09. Februar 2020 / 13:50 Uhr

HSG Göttingen gewinnt bei der HG Rosdorf-Grone mit 40:24

HSG Göttingen gewinnt bei der HG Rosdorf-Grone mit 40:24

Ferdinand Jacksch
Göttinger Tageblatt
Freudentänzchen: Die HSG Göttingen freut sich über den Derbysieg bei der HG Rosdorf-Grone.
Freudentänzchen: Die HSG Göttingen freut sich über den Derbysieg bei der HG Rosdorf-Grone. © Heller
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Der 16. Spieltag der Frauen-Oberliga ließ mit zwei faustdicken Überraschungen aufhorchen. Die zuvor seit zehn Spieltagen sieglose HSG Göttingen gewann das Derby beim gastgebenden Tabellendritten HG Rosdorf-Grone ebenso deutlich wie der Northeimer HC bei der 2020 bisher ungeschlagenen HSG Plesse-Hardenberg.

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HG Rosdorf-Grone – HSG Göttingen 24:40 (12:17). Schon recht schnell führte die abstiegsgefährdete HSG mit 4:1 (4.) und 9:4 (14.). Ohne die grippekranke Kapitänin Maite Gutenberg konnte die HGRG noch einmal auf 19:22 (40.) verkürzen. Doch der spätere Sieger gab das Spiel nie aus der Hand und steigerte sich zum Schluss in einen wahren Spielrausch.

„Da lief es richtig gut, und es gab kein Halten mehr“, war HSG-Trainer Uwe Viebrans überglücklich. „Wir haben eine tolle Deckung mit einer starken Torfrau Stefanie Elkenz gespielt und vorn unsere Chancen konsequent genutzt“, so der Coach. „Endlich ist der Knoten geplatzt“, jubelte die 14-fache Torschützin Janina Schmieding. „Wir sind als Mannschaft aufgetreten. Unser Spiel hat einfach Spaß gemacht.“

HG Rosdorf-Grone - HSG Göttingen, Handball-Oberliga der Frauen 2019/20

HG Rosdorf-Grone - HSG Göttingen, Handball-Oberliga der Frauen 2019/20 Zur Galerie
HG Rosdorf-Grone - HSG Göttingen, Handball-Oberliga der Frauen 2019/20 © Heller

Das konnte Kreisläuferin und Teamsprecherin Franziska Gräser nur unterstreichen. „Wir haben einmal mehr bewiesen, dass wir in die Oberliga gehören“, sagte sie. Lange Gesichter gab es indes beim Tabellendritten HG Rosdorf-Grone: „Wir haben keine Leidenschaft und keinen Einsatz gezeigt“, haderte HG-Trainer Sascha Heiligenstadt mit der Leistung seines Teams.

Torjägerin Silvana Hinrichs spendete indes dem Sieger ein dickes Lob: „Die HSG hat absolut verdient gewonnen. Wir standen uns einfach selber im Weg.“ Nele Diek appellierte abschließend an ihr Team: „Jetzt gilt es die Fassung zu bewahren, um am kommenden Wochenende wieder die gewohnte Leistung abzurufen.“ – HG: Wedemeier (6), Seifert (6/6), A. Gutenberg (4), Gerke, Mündemann (je 2), Diek, Herthum, Hinrichs, Neidhardt (je 1). – HSG: J. Schmieding (14/5), Gräser (7), Pölkner (6), N. Bause (5), Albrecht, Meroth (je 3), K. Schmieding, Tischer (je 1).

Spitzenreiter siegt bei Schlusslicht

Wer wird Meister, wer steigt in die 3. Liga auf? Der MTV Vater Jahn Peine lässt sich als Spitzenreiter der Frauenhandball-Oberliga nicht vom Thron stoßen und verbuchte mit dem wenig überzeugenden 37:33-Erfolg beim sieglosen Schlusslicht HV Lüneburg den 13. Sieg im 16. Spiel. Auch der drei Punkte zurückliegende Tabellenzweite MTV Rohrsen aus dem gleichnamigen Hamelner Stadtteil ist nach dem 27:25-Sieg beim MTV Altencelle nunmehr seit neun Spielen ungeschlagen. Fest steht: Peine wird im Falle eines Titelgewinns nicht für die 3. Liga melden – aus personellen und wirtschaftlichen Gründen. Und Rohrsen? Dort hat man sich noch keine Gedanken gemacht: „Wir schauen von Woche zu Woche“, machte Trainer Carem Giese jetzt deutlich.

HSG Plesse-Hardenberg – Northeimer HC 17:30 (6:17). 2:0 führte das Burgenteam, doch dann wurden die Gastgeberinnen zu ungewohnt später Stunde um 21 Uhr aus allen Träumen gerissen. Lediglich der Northeimer HC war hellwach, blies zum Angriff und lag nach 23 Minuten mit 15:3 vorn – später stand es kurz nach der Pause 18:7.

„Es war einfach ein kompletter Totalausfall, und wir haben überhaupt nicht mehr zurück ins Spiel gefunden, nachdem wir eigentlich mit einem 2:0 gut gestartet waren“, erlebte Kreisläuferin Nora Minhöfer ihren wohl schwärzesten Tag im Trikot des Burgenteams. Während der Northeimer HC die Einladung zum „Tag der offenen Tür“ dankbar annahm, verharrte die HSG Plesse-Hardenberg in Schockstarre.

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„Nach knapp 15 Minuten war das Spiel entschieden“, ärgerte sich Trainer Yunus Boyraz. „Wir waren zu langsam in der Abwehr, zu statisch im Angriff und haben uns die Chancen nur halbherzig herausgespielt.“ Sein Kompliment galt dem Gegner: „Northeim war giftiger und viel zielstrebiger als wir. Die Gäste haben eine sehr gute Leistung gezeigt, und wir haben sie tatkräftig unterstützt.“

NHC-Trainer Carsten Barnkothe war stolz auf sein Team: „Wir waren top eingestellt auf Plesse. Eine wahnsinnige Deckung mit einer überragenden Franziska Post im Tor haben herausgeragt.“ Und so nahm die stellvertretende HSG-Spielführerin Yasmin Hemke am Ende auch kein Blatt vor den Mund. „Wir haben in der Abwehr und im Angriff völlig versagt“, sagte sie. – HSG: Rombach (7/6), Hille (4), Schütze (2), Al Najem, Müller, Schob, (je 1), Herale (1/1). – NHC: Weitemeier (12/5), M. Barnkothe (8), Kühne (5), Freckmann (3), A. Barnkothe, Peters (je 1).

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