22. April 2019 / 08:08 Uhr

Vergeigt der Hamburger SV noch den Aufstieg in die Bundesliga?

Vergeigt der Hamburger SV noch den Aufstieg in die Bundesliga?

Florian Wichert und Sebastian Harfst
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Spieler des Hamburger SV verzweifeln derzeit und haben seit fünf Zweitliga-Partien nicht mehr gewonnen. Vergeigen sie sogar noch den Aufstieg?
Die Spieler des Hamburger SV verzweifeln derzeit und haben seit fünf Zweitliga-Partien nicht mehr gewonnen. Vergeigen sie sogar noch den Aufstieg? © 2019 Getty Images
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Am Wochenende gab es beim 1:1 gegen Erzgebirge Aue zum fünften Mal in Serie keinen Sieg für den Hamburger SV. Wird die Konkurrenz weiter patzen – oder misslingt dem HSV noch der Bundesliga-Wiederaufstieg? Darüber diskutieren SPORTBUZZER-Redakteur Sebastian Harfst und Florian Wichert von t-online.de.

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PRO: Ja, alles spricht gegen den HSV

von Florian Wichert, stellvertretender Chefredakteur bei t-online.de

Was haben die HSV-Fans in den vergangenen Jahren alles durchgemacht: den zermürbenden Überlebenskampf in der Bundesliga, das Ende des Dinos mit dem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte, elf Trainer in sechs Jahren. Der direkte Wiederaufstieg – er wäre eine Erlösung. Leider wird der Hamburger SV ihn noch vergeigen.

Zwei Punkte beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz in der 2. Bundesliga vier Spiele vor Schluss. Allerdings hat der HSV seit fünf Spielen nicht mehr gewonnen, aus 13 Rückrundenspielen nur 16 Punkte geholt. Das Torverhältnis ist das mit Abstand schlechteste der vier Topteams, zu Hause ist es mit 18:19 sogar negativ. Zur Erinnerung: Die Hamburger leisteten sich schon einige Aussetzer wie das 0:5 gegen Regensburg, ein 0:3 gegen Kiel oder ein 1:2 gegen Magdeburg.

Wer noch Zweifel am Nichtaufstieg hat: Das Restprogramm ist brutal. Der HSV muss noch zu den härtesten Aufstiegskonkurrenten: nächstes Wochenende zu Union Berlin, am 33. Spieltag zum SC Paderborn. Das kann nur schiefgehen.

50 ehemalige Spieler des Hamburger SV – und was aus ihnen wurde

Stig Töfting, Ruud van Nistelrooy, Anthony Yeboah und Rafael van der Vaart – vier absolute HSV-Legenden. Doch was machen sie heute? Wir haben die Wege von 50 ehemaligen Spielern des Hamburger SV weiterverfolgt – zum Durchklicken: DAS machen die Ex-Stars heute. Zur Galerie
Stig Töfting, Ruud van Nistelrooy, Anthony Yeboah und Rafael van der Vaart – vier absolute HSV-Legenden. Doch was machen sie heute? Wir haben die Wege von 50 ehemaligen Spielern des Hamburger SV weiterverfolgt – zum Durchklicken: DAS machen die Ex-Stars heute. ©
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CONTRA: Nein, dafür sind die anderen zu schwach

von Sebastian Harfst, SPORTBUZZER-Redakteur

Nur 16 Punkte in den 13 Partien der Rückrunde, zuletzt ein kümmerliches 1:1 vor mehr als 52.000 Zuschauern im Volksparkstadion gegen Erzgebirge Aue, im Restprogramm noch Spiele bei den direkten Konkurrenten Union Berlin und SC Paderborn: Der Eindruck, dass dem Hamburger SV im Aufstiegsrennen der 2. Liga die Luft ausgeht, liegt auf der Hand. Und trotzdem wird dieser stolze und gleichzeitig so arg gebeutelte Klub gemeinsam mit dem 1. FC Köln den sofortigen Wiederaufstieg schaffen.

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Das wiederum liegt nicht an der eigenen Stärke, sondern an der Schwäche der anderen. Union ist mittlerweile fünf Spiele sieglos. Stadtrivale FC St. Pauli und Holstein Kiel kriegen seit Wochen kaum noch etwas auf die Kette, Heidenheim ist insgesamt zu unkonstant. Bleiben die formstarken Paderborner, um dem HSV Platz zwei noch streitig zu machen. Aber selbst wenn: Landen die Hamburger am Ende auf dem Relegationsrang, ginge es sehr wahrscheinlich gegen den VfB Stuttgart. Und der macht im Moment nicht einmal dem HSV Angst.

Eure Meinung: Aufstiegsrennen in der 2. Liga

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