10. September 2019 / 14:45 Uhr

HSV-Profi Fein: Skandal um Bakery Jatta "hat den Verein zusammengeschweißt"

HSV-Profi Fein: Skandal um Bakery Jatta "hat den Verein zusammengeschweißt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
In den vergangenen Wochen stand Bakery Jatta wegen einer vermeintlich gefälschten Identität am Pranger. Sein Teamkollege Adrian Fein (r.) glaubt, dass der Skandal den HSV zusammengeschweißt hat.
In den vergangenen Wochen stand Bakery Jatta wegen einer vermeintlich gefälschten Identität am Pranger. Sein Teamkollege Adrian Fein (r.) glaubt, dass der Skandal den HSV zusammengeschweißt hat. © Getty / imago images
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Der Fall Bakery Jatta beschäftigte den HSV über Wochen. Nun, da alles ausgestanden ist, zeigt sich: Der Skandal um die mutmaßlich gefälschte Identität des 21-Jährigen hat den Klub nicht entzweit, sondern genau das Gegenteil bewirkt. Das erklärte HSV-Mittelfeldspieler Adrian Fein in einem Interview.

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Der Fall Bakery Jatta ist abgeschlossen - und der Hamburger SV kommt nach schwierigen Wochen und einem handfesten Skandal wieder zur Ruhe. Die Gerüchte und anschließenden Ermittlungen wegen einer angeblich gefälschten Identität, die in der Sport Bild vor Wochen erstmals auftauchten und später von Hamburger Behörden verfolgt wurden, haben den HSV schwer beschäftigt - und nach Meinung von Mittelfeldspieler Adrian Fein auch zusammengeschweißt.

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Adrian Fein: "Wir wissen, dass wir uns auch in schwierigen Phasen aufeinander verlassen können"

Für den 20-Jährigen spielte dabei Trainer Dieter Hecking eine wichtige Rolle. Der neue HSV-Coach hatte sich in der Öffentlichkeit mehrfach deutlich und unverbrüchlich an die Seite seines Linksaußen gestellt. "Trainer Dieter Hecking, aber auch wir als Mannschaft und der komplette Betreuerstab standen in jeder Minute hinter ihm", sagte Fein gegenüber Goal und Spox. "Jetzt ist zum Glück alles geklärt, aber ich glaube, die Debatte um Bakery hat den Verein zusammengeschweißt. Der Zusammenhalt in der Gruppe wurde gestärkt."

Ein Rückblick: Bakery Jatta war vorgeworfen worden, dass er seine Identität vor seiner Einreise nach Deutschland gefälscht habe. Eigentlich würde der gambische Flüchtling Bakary Daffeh heißen und rund zwei Jahre älter sein. Als das publik wurde, reichten die Zweitligisten 1. FC Nürnberg, VfL Bochum und Karlsruher SC Einspruch gegen die Wertungen ihrer Spiele gegen den HSV ein, Jatta wurde beim Hamburger Gastspiel in Karlsruhe zudem ausgepfiffen. Diese Vorwürfe wurden mittlerweile entkräftet, Jatta konnte unter anderem eine beglaubigte Geburtsurkunde vorlegen.

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Für Fein war das ein wichtiges Signal. "Wir wissen, dass wir uns auch in schwierigen Phasen aufeinander verlassen können", sagte der Youngster, der vom FC Bayern München ausgeliehen ist. "Trotzdem hätten wir gern auf dieses Theater verzichtet." Als Jatta gegen Hannover traf, hatte der Mittelfeldspieler "Gänsehaut am ganzen Körper". Fein: "Wir haben als ganzes Team mit ihm gefeiert - ein richtig geiler Moment." Das Volksparkstadion war komplett aus dem Häuschen - ein weiteres Zeichen des engen Bandes, das durch die Affäre zwischen Mannschaft, Trainerstab und den Fans entstanden ist.

Fein wünscht sich Jatta-Debüt für deutsche U21: "Ein Spieler wie Baka tut jedem Team gut"

Eine Berufung von Jatta für die deutsche U21, die zuletzt diskutiert wurde, würde Fein gern sehen. "Ich kann über Baka nur Positives sagen", sagte der Mittelfeldspieler, der selbst für die U21 spielt. "Er ist ein super Typ, hat eine gute Seele und kommt mit jedem aus der Mannschaft gut klar. Auf dem Platz ist er sehr fleißig, arbeitet offensiv und defensiv viel und ist dabei extrem schnell. Ein Spieler wie Baka tut jedem Team gut."

Fein selbst hat nach seinem Sommer-Transfer sich ähnlich wie Jatta in der ersten HSV-Mannschaft festgespielt - trotz seiner Jugend ist er Leistungsträger. Der gebürtige Münchner, der seit 2006 beim FCB unter Vertrag steht, bekannte, dass einige Personen in seinem Umfeld ihn vor dem HSV gewarnt hätten.

"Aber für mich war der Wechsel kein Risiko", gestand der Youngster. "Ich hatte gute Gespräche mit den Verantwortlichen und deshalb keine Angst, zu scheitern. Bis jetzt hat sich der Wechsel voll ausgezahlt." Das soll so weitergehen - das große Ziel des HSV bleibt schließlich der Bundesliga-Aufstieg. Vielleicht bleibt der bisher ausgeliehene Fein dann ja sogar noch ein bisschen länger...

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