23. September 2020 / 14:11 Uhr

HSG Plesse-Hardenberg will in der oberen Hälfte mitspielen

HSG Plesse-Hardenberg will in der oberen Hälfte mitspielen

Ferdinand Jacksch
Göttinger Tageblatt
Die Oberligahandballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg vor der Saison 2020/21.
Die Oberligahandballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg vor der Saison 2020/21. © R
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Mit einem fast unveränderten Kader gehen die Oberligahandballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg in die kommenden Saison. Das Burgenteam nimmt einen Platz in der oberen Hälfte der Tabelle ins Visier.

Gut aufgestellt gehen die Oberligahandballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg in die Saison 2020/21: Mit einem nahezu unveränderten Kader startet das Burgenteam am 4. Oktober zu Hause gegen die HSG Schaumburg Nord in die neue Punktrunde.

Dabei wird Trainer Yunus Boyraz das dritte Spieljahr in Folge die HSG-Frauen betreuen. „Persönlich halte ich die Liga für sehr ausgeglichen. Uns erwarten viele spannende Spiele“, sagt der Coach. „Dennoch wollen wir in der oberen Hälfte mitspielen. Dafür benötigen wir aber die nötige Konstanz“, blickt Boyraz voraus. Die „gute Zusammenarbeit mit der Mannschaft und den Verantwortlichen“ sieht der Trainer als Grundlage für sein weiteres Engagement.

Neu im Team ist lediglich die bundesligaerfahrene Kathleen Neopolsky (34), die zuletzt für den Drittligisten SV Germania Fritzlar im Einsatz war: „Ich denke, dass die Mannschaft Potenzial hat, aber noch sehr jung ist und noch weitere Erfahrungen benötigt“, ist ihr erster Eindruck. „Ich kenne die Liga überhaupt nicht und lasse mich überraschen. Mein Saisonziel ist, die Mannschaft mit Ehrgeiz, Erfahrung und Teamgeist zu unterstützen.“ Torfrau Carolin Menn tritt zukünftig aus beruflichen Gründen kürzer, steht aber im Fall der Fälle als Standby-Spielerin zur Verfügung.

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HSG ist in einer von drei Oberligastaffeln angesiedelt

Die Handballerinnen der HSG Plesse werden in der kommenden Spielzeit in einer von drei niedersächsischen Oberligastaffeln spielen. In der Gruppe Süd, zu der das Burgenteam zählt, spielen unter anderem die fünf bestplatzierten Teams der vergangenen Saison der Oberliga Niedersachsen. Dazu kommen mit Germania List und dem MTV Geismar zwei Aufsteiger und mit dem TV Hannover-Badenstedt II eine Drittliga-Reserve. „Ich finde die Idee der neuen, kleineren Staffeleinteilung gelungen. So haben wir zum Beispiel auch kürzere Auswärtsfahrten“, sagt Mannschaftsführerin Lara Al Najem. „Die Staffel hat es aber in sich und ist sehr anspruchsvoll. Die Mannschaften werden uns einiges abverlangen.“

Teammanagerin Maike Lapschies macht bislang „richtige Favoriten noch nicht aus, da die Leistungsdichte sehr eng beieinander liegt. Das Team, das am konstantesten ihre beste Leistung abrufen kann, wird am Ende ganz oben stehen. Wir werden in jedes Spiel gehen, um es zu gewinnen. Genau wie jede andere Mannschaft auch.“

Maike Rombach, mit 137 Toren in 20 Spielen der abgebrochenen Saison 2019/20 erfolgreichste HSG-Werferin, wird da schon konkreter: „Ich erwarte eine Spielrunde mit vielen Spielen auf Augenhöhe. Der MTV VJ Peine, der im letzten Spieljahr Meister geworden ist, sowie Eintracht Hildesheim und der MTV Rohrsen waren schon immer starke Gegner. Hinzu kommt der VfL Wolfsburg, den man nicht unterschätzen sollte. Er hat sich mit vielen neuen Spielerinnen verstärkt.“ Unter anderem mit Nachwuchstalent Bele Metzner von der HSG Plesse. Die Kreisläuferin war dem VfL aufgrund einer außergewöhnlich starken Abwehrleistung in einem A-Jugendspiel zwischen der HSG Nord Edemissen und den „Burgfräuleins“ aufgefallen.


Die Saisonziele der HSG formuliert Außenspielerin Marilena Henne in Zeiten von Corona folgendermaßen: „Keine Infektionsfälle, ein reibungsloser Ablauf und dass alle gesund bleiben.“

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Zu einem Testspielsieg kam die HSG Plesse am Dienstag in der Partie gegen den Landesligsten SV Schedetal/Volkmarshausen, die mit 38:24 (21:10) gewonnen wurde. Al Najem, Hille (je 7) und Nepolsky (5) waren die besten HSG-Werferinnen. „In der ersten Hälfte konnten wir uns durch schnelle Gegenstöße auf elf Tore absetzen. Der zweite Durchgang war ausgeglichener“, berichtete Trainer Boyraz.