04. August 2019 / 21:06 Uhr

HSG Warnemünde feiert Fußball-Fest trotz Pokal-Aus

HSG Warnemünde feiert Fußball-Fest trotz Pokal-Aus

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
HSG-Kickerin Melanie Rücker im Kampf um den Ball mit der Gütersloherin Shprese Aradini (l.).
HSG-Kickerin Melanie Rücker im Kampf um den Ball mit der Gütersloherin Shprese Aradini (l.). © Johannes Weber
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Warnemünder Fußballerinnen unterliegen in der ersten DFB-Pokalrunde dem FSV Gütersloh mit 0:7. 320 Zuschauer sind im Rostocker Leichtathletikstadion dabei.

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Rostock. Obwohl seine Fußballerinen chancenlos aus dem DFB-Pokal geflogen sind, macht Jörg Burgstaler direkt nach dem Abpfiff einen kurzen und freudigen Sprung in die Luft. Anschließend rennt der Trainer von Verbandsligist HSG Warnemünde nach der 0:7 (0:4)-Niederlage gegen den Zweitligisten FSV Gütersloh auf das Spielfeld und klatscht mit jeder seiner Spielerinnen ab. „Uns war klar, dass Gütersloh uns allen Belangen überlegen sein wird“, sagte Burgstaler und ergänzte: „Wir wollten mit dieser Partie Werbung für den Frauen- und Mädchenfußball in MV machen, was uns ein bisschen gelungen ist.“

Großes Erlebnis für HSG-Kickerinnen

Aus ihrem ersten DFB-Pokalspiel der Vereinsgeschichte hatten die Warnemünderinnen ein großes Ereignis gemacht. Für die Erstrundenpartie mietete der Ostseebad-Klub das Leichtathletikstadion und veranstaltete dazu ein buntes Rahmenprogramm. Für die HSG-Kickerinnen war es der Höhepunkt ihrer bisherigen Laufbahn. Verteidigerin Josefine Geß schwärmte über die Kulisse von 320 Zuschauern: „Das war ein Spiel, auf dass du die ganze Karriere hinarbeitest. Wir wurden von der Tribüne großartig unterstützt, es war ein tolles Erlebnis.“

Bilder aus der ersten DFB-Pokalrunde der Frauen: HSG Warnemünde - FSV Gütersloh

Henriette Schmidt (r.) gegen zwei Gütersloherinnen am Ball. Zur Galerie
Henriette Schmidt (r.) gegen zwei Gütersloherinnen am Ball. ©

Gegen den FSV war der große Leistungsunterschied von Beginn an erkennbar. Die HSG kam zu keiner nennenswerten Möglichkeit. „Wir haben in den vergangenen Wochen viel im Fitnessbereich gearbeitet. Da sind wir gegenüber dem Gegner nicht groß abgefallen“, meinte Burgstaler, der die Intensität zur Sommervorbereitung von sonst zwei auf drei Einheiten erhöht hat. Gegner Gütersloh trainiert sonst viermal die Woche.

Warnemünderinnen wollen mehr

Bereits gestern hatten sich die FSV-Kickerinnen auf den Weg nach Rostock gemacht. Sie übernachteten in Schwerin, um für das Pokalspiele eine kurze Anreise zu haben. „Schöner Austragungsort, guter Platz, uns hat es Spaß gemacht, hier zu spielen. Als Gastmannschaft freut es einen auch immer, wenn beim Auswärtsspiel viel los ist", lobte Güterslohs Trainer Steffen Enge die Atmosphäre an der Ostsee.

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Durch den überraschenden 5:4-Sieg nach Elfmeterschießen im Landespokalfinale gegen Landesmeister 1. FC Neubrandenburg hatte sich die HSG für den DFB-Pokal qualifiziert. Burgstaler hofft, das Erlebnis in Zukunft wiederholen zu können. „Die Mädels sind heiß auf solche Events. Darauf werden wir wieder hart hinarbeiten“, verdeutlicht der 41-Jährige und will den Frauenfußball-Standort in Warnemünde in Zukunft sogar noch stärken. „Wir sind mit einer Mannschaft in der Verbandsliga aktiv und schauen, perspektivisch höhere Ziele wie die Regionalliga anzustreben."

Burgstaler stellte klar, dass er die in Zukunft anvisierten Ambitionen nicht nur aus der Euphorie heraus formulierte: „Da steckt ein Plan hinter, den wir in der Hinterhand haben. Das Vorhaben wollen wir mit viel Geduld umsetzen."

HSG Warnemünde: Dräger – Hanto, Wendt (90. Koß), Rückler, Barner, Schmidt (81. Otte), Hanck, Hagemann, Geß, Le Quoc (87. Hohlweg), Klatt.
Tore: 0:1 Rieke (6.), 0:2 Schulz (16.), 0:3 Aradini (20.), 0:4 Rieke (25.), 0:5 Wolf (52.), 0:6 Lange (54./Elfmeter), 0:7 Berning (66.).

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