13. Januar 2020 / 18:18 Uhr

HSG Nord Edemissen siegt dank der Nervenstärke

HSG Nord Edemissen siegt dank der Nervenstärke

Hartmut Butt und Jürgen Hansen
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dine Neugebauer (am Ball) übernahm Verantwortung und warf sechs Tore.
Edemissens Dine Neugebauer (am Ball) übernahm Verantwortung und warf sechs Tore. © Foto: Isabell Massel (Archiv)
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Einen überzeugenden Start ins neue Jahr haben die Landesliga-Handballerinnen der SG Zweidorf/Bortfeld hingelegt. Denn der Tabellenzweite feierte bei der HSG Rhumetal einen deutlichen Auswärtssieg. Ebenfalls zwei Punkte in der Fremde holte die HSG Nord Edemissen – sie gewann in Northeim mit 22:21. 

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HSG Rhumetal – SG Zweidorf/Bortfeld 22:36 (8:17). Nur einmal geriet die SG in Rückstand. Doch nach dem 0:1 zogen die Gäste auf 5:1 davon. „Unsere Abwehr hat vor allem in der ersten Halbzeit hervorragend gestanden. Nur acht Gegentore in einer Halbzeit sind ein erstklassiges Ergebnis“, erklärte SG-Coach Ulrich Bollmann. Bereits in den Anfangsminuten deutete Rückraumspielerin Annika Sonnenberg an, dass sie an diesem Tag nur schwer zu stoppen sein wird. Immer wieder lief sie mit hohem Tempo auf das Rhumetaler Tor zu – am Ende hatte sie 13 Treffer erzielte und damit maßgeblichen Anteil am klaren Erfolg.

Spätestens nach 18 Minuten war der Widerstand der HSG gebrochen, als Larissa Kamp zum 13:4 traf. „Wir wussten, dass die Rhumetaler Abwehr nicht sonderlich kompakt ist“, berichtete Bollmann. Das zeigte sich auch in den Zweikämpfen, die meistens von der SG gewonnen wurden. Im Gefühl des sicheren Sieges ließ die Konzentration in der zweiten Halbzeit jedoch etwas nach. „Das ist aber normal“, sagte Bollmann, der einen sehr geruhsamen Nachmittag auf der Trainerbank verlebte und den Ausfall von Elisa Kelkert und Kim Steinmetz gut kompensieren konnte. „Aufgrund des deutlichen Vorsprungs konnte ich sogar allen ausreichend Spielzeit geben.“

Zweidorf/Bortfeld: Rother – Sonnenberg (13), Böger (7), Kamp (5), Marks (3), Grobe (3), Filipczak (2), Strutz (1), Giese (1), Wesemann (1), Inga, Eggert.

Mehr regionaler Handball

Northeimer HC – HSG Nord Edemissen 21:22 (11:11). Den Erfolg seiner Mannschaft führte HSG-Nord-Trainer Gundolf Deterding hauptsächlich auf die starke kämpferische Leistung zurück. „Vorn lief es weniger gut. Am Kreis leisteten wir uns oft unnötige Anspiele, die der Gegner abfing. Dadurch fingen wir uns Tempogegenstöße ein.“

Während der Anfangsphase offenbarten die Edemisserinnen zudem Mängel in Sachen Torabschluss – Northeim legte ein 4:1 vor. „Dabei hätten wir zu diesem Zeitpunkt führen müssen, nutzen jedoch fast alle Chancen nicht“, monierte Deterding, dessen Mannschaft sich steigerte, den Ausgleich schaffte (7:7, 20.) und das Remis bis zur Pause hielt. Nach dem Wechsel bekamen die Gäste Oberwasser (12:16, 14:17, 16:19). Erheblichen Anteil daran hatte die sechsfache Torschützin Dine Neugebauer. „Dine hat Verantwortung übernommen.“

In der Schlussphase wurde es jedoch noch einmal eng, Northeim verkürzte auf 18:19 (53.) und schaffte zwei Minuten vor Schluss den Ausgleich. „Denn wir schlossen zu früh ab, warfen teilweise schon nach 15 Sekunden aufs Tor. Außerdem bekamen wir die gegnerische Kreisläuferin während dieser Phase nicht in den Griff“, bemängelte der HSG-Trainer.

Das entscheidende Tor erzielte Teresa Carmon 23 Sekunden vor dem Abpfiff per Siebenmeter. „Teresa bewies Nervenstärke und verwandelte sicher. Gleiches gilt für Anne Brand, die in der ersten Halbzeit in der Schlusssekunde vom Punkt traf“, lobte Deterding.

HSG Nord: Wilck (Tor) – Neugebauer (6), Streit, Himmelstoß (2), Carmon (5/2), Schmidt (2), Brand (3/3), Brandes (1), Gail, Feldt (3), Höper, Hintz.