23. Oktober 2020 / 12:44 Uhr

HSG Plesse-Hardenberg hat „das leichteste Spiel der Saison“ vor sich

HSG Plesse-Hardenberg hat „das leichteste Spiel der Saison“ vor sich

Ferdinand Jacksch
Göttinger Tageblatt
Ohne Druck fahren Trainer und Spieler der HSG Plesse-Hardenberg zu den Sportfreunden Söhre.
Ohne Druck fahren Trainer und Spieler der HSG Plesse-Hardenberg zu den Sportfreunden Söhre. © Peter Heller
Anzeige

Der Gegner ist der selbsterklärte Titelfavorit der Handball-Oberliga. Nach Meinung von Plesse-Trainer Artur Mikolajczik könne sein Team bei SF Söhre nur gewinnen. Druck hat das Burgenteam jedenfalls nicht.

Anzeige

Warm anziehen müssen sich die Oberliga-Handballer der HSG Plesse-Hardenberg, wenn die Reise am Sonntag (17 Uhr) zu den Sportfreunden (SF) Söhre in den Landkreis Hildesheim geht. Schließlich haben die Gastgeber einen Saisonauftakt nach Maß erwischt. Mit 39:19 hatte Söhre der SG Börde im Derby nicht den Hauch einer Chance gelassen. Das Team von Trainer Sven Lakenmacher dominierte von Beginn an das Match und spielte attraktiven Tempohandball.

Anzeige

Wovon HSG-Torwart Lennart Gees, der Ex-Söhrer, ein Lied zu singen weiß: „Ja, die Spiele gegen Söhre bleiben natürlich immer etwas ganz Besonderes für mich. Auch wenn sich das Team in den letzten Jahren ganz schön gewandelt hat, stehen immer noch einige meiner besten Freunde auf der anderen Hallenhälfte“, so der Keeper des Burgenteams: „Rein sportlich ist es für uns das leichteste Spiel der Saison, weil wir absolut nichts zu verlieren haben. Söhre ist der Titelfavorit und hat auch selbst den Anspruch, die Liga zu dominieren. Trotzdem fahren wir nicht zum Spiel, um zu verlieren.“ Man werde also 60 Minuten Vollgas geben, um die große Überraschung zu schaffen. Auf den verhinderten Torjäger Marlon Krebs muss die HSG Plesse-Hardenberg verzichten. Hinter Lukas Herale, der sich während der Woche mit Rückenschmerzen plagte, steht ein Fragezeichen: „Wir spielen wohl gegen die stärkste Mannschaft der Liga. Daher können wir nur gewinnen“, gibt Trainer Artur Mikolajczyk augenzwinkernd Protokoll.

Mehr vom Sport in der Region

Mit dem nunmehr 35-jährigen Gymnasiallehrer Jan Philipp Naß aus Algermissen steht ein in Südniedersachsen alter Bekannter in den Reihen der Gastgeber. Bis 2016 hat der Linksaußen beim TV Jahn Duderstadt und bei der damaligen HG Rosdorf-Grone, gespielt. „Plesse ist für uns immer unangenehm zu spielen. Wir wollen am Ende um den Titel mitspielen und dementsprechend muss das Heimspiel gewonnen werden.“ Es gelte aber, den Gegner nicht zu unterschätzen. Für Naß ist am Ende der Saison Schluss mit dem aktiven Handball, sagt der Vater eines einjährigen Sohnes.