschaften besser machen als wir, und davon zu lernen“, sagt der Coach.


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In der Vorbereitung setzen die Trainer einen Schwerpunkt auf die Entwicklung einer passenden Spielphilosophie für das Team. Aufgrund der langen Trainings- und Spielpause liegt der Fokus aber auch auf der Belastungssteuerung der Spieler. „Wir hoffen ja, dass wir endlich mal wieder eine Saison zu Ende spielen können. Das wird eine hohe Belastung für die Jungs, wir wollen sie verletzungsfrei durch die Hin- und Rückrunde bekommen“, sagt Winkel.

Auf Hilfe aus der ersten Mannschaft will der HSC II weniger zurückgreifen. Ab und an könne es sein, dass mal ein Spieler aus dem Regionalliga-Kader aushilft, der beispielsweise nach einer Verletzungspause Spielpraxis sammeln möchte. „Aufgrund der sehr guten Zusammenarbeit zwischen der ersten und zweiten Mannschaft ist das für uns als selbstverständlich anzusehen, es stärkt das Wir-Gefühl im Verein“, sagt Winkel.