18. Juli 2021 / 17:05 Uhr

"Ganz dicht dran an der Sensation": Lister Turm verpasst Zweitliga-Aufstieg

"Ganz dicht dran an der Sensation": Lister Turm verpasst Zweitliga-Aufstieg

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Das Turm-Team: Ilja Schneider (von links), Stefan Walter, Frank Buchenau, Dennes Abel, Felix Hampel, Christian Polster, Tobias Vöge und Anthony Petkidis.
Das Turm-Team: Ilja Schneider (von links), Stefan Walter, Frank Buchenau, Dennes Abel, Felix Hampel, Christian Polster, Tobias Vöge und Anthony Petkidis. © HSK
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Es war denkbar knapp, doch am Ende hat es leider nicht gereicht. Für die Schachspieler des HSK Lister Turm langte es beim mit Profis bestückten SK Kirchweyhe nur zu einem 4:4-Unentschieden. Für den Aufstieg von der Oberliga in die 2. Bundesliga wäre allerdings ein Sieg nötig gewesen. Im Anschluss überwog dennoch der Stolz auf das Erreichte. 

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Da mussten die Schachspieler des HSK Lister Turm nicht lange überlegen. Sie würden ein höheres Risiko eingehen im Topspiel um den Aufstieg von der Oberliga in die 2. Bundesliga. Nur ein Sieg hätte beim mit Profis bestückten SK Kirchweyhe gereicht, um diesen noch von der Spitze zu verdrängen. Die Begegnung endete jedoch 4:4. „Wir waren ganz dicht dran an der Sensation, darauf können alle stolz sein, auch wenn es natürlich bitter ist“, sagte Max Wall, stellvertretender Vorsitzender des HSK.

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Sechs Kroaten, einen Bulgaren sowie einen Serben bot der Favorit an den acht Brettern auf. Die Lister führten nach einem Mattangriff von Anthony Petkidis im Mittelspiel sogar mit 2:1. Doch die Gastgeber schlugen zurück, Frank Buchenau (Brett 4) und Tobias Vöge (7) unterlagen jeweils nach zähem Ringen. „Insgesamt muss man sagen, dass es nicht einmal nach einem Sieg für uns aussah. Wir waren aber nahe dran“, sagte Felix Hampel, der an Brett sechs ein Remis erreichte.

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"Schon krass, dass wir nach einer so guten Saison nicht aufsteigen"

Dass der starke Internationale Meister Ilja Schneider seine Partie ebenfalls im Endspiel für sich entschied, reichte am Ende nicht mehr. Ohne eine Niederlage in der durch die Pandemie lange unterbrochenen Spielzeit landete der HSK Lister Turm auf Rang zwei. „Es ist schon krass, dass wir nach einer so guten Saison nicht aufsteigen“, so Hampel. In der nächsten jedoch erwartet er kein Team mit Profis in der Oberliga Nord West, „und dann steigen eben wir auf. Das ist jedenfalls das Ziel.“

Für das Lister Aufgebot holten zudem Dennes Abel (1), Stefan Walter (3) sowie Christian Polster (8) ein Unentschieden. Den vorletzten Spieltag hatte der HSK mit 7:1 gegen den MTV Tostedt gewonnen. Die Schachfreunde Hannover verließen nach einem 4,5:3,5-Erfolg in Tostedt am letzten Spieltag noch das Tabellenende. Ob Platz neun aber zum Klassenerhalt berechtigt, ist noch nicht sicher. Es kommt auf die Absteiger aus der 2. Bundesliga an, diese beendet ihre Saison erst am 7./8. August.