30. August 2020 / 11:51 Uhr

HSG Plesse-Hardenberg verliert Test gegen Northeimer HC knapp

HSG Plesse-Hardenberg verliert Test gegen Northeimer HC knapp

Ferdinand Jacksch
Göttinger Tageblatt
Marlon Krebs (links, gegen Northeims Marc Bode) bot gegen seinen Ex-Klub eine starke Leistung.
Marlon Krebs (links, gegen Northeims Marc Bode) bot gegen seinen Ex-Klub eine starke Leistung. © Swen Pförtner
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Dieses Duell hätte mehr als 50 Zuschauer verdient gehabt: Die HSG Plesse-Hardenberg überzeugte gegen den klassenhöheren Nachbarn Northeimer HC und hat ihm im Handball-Testspiel das Leben schwer gemacht.

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Nach rund sechs Monaten Corona-Spielpause endlich wieder einmal ein Handballspiel mit Zuschauern: Allerdings waren nach neuesten Auflagen der zuständigen Behörden nur 50 statt der ursprünglichen 100 Fans in Bovenden zur Testpartie zugelassen, sodass viele Interessenten wieder weggeschickt werden mussten. Das Duell zwischen zwei der ranghöchsten südniedersächsischen Klubs hatte jedenfalls nicht zu viel versprochen: Am Ende verloren die gastgebenden Oberligaspieler der HSG Plesse-Hardenberg gegen den enttäuschenden Drittligisten Northeimer HC nur äußerst knapp mit 28:30 (14:14).

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Es hat nahezu alles geklappt

„Wir haben ein gutes Spiel gezeigt, in dem wir sicherlich teilweise über unseren Möglichkeiten gespielt haben und nahezu alles geklappt hat. Auf diese Leistung kann die Mannschaft sicherlich stolz sein und aufbauen“, geriet Marlon Krebs, der Neuzugang vom Drittligisten HSV Hannover und Ex-Northeimer, fast in Schwärmen.

Kein Wunder: 7:4 führte das Burgenteam zwischenzeitlich im ersten Durchgang, 18:17 dann später in der zweiten Halbzeit. Und bis zum 27:27 stand in der Schlussphase noch kein Sieger fest, ehe der Northeimer HC auf 30:27 davonzog und die Weichen für seinen äußerst glücklichen Erfolg noch rechtzeitig stellen konnte. „Ich bin mit dem Fortschritt meiner Mannschaft sehr zufrieden“, zog der HSG-Chefcoach Artur Mikolajczyk fünf Wochen vor dem ersten Punktspiel am 3. Oktober gegen den MTV Vorsfelde eine erfreuliche Zwischenbilanz: „Wir haben ein tolles Spiel gesehen, das in die richtige Richtung geht. Das hat richtig Spaß gemacht“, so Mikolajczyk .



Und sein Co-Trainer Malte Büttner sprach im Nachhinein von einer „starken Vorstellung.“ Dabei musste Plesse unter anderem sogar noch auf den 20-jährigen Raffael Pogadl, den erfolgreichsten Torjäger der vergangenen Saison, verzichten. Der Student laboriert noch an einer Schulterverletzung.

"Eine Offenbarung war das nicht"

Mit langen Gesichtern traten indes die klassenhöheren Northeimer die kurze Heimfahrt an. „Das war nichts Besonderes“, verließ NHC-Coach Carsten Barnkothe mit enttäuschter Miene die Halle. Und auch Rückraumspieler Tim Gerstmann hatte nichts zu lachen: „Eine Offenbarung war das nicht.“ Dabei spielte auch Northeim noch nicht stärkster Besetzung. Womit sich der NHC aber nicht entschuldigen wollte. „Wir haben leider nicht die gestellten Schwerpunkte erreicht“, kritisierte Nicolai Hansen (38), der neuen Co-Trainer, den schwachen Auftritt des Drittligisten.

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Der gebürtige Däne und ehemalige Erstligaspieler beim ThSV Eisenach, konkretisierte die Defizite. „Wir waren viel zu passiv in der Abwehr, haben kaum Freiwürfe gemacht, fast alle Zweikämpfe verloren und unserem Nebenspieler in der Abwehr nicht geholfen.“ Auch im Hinblick auf das nächste Testspiel am kommenden Sonnabend gegen den Drittligisten HSV Hannover (ohne Zuschauer) meinte der gebürtige Däne: „Wir haben überall noch sehr viel Luft nach oben.“ – HSG-Tore: Krebs (11), Schlüter (4), Funke, Sültmann, Winkelmann (je 3), Herrig (2), Lange, Mitrovic (je 1). – NHC: Meyer (10), Gerstmann, Lange (je 5), Wodarz (3), Aloukaibe, Bode, Hoppe (je 2), Wilken (1).

Während die Northeimer Wunden lecken, freut sich die HSG Plesse-Hardenberg auf ein weiteres Testspiel gegen den Liga-Konkurrenten TV Jahn Duderstadt am kommenden Sonnabend – in jedem Fall wieder nur vor 50 zugelassenen Fans.

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