23. März 2019 / 15:00 Uhr

HSG Plesse-Hardenberg besiegt MTV Geismar deutlich

HSG Plesse-Hardenberg besiegt MTV Geismar deutlich

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Derby der Frauen-Handball-Oberliga: #14 Nele Behrends HSG PLesse-Hardenberg (gelb) vs. #4 Nele-Marie Neuffer MTV Geismar (rot).
Derby der Frauen-Handball-Oberliga: Nele Behrends (HSG Plesse-Hardenberg) gegen Nele-Marie Neuffer MTV Geismar (4). © Helge Schneemann
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Die HSG Plesse-Hardenberg hat das Südniedersachsen-Duell in der Handball-Oberliga der Frauen deutlich für sich entschieden. Mit 38:26 (17:12) behauptete sich die HSG am Freitagabend gegen den MTV Geismar.

Letztlich war es eine klare Angelegenheit: Die HSG Plesse-Hardenberg hat das Südniedersachsen-Duell in der Handball-Oberliga der Frauen deutlich für sich entschieden. Mit 38:26 (17:12) behauptete sich die HSG am Freitagabend gegen den MTV Geismar.

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Dabei verlief die erste Halbzeit noch überwiegend ausgeglichen. Bis zum Zwischenstand von 9:9 (19.) konnte der Außenseiter aus Geismar in der Bovender Sporthalle am Wurzelbruchweg mithalten, ehe der Favorit in der Folge aufdrehte und das Spiel mit zunehmender Spielzeit an sich riss.

„Wir waren zu Beginn zwar immer knapp in Führung, haben uns aber nicht abgesetzt“, sagte HSG-Trainer Yunus Boyraz. „Dann hat sich unsere Abwehr stabilisiert. Und dadurch konnten wir viele schnelle Gegenstöße laufen.“ Bis zur Halbzeitpause zogen die Gastgeberinnen so bereits auf fünf Treffer davon (17:12). „Das war der Grundstein“, sagte Boyraz.

Personalnot beim MTV

„Die Gegenstöße haben uns das Genick gebrochen“, erkannte auch MTV-Trainer Lennart Versemann, der zudem mit Personalnot zu kämpfen hatte, auf einigen Positionen deshalb „improvisieren“ musste und seiner Mannschaft trotz alldem ein „gutes Spiel“ attestierte. „Wir waren über weite Strecken ebenbürtig“, betonte Versemann.

Doch nach dem Seitenwechsel musste seine Mannschaft endgültig abreißen lassen: Mit einem 4:0-Lauf zu Beginn der zweiten Halbzeit enteilte Plesse-Hardenberg vorentscheidend auf 23:14 (38.). „Geismar hat sich lange gewehrt, aber da war die Messe gelesen“, sagte HSG-Trainer Boyraz. Seine Mannschaft stellte letztlich erneut souverän ihre Heimstärke unter Beweis, blieb zum achten Mal in Serie auf heimischem Parkett unbesiegt.

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„Wir haben viele Aspekte, die wir zuletzt vor allem in Auswärtsspielen vermissen lassen haben, umsetzen können“, freute sich Boyraz. „Sowohl das Agieren in der Abwehr als auch das Spiel über die erste und zweite Welle haben gestimmt.“


Wiederabstieg kaum noch zu verhindern

Während Plesse-Hardenberg mit dem neunten Saisonerfolg seine ungefährdete Position im Tabellenmittelfeld festigen konnte, stellt sich beim Tabellenvorletzten MTV Geismar nach der nunmehr 17. Saisonpleite allmählich Gewissheit ein, dass der direkte Wiederabstieg in die Landesliga kaum noch zu verhindern ist.

„Die Planungen für die Landesliga laufen, und dennoch ist die Oberliga für uns noch nicht abgehakt“, sagte MTV-Trainer Lennart Versemann, dessen Mannschaft im Falle von zwei Absteigern aus der Oberliga derzeit vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer hat. Sollte Eintracht Hildesheim jedoch aus der dritten Liga absteigen, gibt es wahrscheinlich noch einen dritten Oberliga-Absteiger.

Zudem ist das Restprogramm hart: Neben dem Kellerduell gegen Wolfsburg sind auch drei Partien gegen Spitzenteams der Liga zu absolvieren. „In den letzten vier Spielen gilt immer noch die Marschroute, dass wir die Gegner ärgern wollen, auch die routinierten Mannschaften“, gibt sich Versemann kämpferisch.

Ganz gleich, ob am Saisonende für Geismar der Klassenerhalt oder der Abstieg steht, hielt er fest: „Wir wollten in dieser Saison Erfahrungen sammeln. Viele Spielerinnen haben tatsächlich große Schritte nach vorne gemacht.“

HSG: Rombach (10/5), Al Najem (8/1), Herale (4), Hübers, Behrends (je 3), Hemke, Henne, Hille, Müller (je 2), Schob, Seitz (je 1). – MTV: Diek (8/5), Schilling (6), Neuffer (4), Arthaus (3/2), Stiens, Stielow (je 2), Jurkait (1).

Von Filip Donth