01. November 2020 / 14:03 Uhr

HSG Schaumburg Nord will nicht den gleichen Fehler wie im März machen

HSG Schaumburg Nord will nicht den gleichen Fehler wie im März machen

Daniel Kultau
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
Sebastian Stoyke
Sebastian Stoyke © Daniel Kultau
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Die Schaumburger Handballer sind bis mindestens Ende des Jahres coronabedingt in der Pause. Besonders bitter ist die unterbrechung für den Nachwuchs, denn der wartet teilweise seit zehn Monaten auf ein Pflichtspiel. Die Angst vor dem Absprung ist nicht nur bei der HSG Schaumburg Nord groß.

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Für die Handballer ist das Jahr 2020 vorbei. Der Handballverband Niedersachsen gab bekannt, dass dieses Jahr nicht mehr gespielt wird.

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Auch das Training ist zumindest für den November erst mal gestrichen. Für Sebastian Stoyke, den Jugendwart der HSG Schaumburg Nord und viele weitere seiner Kollegen eine schlechte Nachricht. „Das ist ganz nah an der sportlichen Katastrophe für unseren Verein“, befürchtet Stoyke. Er spricht aus Erfahrung.

Zehn Monate ohne Handball

Schon im Frühjahr gab es die ersten großen Einschränkungen. Auch damals war der Amateursport betroffen. Fünf Jungen aus dem D-Junioren-Bereich, drei C-Junioren und vier B-Jugendliche verließen die HSG. „Auch die B-Juniorinnen sind uns komplett weggebrochen. Die mussten wir abmelden“, so der Jugendwart.

Das große Problem sei, dass einige Jugendliche Ende des Jahres zehn Monate lang kein Pflichtspiel bestritten haben würden. Vielleicht falle einigen auf, dass sie den Handball doch nicht so sehr vermissten – und damit würden die Vereine wertvollen Nachwuchs verlieren. „Manche unserer Mannschaften hatten zwar Quali-Spiele, die können sich glücklich schätzen. Aber der Einschnitt ist wirklich groß, wenn man nur trainiert und nicht spielt.“ Selbst Trainingsspiele seien nicht immer möglich, schließlich bräuchte man dafür 14 Leute.

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Damit der HSG nicht wieder Jugendliche durch die Lappen gingen, habe der Verein nun frühzeitig reagiert, wie Stoyke erklärt, und seine beiden FSJler auf die Thematik angesetzt. „Im März hatten wir das doch falsch gemacht“, gesteht der Jugendwart ein. Konkret geht er auf den persönlichen Kontakt und das Erklären der Thematik ein. „Das wollen wir dieses Mal besser machen.“

In Online-Formaten sollen nun unter anderem Stabilitätsübungen an die Spieler weitergegeben werden. Außerdem sind Online-Mannschaftsabende geplant, an denen Videoanalyse oder einfach ein Spieleabend auf dem Plan stehen soll. So möchte die HSG, die spätestens seit der vergangenen Jahrgangshauptversammlung ihr Hauptaugenmerk auf den Nachwuchs gelegt hat, die Katastrophe verhindern.