10. Februar 2020 / 17:01 Uhr

HSG Nord muss Niederlage und Verletzungs-Schock verkraften

HSG Nord muss Niederlage und Verletzungs-Schock verkraften

Jürgen Hansen
Peiner Allgemeine Zeitung
Endstation Geismars Abwehr: Anna-Lena Feldt (Mitte) und die HSG Nord Edemissen fanden selten Lücken im Bollwerk des Spitzenreiters.
Endstation Geismars Abwehr: Anna-Lena Feldt (Mitte) und die HSG Nord Edemissen fanden selten Lücken im Bollwerk des Spitzenreiters. © Foto: Ralf Büchler
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Die Zuschauer in der Edemisser Sporthalle dürften den kommenden Meister gesehen haben: Im Topspiel schafften es auch die Landesliga-Handballerinnen der HSG Nord nicht, Liga-Dominator MTV Geismar zu schlagen. Bei der 19:26-Niederlage mussten die Edemisserinnen auch einen Verletzungsschock verkraften.

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Nichts zu holen gab es für die Landesliga-Handballerinnen der HSG Nord, die gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter Geismar deutlich verloren. Hoffnungslos unterlegen waren die Gastgeberinnen zwar nicht, dennoch konnten sie der Klasse des MTV zu keiner Zeit Entsprechendes entgegensetzen. Die Zuschauer in der Edemisser Halle dürften den kommenden Meister gesehen haben.

HSG Nord Edemissen – MTV Geismar 19:26 (9:14). „Geismar war uns läuferisch und technisch sowie von der Aggressivität her überlegen. Unsere Niederlage geht daher auch in der Höhe völlig in Ordnung“, räumte HSG-Nord-Trainer Gundolf Deterding ein, dessen Mannschaft die Begegnung nur in der Anfangsphase offen hielt (5:6, 13.). Doch mit zunehmender Spieldauer erhöhten die Gäste gekonnt ihren Vorsprung. Druckvoll und temporeich fuhren sie Angriff um Angriff aufs Edemisser Tor und waren erfolgreich. „Denn anders als meine Spielerinnen zogen die Geismarerinnen konsequent durch, wenn sich vorne Lücken auftaten. Wir machten vorn zu oft Seitwärts-Schlenker, gingen nicht den geraden Weg in die gegnerische Deckung“, anlaysierte Deterding. Der MTV erhöhte daher auf 11:6 (19.) und hielt den Vorsprung bis zum Wechsel.

Im zweiten Abschnitt vermochten die Gastgeberinnen den Rückstand nicht mehr entscheidend zu verkürzen. Denn in Sachen Deckungsarbeit zeigten sich die Gäste ebenfalls überlegen. „Wir standen in der Abwehr viel besser. Edemissen war hinten zu passiv, dass kam uns entgegen“, meinte MTV-Trainer Lennart Versemann, der HSG-Nord-Torfrau Sandra Wilck eine starke Leistung attestierte. Geismars Torhüterin Alena Hintze stand ihr in nichts nach, denn sie fischte praktisch alle unvorbereiteten und unplatzierten Würfe der HSG Nord weg. Wie man sie überwinden kann, zeigte Edemissens Rechtaußen Josepha Streit, die nach der Pause dreimal traf, weil sie Hintze aus spitzem Winkel „ausguckte“.

Nach dem 15:22 (48.) war das Ergebnis für längere Zeit eher nebensächlich, da sich Edemissens Dine Neugebauer nach einem gegnerischen Schlag eine Jochbein-Verletzung zuzog. Neugebauer wurde später ins Krankenhaus gefahren. Ihre Mitspielerinnen zeigten sich geschockt, brachten die Begegnung dennoch ordentlich über die Bühne. „Denn meine Mannschaft steckte nie auf. Kämpferisch war alles in Ordnung“, betonte Deterding. Versemann lobte sein Team dafür, dass es von Anfang bis Ende konzentriert agierte. Und: „Ich bin positiv gestimmt, dass wir aufsteigen werden.“

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*HSG Nord: * Wilck (Tor) – Neugebauer (2), Himmelstoß (1), Gail, Carmon (3), Schmidt (1), Thurau (2), Brandes (3), Streit (3), Feldt (2), Brand (1/1), Hintz (1).